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TV-Kritik

Dschungelcamp, Tag 15: Danni triumphiert: Mürrische Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs

Zwenni auf Zinne. Markus mobbt. Beide haben es auf die letzte Frau im Camp abgesehen: Danni Büchner. Fernab dieser bösartigen Welt walkt sich Prince Damien reinen Herzens zum Thron.

Von Simone Deckner

Danni Büchner im Finale: Die Twitter-Gemeinde kann es nicht fassen

Halbfinale im Dschungel, wir haben alle keine Zeit, darum hier das Wichtigste im Schnelldurchlauf. Keine Sorge, es dauert nicht lang.

Punkt 1: Danni hat sich bis ins Finale vorgejammert

Null Plan,wie das passieren konnte. Vielleicht gibt es doch irgendwo, weitab jeglicher Twitter-Schlaumeierei, eine Gruppe "Goodbye Deutschland"-Ultras, die sich in Whats-App-Gruppen organisiert hat. Vermutlich sitzen sie in "Jens&Danni"-Shirts auf riesigen L-förmigen Couchgarnituren vor ihren riesigen Fernsehern und gießen sich bei jedem aufgeschreckten "Huch!" der Büchnerin einen klitzekleinen Obstler hinter die Binde – weil: Ein bisschen Spaß muss sein. Danach drücken sie die Kurzwahl auf ihren riesigen Handys und fühlen sich im Recht, denn: Sie ist eine Mutter, die quält man nicht, die wählt man. Könnte doch sein. Alle anderen Gründe (wegen ihrer Frohnatur? Weil sie ihre Prüfungsniederlagen so nonchalant bekannt gibt?) erscheinen noch absurder.

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Punkt 2: Markus und Sven verlieren jegliche Sympathien als unangenehme Lästerbrüder

Wenn selbst die Dauerschleife-Litaneien einer Danni auf einmal als doch noch ganz sympathisch rüberkommen, muss schon gewaltig etwas schieflaufen. Das tat es bei Sven Ottke und Trödel-Markus. Schon länger. Im Halbfinale gerierten sich die beiden Ü50-Macker derart frauenfeindlich, dass man nicht mal mehr den sicher vorhandenen Lagerkoller als Entschuldigung gelten lassen kann.

Dschungelcamp: Moppel packt die Badehose aus
Dschungelcamp 2020: Raúl Richter

15 Tage hat es gedauert, bis die Zuschauer Frauenschwarm Raúl Richter zum ersten Mal oberkörperfrei zu sehen bekommen. Trotz Dschungeldiät hat er zwar noch ein kleines Bäuchlein, doch bei der Prüfung in Badehose macht der ehemalige "GZSZ"-Star eine gute Figur.

MG RTL D

Markus etwa war stolz wie ein pubertierender Teenager, weil er sich "von der Frau nichts sagen lässt". Die Frau sei ja "sehr problembehaftet", dozierte er. Sein bester Lästerbruder Zwenni war auch voll auf Zinne. Ausgerechnet ihm, der nie ein böses Wort über sie gesagt habe, steche sie "von hinten ein Messer in den Rücken", redete sich der Ex-Boxer in Rage. Genug sei genug. "Ich werde mit der Frau kein Wort mehr reden, das Thema ist durch."

Weil selbst Markus nicht klar war, um welches Thema es eigentlich ging, wiederholte der Zwenni noch mal das, was er für so unerhört hielt: Dass die Danni es gewagt hatte, ihn und Markus als "Alphatiere" zu bezeichnen, die den Sieg schon untereinander ausgemacht hätten. Was erlauben Bla-Bla-Büchnerin? Ein Boxer verliert komplett die Haltung: "Ihre Hinterfotzigkeit! Die ist doppelzüngig! Vornerum so, hintenrum so!" Hatte der Zwenni der Elena doch mal zugehört.

Sein Hals sei "so dick" deutete Zwenni den Umfang seines Kopf-Körper-Verbindungsstückes an. Zuhause vor den Bildschirm erhob man sein Glas Apfelschorle auf den legendären Dickhals Honey. Doch selbst mit seiner schleimigen Art glitt der nie so weit ab wie Sven: "Verrecken soll sie, ehrlich!" schimpfte er in völliger Entgleisung über Danni. Entschuldigen sollte sich nach seiner irren Logik natürlich die "hinterfotzige" Frau, denn: "Frauen denken immer, dass es normal ist, was sie so reden." Von Frau zu Mann: Da wäre jetzt ehrlich eine Entschuldigung angebracht.

Punkt 3: Es kann keinen Sieger geben außer Prince Damien

Es brauchte nur ein paar Sekunden in der kolossal auf Schadenfreude getrimmten Gruppen-Dschungelprüfung "Creek der Sterne" um aller Welt zu beweisen: Es kann nur einen Dschungelkönig geben. Sein Name: Prince Damien. Während alle anderen brav dem Tipp von Doktor Bob gefolgt waren und sich auf dem Boden über eine glitschige Wasserstraße robbten, legte der Prince einen aufrechten Catwalk hin, für den ihn schon jetzt alle kommenden Kandidatinnen von "Germany's next Topmodel" beneiden dürfen. Die Bälle, die gegen seinen Kopf flogen, parierte er mit einem 100.000-Euro-Lächeln. Während Markus und Danni immer wieder weggeschwemmt wurden, hatte der Prince noch ausreichend Zeit für Schäkereien mit seinen geliebten Rangern. "Die sehen aber auch unglaublich gut aus", freute er sich.

Der Prince bekommt nicht genug vom Dschungelcamp

Generell super gut fand der Prince auch seinen Aufenthalt im Dschungel. "Die Tage vergingen viel zu schnell. Am liebsten würde ich noch 14 Tage hierbleiben", sagte er. Das Irre: Man nahm es ihm ab. Der schönste Moment sei der gewesen, "als wir gemeinsam Feuer gemacht haben", sinnierte der Kleine Prinz, und spätestens da wurde es auch dem muffeligsten Hausmeister-Ehepaar klar: Er hat ein reines Herz. Es wird ihn den Weg zum Thron weisen.

Nur konsequent, dass Läster-Markus flog. Unlogisch, dass sein Lästerbruder Zwenni noch einmal verschont wurde. Raúl musste auch gehen. Danni nicht. Sie weinte darauf sehr und fiel dem Prinzen um den Hals. Der war gar nicht dick. Und wenn sie nicht gestorben sind, klammern sie sich auch morgen im Finale noch aneinander. Bis der Prince die Dschungelkrone holt.


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