"Frieda – Mit Feuer und Flamme"
Eine Frau zwischen Familie, Feuerwehr und Männern

  • von Friederike Hilz
Frieda (Laura Lippmann, links) will die freiwillige Feuerwehr in ihrem Heimatort vor dem Aus retten.
Frieda (Laura Lippmann, links) will die freiwillige Feuerwehr in ihrem Heimatort vor dem Aus retten.
© Joyn / René Lohse

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Vom Bodensee geht es auf SAT.1 künftig in die Sächsische Schweiz: Nach dem Ende von "Ein Hof zum Verlieben" übernimmt die Serie "Frieda – Mit Feuer und Flamme" ab Montag, 1. Juni, den Sendeplatz vor der "Landarztpraxis".

Die schroffen Felsformationen des Elbsandsteingebirges in der Sächsischen Schweiz hatte die Intensivkrankenschwester Frieda Meisner (Laura Lippmann) eigentlich schon vor 18 Jahren mit ihrer Tochter Pippa (Natascha Weitzendorf) hinter sich gelassen. Doch aus einem Geburtstagsbesuch bei Vater und Opa Otto (Andreas Borcherding) wird in der neuen SAT.1-Vorabendserie "Frieda – Mit Feuer und Flamme" ein Neuanfang in der alten Heimat. Ab Montag, 1. Juni, startet die Produktion von Saxonia Media mit täglichen Doppelfolgen. Auf Joyn sind bereits am Freitag, 29. Mai, die ersten zehn von insgesamt 162 neuen Folgen zu sehen.

Frieda hat sich ein Leben in Hamburg aufgebaut. Und doch gibt es einige Gründe für sie, in Liebitz zu bleiben: Otto ist krank und leidet noch immer sehr unter dem Tod ihrer Mutter. Und dann ist da auch noch die Freiwillige Feuerwehr, sein "Lebenswerk", die vor dem Aus steht – das Geld und die Mitglieder fehlen. Ernsthafte Probleme, die es nicht nur in dem fiktiven Örtchen gibt: Immer öfter klagen Kommunen über die hohen Kosten für Brandschutz. Außerdem ist in ganz Deutschland die Zahl der Mitglieder in den freiwilligen Feuerwehren seit den 90er-Jahren zurückgegangen.

Aber Frieda will unbedingt verhindern, dass die freiwillige Feuerwehr in ihrer Heimat geschlossen wird, und muss dafür ausgerechnet ihren Ex-Partner und Pippas Vater Felix (Christopher Kohn) überzeugen, denn der ist der Bürgermeister von Liebitz. Das wirbelt alte Gefühle wieder auf. Doch wie sollte es anders sein – auch der Feuerwehrmann Mirko (Sebastian Deyle) lässt ihr Herz schneller schlagen. Neues muss man von der Serie also nicht erwarten. Die Handlung ist vorhersehbar und dabei auch noch zäh.

Neue und bekannte Gesichter

Für Hauptdarstellerin Laura Lippmann ist es nach diversen Gastauftritten in Serien wie "Der Bergdoktor" oder zuletzt "SOKO Wismar" die erste große Hauptrolle. Trotz der oft holzschnittartigen und manchmal zu bemüht tiefgründigen Dialoge weiß die 36-Jährige als Frieda zu überzeugen. Auch für Nachwuchsschauspielerin Natascha Weitzendorf, die 2022 in der ZDF-Produktion "Rosamunde Pilcher – Hochzeitstag" ihr Debüt vor der Kamera feierte, ist "Pippa" die erste Serienhauptrolle.

Christopher Kohn dürfte hingegen dem ein oder andere Zuschauer aus der RTL-Seifenoper "Alles was zählt" bekannt sein. Dort spielte der 41-Jährige von 2018 bis 2022 den Publikumsliebling Dr. Finn Albrecht. Und Sebastian Deyle ist auch kein Unbekannter: Er spielte unter anderem in den ARD-Telenovelas "Sturm der Liebe" und "Rote Rosen" mit.

Bereits 2024 standen sie alle gemeinsam für die neue SAT.1-Daily vor der Kamera. Doch erst jetzt kommt die Geschichte ins Programm. Der Sendeplatz am Vorabend ist dabei kein einfacher: Ähnlich seichte Formate brachten SAT.1 zuletzt kaum guten Quoten. "Die Landarztpraxis" – eigentlich ein Erfolg für den Sender – tat sich ebenso schwer wie die erst im März gestartete Daily "Ein Hof zum Verlieben" mit Diana Staehly. Die Serie blieb durchweg unter dem Senderschnitt und endete nach 120 Folgen. Ob es weitergehen wird, ist unklar.

Frieda – Mit Feuer und Flamme – Mo. 01.06. – SAT.1: 18.00 Uhr

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