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Ex-Dschungelcamp-Teilnehmerin: Was macht eigentlich Maren Gilzer?

Die Fernsehkarriere von Maren Gilzer begann als Buchstaben-Umdreherin beim "Glücksrad" auf Sat1. 2015 nahm sie am Dschungelcamp teil und wurde Siegerin. Im Interview verrät sie, wie Krokodilspenis schmeckt.

Von Tobias Ott

Dschungelcamp: Maren Gilzer

Im Dschungelcamp wurde Maren Gilzer 2015 zur Königin gekrönt.

Frau Gilzer, schalten Sie ab und zu die Neuauflage des "Glücksrads" ein?

Ich müsste zuerst den neuen Sender in meinem Fernseher einspeichern (lacht). Das Comeback muss ich nicht sehen. Meine Zeit als Buchstaben-Fee ist Vergangenheit.

In zehn Jahren Glücksrad sagten Sie kaum ein Wort. Warum mussten Sie stumm bleiben?

Die amerikanische Kollegin hat ihren Job schweigend gemacht. Die Macher haben das Konzept aus den USA übernommen. Ich durfte aber das Publikum begrüßen und verabschieden. Das Markenzeichen der Stummen blieb jedoch haften.

Sind Sie deshalb angegriffen worden - die Zuckerpuppe, die nicht reden durfte?

Ich bekam Anfeindungen, wie ich mich damit zufrieden geben konnte, nur auf Äußerlichkeiten reduziert zu sein. Aber ich hatte tolle Fans, und mir war egal, welche Meinungen Emanzen wie Alice Schwarzer und Journalisten von mir hatten. Als Model habe ich auch nicht viel gequatscht.

Peter Bond war ein selbstverliebter Macho.

Welcher Moderator war netter: Frederic Meisner oder Peter Bond?

Mit Frederic habe ich mich besser verstanden. Er war auch Model, und wir hatten Gemeinsamkeiten. Peter Bond war ein selbstverliebter Macho. Mit seiner Art kam ich am Anfang nicht klar. Später habe ich festgestellt, dass er ein netter Kerl ist, und wir haben uns zusammengerauft.

Als Schauspielerin waren Sie 16 Jahre Teil der Serie "In aller Freundschaft". Warum der Rausschmiss?

Ich bekam nur Jahresverträge und wusste, wie schnelllebig die Branche ist. Trotzdem war ich so lange dabei, das war eine tolle Erfahrung. Irgendwann wollten die Produzenten neue Gesichter. Ich war von dem Rundumschlag und der Verjüngungskur betroffen und wurde ausgetauscht.

Lieber Dschungel als Turmspringen

Sie sagten: "Bevor ich ins Dschungelcamp gehe, putze ich lieber." Warum haben Sie sich 2015 trotzdem für den australischen Urwald entschieden?

Lieber Dschungelcamp als Turmspringen (lacht). Nach meinem Serien-Aus habe ich gemerkt, wie hart der Markt ist. Stars müssen sich zur Belustigung der Zuschauer zum Horst machen oder für halsbrecherische Herausforderungen hergeben. Wenn ich schon Trash machen muss, dann das Format mit den höchsten Einschaltquoten und das von jungen Zuschauern gesehen wird.

Was schmeckte besser: Schafshoden oder Krokodilpenis?

Beides schmeckt nach nichts. Wer auf alte Calamari steht, kann auch Penis essen. Die Hoden waren zäh wie Gummi, und ich konnte sie kaum runterschlucken.

Ist das Dschungelcamp geskriptet?

Unsere Staffel zumindest nicht. Die Produzenten hatten versucht, uns gegeneinander aufzuhetzen. Das funktionierte nicht, weil wir kollegial waren. Da das Camp zu langweilig war, hat RTL unterstellt, wir hätten uns zuvor abgesprochen.

Hat das Dschungelcamp Ihrer Karriere geholfen?

Karrieresprung habe ich keinen gemacht. Ich bin aber moderner geworden. Camp-Kollegin Tanja Tischewitsch hat von ihrem Youtube-Kanal erzählt, und ich dachte mir, das kannst du auch.

Nun zeigen Sie im Internet Ihr Privatleben. Reicht es für eine Doku-Soap im Fernsehen nicht aus?

Mein Liebesleben würde ich nie im Fernsehen zeigen. Dann eher: ich bei der Gartenarbeit oder mit meinem Hund. Aber das wäre zu langweilig. Mein Leben ist weder neureich noch prollig oder exhibitionistisch genug für so ein Format.

Tobias Ott