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Dschungelcamp 2019: Das Drehbuch eines Fieslings: So manipuliert Bastian Yotta Evelyn Burdecki

Das Dschungelcamp hat gestern offenbart, was der Currywurstmann seit zwei Wochen sagt: Bastian Yotta ist ein schlimmer Finger. Evelyn Burdecki manipulierte er nach allen Regeln der Macho-Kunst.

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Bastian Yotta zeigte während des Gesprächs mit Evelyn Burdecki endlich sein wahres Gesicht

Er inszeniert sich als großer Mentor, als Motivator, der mit seinem "Miracle Morning" dem Dschungelcamp zu mehr Menschlichkeit und Energie verhilft. Tatsächlich ist Bastian Yotta aber vor allem eines: ein selbstverliebter Manipulator. 

Dschungelcamp 2019: Bastian zeigt sich von seiner fiesen Seite

Das hat nicht zuletzt sein Umgang mit Reality-Star Evelyn Burdecki gezeigt. Alles fing mit dieser - ziemlich gruseligen - Szene an: Bei der Schatzsuche am Montag entschuldigte sich Yotta bei seinem Erzfeind, Currywurstmann Chris Töpperwien. Mit seiner Beleidigung (Töpperwien würde seinen Mops ficken), sei er übers Ziel hinausgeschossen. Das Ganze spielte sich in einer dunklen Höhle ab. Die 30-jährige Evelyn stand zwischen den beiden Männern, die sich vorher noch aggressiv angegiftet hatten. 

Woher kennt man eigentlich Evelyn Burdecki?

Als sie sich zu Wort melden wollte, um das Thema wieder auf die Schatzsuche zu lenken, wies Yotta sie rüde ab. Er drückte sie am Arm zurück, sagte: "Jetzt musst du mal die Klappe halten. Wir haben hier keine Challenge, Mädchen. Das ist jetzt gerade ein ernsthaftes Gespräch." 

Evelyn hatte Angst

Burdeckis Blick sprach Bände - und wahrscheinlich vielen Zuschauern aus dem Herzen. In diesem Moment zeigte der Motivator sein wahres Gesicht. Etwas, das auch der ehemaligen "Bachelor"-Kandidatin auffiel. Im Dschungeltelefon verriet sie, die Situation habe ihr schwer zu schaffen gemacht, sie habe sogar Angst bekommen. 

"Als Frau war ich neben diesen zwei großen Männern, in dieser Höhle", erklärte sie. "Da hatte ich schon ein bisschen Angst. Ich glaube, jede Frau kann das verstehen, wie ich mich fühle." Damit wird Burdecki recht haben. 

Umso besser, dass sie sich vornahm, Yotta zur Rede zu stellen. Doch das Gespräch, das sich zwischen den beiden ergab, ließ einem das Blut in den Adern gefrieren. Es ist das Drehbuch eines Fieslings, der genau weiß, wie er manipulieren muss. 

Der große Mentor eigentlich ein Fiesling

Alles fing mit einem typischen Yotta-Coaching am Lagerfeuer an. "Weil ich dich heute kritisiert habe, wollte ich dich nicht ohne Lösungsansatz stehen lassen", fing Yotta an Evelyn gerichtet an.

Subtext: Der große Energie-Laster Bastian Yotta gibt der kleinen, blonden Evelyn wertvolle Tipps. 

"Achso, alles gut", sagte Evelyn zu ihm, woraufhin der 42-Jährige sie fragte, ob sie viel lese. Was das überhaupt für eine Rolle spielt, bleibt ihm überlassen. "Nein", antwortete Burdecki unsicher und etwas beschämt. Damit hatte Yotta natürlich gerechnet. "Glaube mir, lesen trainiert, dass du fokussiert bleibst. Ich helfe dir", bot er ihr an und befahl ihr, ihm tägliche Whatsapp-Nachrichten mit Buch-Rezensionen zu schicken.

Schon da hätte man sich ob der herablassenden, belehrenden Art des Muskelprotzes am liebsten die Hände vor dem Gesicht zusammengeschlagen. Aber es ging noch weiter. Denn Evelyn hatte Hoffnung, sie könne mit dem selbsternannten Coach nun besprechen, wie sie sich in der Höhle gefühlt hatte.

Keine Einsicht

"Der Basti ist gerade runtergekommen, jetzt traue ich mich mit ihm zu sprechen", sagte sie und erzählte ihm dann unter vier Augen, was passiert sei, hätte ihr sehr weh getan. Sie sei geschockt gewesen, weil die beiden sich bis dahin gut verstanden hätten. 

Die einzig richtige Reaktion von Yotta wäre gewesen, sich sofort zu entschuldigen. Schockiert darüber zu sein, dass seine Art einer ihm körperlich unterlegenen Person weh getan habe. Aber nein, stattdessen wurde der Muskelmann erneut gönnerhaft herablassend. "Vielen lieben Dank, dass du mit mir sprichst. Das ist sehr lieb. Ich kenne das, ich bin oft mit meiner Stimme sehr stark", sagte er Burdecki. "Aber du bist komplett ausgerastet", wiederholte die, fast schon verzweifelt wirkend.

Wir dulden sie

Im Dschungeltelefon wurde dann deutlich, dass Yotta sich weiterhin keiner Schuld bewusst war. "Das war einfach komplett fehl am Platz. Komplett fehl am Platz", sagte er. Sein Verhalten, dachte man als Zuschauer. Fehlanzeige. "Da fehlte ihr jegliche Sensibilität. Und da bin ich auch mal deutlich geworden. Ich weiß, dass sie mich unglaublich mag und unglaublich schätzt und ich auch ein Mentor und Coach für sie bin und deshalb war sie überrascht, dass ich auch mal bestimmt sein kann", wiederholte er.

Subtext: Er ist der sensible Camp-Motivator, aber Evelyn habe sich so daneben benommen, dass er sie bestrafen musste. 

Dann ging er auf Evelyns naive Sprüche ein und darauf, dass sie viel rede. "Wir dulden ja relativ viel, was sie redet. Und sie redet viel und verwirrt. Aber in gewissen Situationen muss man auch wissen, wann man still ist", so Yotta. Wer ihm die Befugnis oder überhaupt die Macht gegeben hat, jemanden zu dulden oder nicht zu dulden, diese Erklärung blieb der Bayer leider schuldig. 

Spoiler alert, aber: Nein, Yotta hat sich bei Evelyn nicht entschuldigt. Die Worte "das tut mir leid", sind ihm nicht einmal über die Lippen gekommen. "Du kannst dich gar nicht mehr dran erinnern, oder?", wollte Burdecki von ihm wissen. "Nicht so recht, nein. Hast du gut gemacht, mit mir zu reden", antwortete er.

Subtext: Hast du gut gemacht, Mädchen. Aber wenn das nächste Mal die Erwachsenen reden, dann hältst du gefälligst die Klappe.