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Einziger Kandidat fällt durch Hilder scheitert bei MDR-Intendantenwahl


Der MDR-Rundfunkrat hat sich am Monatg gegen Bernd Hilder als neuen Intendanten des Senders entschieden. Der Chefredakteur der "Leipziger Volkszeitung" war als einziger Kandidat ins Rennen gezogen.

Bernd Hilder, Chefredakteur der "Leipziger Volkszeitung", ist bei der Wahl zum neuen MDR-Intendanten gescheitert. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur DPA am Montag aus zuverlässiger Quelle. Im Rundfunkrat bekam der 52-Jährige nicht die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit. Da Hilder ohne Herausforderer ins Rennen ging, muss nun ein neuer Kandidat gesucht werden.

Zwei Tage vor der Wahl hatte die "Magdeburger Volksstimme" berichtet, der Chefredakteur der "Leipziger Volkszeitung" habe sich mehr als ein Jahr vor der Zahlung seiner Rundfunkgebühren gedrückt. Zudem soll Hilder hinter der Frage "Zahlen Sie Rundfunkgebühren?" handschriftlich ein "leider" vermerkt haben. Der Journalist bestritt gegenüber der "Volksstimme" die Echtheit des Dokuments und spekulierte, es handele sich um eine Fälschung.

Vor der Intendantenwahl gab es hinter den Kulissen seit Wochen ein heftiges politisches Gerangel. Am Abend nach der Niederlage Hilders muss der Verwaltungsrat nun über das weitere Verfahren entscheiden. Der Verwaltungsratsvorsitzende Gerd Schuchardt hat für diesen Zeitpunkt eine Sondersitzung des Gremiums einberufen. Die Personalie eilt, denn der neue Intendant soll bereits am 1. November die nachfolge von .

Der künftige Intendant wird zunächst die Affäre um den entlassenen MDR-Unterhaltungschef Udo Foht weiter aufklären müssen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob beim MDR Sendezeit gekauft werden konnte. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft Leipzig gegen sechs Beschuldigte wegen Bestechung, Untreue, Betrugs und Bestechlichkeit.

jwi/DPA DPA

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