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Dschungelcamp 2017 Geheime Anruferzahlen - so wenige Menschen rufen für die Prüfungen an

Sarah Joelle Jahnel
Sarah Joelle Jahnel bei einer Ekel-Prüfung. Für sie wurde am Häufigsten angerufen.  
© RTL
Jeden Abend lockt das Dschungelcamp Millionen vor den Fernseher - doch wie viele Zuschauer rufen dann auch für die Dschungelprüfungen an? Die tatsächlichen Anruferzahlen. 

"Bitte Deutschland, ruft nicht mehr für mich an", mault Dschungelprüfungs-Vorreiterin Kader Loth am Sonntagabend in die Kamera. Zum wiederholten Mal musste sich die 44-Jährige ihrer eigenen Inkompetenz geschlagen geben und konnte bei einer Dschungelprüfung keinen einzigen Stern für ihr Team erspielen. Dass diese Aussage die 6,39 Millionen Dschungelcamp-Zuschauer erst recht dazu anstacheln würde, sie auch am nächsten Tag in die gefürchtete Prüfung zu wählen, verwundert kaum. 

Kader Loth
Hat die Schnauze voll: Kader Loth möchte nicht mehr in die Dschungelprüfung gewählt werden. 
© RTL

Doch wie viele der über sechs Millionen Dschungelcamp-Fans greifen an einem, Abend auch wirklich zum Hörer, um Deutschlands liebste Möchtegern-Prominenz in den Ekel-Prüfungen leiden zu sehen? Bislang eines der am besten gehüteten Geheimnisse der RTL-Show. 

Dschungelcamp 2017: Millionen vor den Bildschirmen, zum Hörer greift fast niemand

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, haben am vergangenen Sonntag insgesamt 10.000 Menschen für die Dschungelprüfungen angerufen, was einer prozentualen Quote von nur 0,16 Prozent entspricht - ein desolates Ergebnis.

Für "Base Camp"-Prüfling Sarah Joelle Jahnel riefen insgesamt 1600 Zuschauer an, dicht gefolgt von Gina-Lisa. Konkurrentin Loth im Nebencamp "Snake Rock" wollten nur knapp über tausend Zuschauer in der Dschungelprüfung leiden sehen. Alle anderen Dschungelcamp-Teilnehmer bekamen lediglich Anrufe im dreistelligen Bereich. Das Ende der Fahnenstange: Dschungelcamp-Geist Nicole Mieth mit 400 Stimmen. 

Dschungelcamp 2017

RTL verdient nichts an den Anrufen für die Dschungelprüfungen

Geld verdient der Sender RTL mit den Anrufen für die Dschungelprüfungen kaum. Bei Anrufkosten von 0,50 Cent aus dem deutschen Festnetz - offensichtlich zu viel des Guten für die Mehrheit der Dschungelcamp-Zuschauer - kamen am Sonntagabend also gerade mal 5000 Euro für den Kölner Sender zusammen. Eine Summe, die nicht ansatzweise die Kosten des günstigsten Dschungel-Bewohners decken kann - in diesem Fall Prüfungs-Stammgast Kader Loth, die für ihre Teilnahme 45.000 Euro bekommen soll. 

Dafür schraubt RTL die Werbekosten hoch, verlangt laut "Bild" in den Dschungelcamp-Werbepausen für einen 30-sekündigen Spot 85.000 Euro, für größere Einblendungen sogar 135.000 Euro.

Im Vergleich dazu war die Loth dann ja ein richtiges Schnäppchen. 

lis

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