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Eine Braut für Frankensteins Monster: Das sind die DVD-Highlights der Woche

Frank (Christian Bale, links) und "die Braut" (Jessie Buckley) sorgen für Aufruhr.
Frank (Christian Bale, links) und "die Braut" (Jessie Buckley) sorgen für Aufruhr.
© 2024 Warner Bros. Entertainment Inc./Niko Tavenise

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"The Bride! – Es lebe die Braut", "Dust Bunny" und "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke": Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.

Nur wenige Romane haben eine derart große Wirkmacht wie Mary Shelleys Schauerstück "Frankenstein oder Der moderne Prometheus", das 1818 das Licht der Welt erblickte. Was bedeutet Leben? Was ist ein Mensch? Wo liegen die Grenzen der Forschung? Und wie belastend kann Einsamkeit sein? – Tiefschürfende Fragen stecken in der Erzählung um den obsessiven, titelgebenden Wissenschaftler und das von ihm aus Leichenteilen erschaffene Monster. Unzählige Autoren und später auch Filmemacher ließen sich von Shelleys Geschichte inspirieren, die noch heute, über 200 Jahre nach ihrem ersten Erscheinen, einen festen Platz in der Popkultur hat. Nach Guillermo del Toros "Frankenstein", einer im Herbst 2025 veröffentlichten Neuinterpretation des Ursprungsstoffes, befasst sich auch die Schauspielerin Maggie Gyllenhaal in ihrer zweiten Regiearbeit "The Bride! – Es lebe die Braut" mit zentralen Motiven und Überlegungen des Romans. Der Film erscheint nun ebenso wie der Fantasy-Actionfilm "Dust Bunny" und die Romanverfilmung "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" auf DVD und Blu-ray.

"The Bride! – Es lebe die Braut" (VÖ: 4. Juni)

Mit "Frankenstein" aus dem Jahr 1931 schuf James Whale auf Basis eines Bühnenstücks von Peggy Webling und Mary Shelleys Literaturklassiker einen der einflussreichsten Horrorfilme des klassischen Hollywood-Kinos. 1935 schob das Studio Universal mit "Frankensteins Braut" eine erste Fortsetzung nach, der ein Nebenplot aus dem Originalroman als Grundlage diente. Eben jenes Sequel diente "The Bride! – Es lebe die Braut" als Inspirationsquelle. Der Film spielt im Chicago der 1930er-Jahre, wo der einsame Frank (Christian Bale), Frankensteins Monster, die Forscherin Dr. Euphronius (Annette Bening) aufsucht. Seine dringende Bitte: Sie möge ihm dabei helfen, eine Gefährtin zu erschaffen. Gemeinsam erwecken die beiden schließlich eine ermordete junge Frau, "die Braut" (Jessie Buckley), zu neuem Leben – und entfesseln damit ungeahnte Kräfte. Eine explosive Liebe und eine radikale Kulturbewegung werden geboren. "The Bride! – Es lebe die Braut" erinnert mit seiner stärkeren Betonung der weiblichen Perspektive an Yorgos Lanthimos' preisgekrönten Film "Poor Things" aus dem Jahr 2023. Die Adaption von Alasdair Grays gleichnamigem Roman verpasste der Frankenstein-Geschichte ebenfalls einen feministischen Dreh.

Preis DVD: circa 15 Euro

US, 2026, Regie: Maggie Gyllenhaal, Laufzeit: 121 Minuten

"Dust Bunny" (VÖ: 29. Mai)

Über zehn Jahre nach der Psychothriller-Serie "Hannibal" haben Bryan Fuller und Mads Mikkelsen mit "Dust Bunny" eine Fantasy-Groteske fürs Kino gedreht, die nun auf DVD erscheint. Mikkelsen ist auf dem Papier der große Star in diesem Film (neben Sigourney Weaver, die in einer Nebenrolle mitwirkt), im Fokus steht aber vor allem ein junges Mädchen: Aurora (Sophie Sloan), acht Jahre alt, lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Apartment in New York, und sie hat große Angst vor dem Monster unter ihrem Bett. Was sonst mit einer netten Gutenachtgeschichte enden würde, erwächst bei Bryan Fuller (Regie, Drehbuch, Produktion) zu einer spektakulären Mischung aus düsterer Märchenstunde und actiongeladenem Thriller: Das Monster unter dem Bett tötet Auroras Eltern (oder zumindest nimmt die Kleine es so wahr). Kurz darauf wendet das Mädchen sich an ihren Nachbarn aus der Wohneinheit 5B (Mads Mikkelsen): Sie hat gesehen, wie er ein paar gemeine Typen auf der Straße zerlegt hat, und möchte ihn nun als Killer engagieren, um das Monster umzubringen.

Preis DVD: circa 14 Euro

US, 2025, Regie: Bryan Fuller, Laufzeit: 106 Minuten

"Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" (VÖ: 4. Juni)

"Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke", so hieß 2015 der dritte Teil der autobiografischen Romanreihe "Alle Toten fliegen hoch" von Joachim Meyerhoff – mehrfach ausgezeichneter Schauspieler, Regisseur und Autor aus Homburg. Dass seine literarischen Werke auch sehr gut als Filmstoff taugen, wurde bereits vor drei Jahren bewiesen, als Sonja Heiss 2013 den Meyerhoff-Roman "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war" verfilmte. Die erste Meyerhoff-Verfilmung erzählte unter anderem davon, wie der junge Joachim mit seiner Familie im Umfeld einer Psychiatrie aufwuchs. In "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" ist Joachim (Bruno Alexander, "Die Discounter") in seinen 20-ern angekommen. Sein Lebensweg führt ihn nach München zu einer renommierten Schauspielschule. Und zu seinen skurrilen Großeltern, bei denen Joachim während der Studienzeit vorübergehend unterkommt. Senta Berger schlüpft in die Rolle von Joachims Großmutter. Es ist ihre erste Filmrolle seit dem Tod ihres Mannes Michael Verhoeven. Der Großvater wird von Michael Wittenborn gespielt.

Preis DVD: circa 14 Euro

DE, 2026, Regie: Simon Verhoeven, Laufzeit: 132 Minuten

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