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Neuer Anlauf der MDR-Intendantenwahl Wer wird der nächste Kandidat?


Bernd Hilder ist gescheitert: bei der Intendantenwahl bekam er nur 12 von 41 Stimmen. Der MDR sucht einen neuen Nachfolger für den scheidenden Udo Reiter. Wird es Karola Wille, Helfried Spitra oder doch ein ganz anderer?

Wie geht es nun weiter? Nach der gescheiterten Intendantenwahl beim MDR will der Verwaltungsrat auf einer Sondersitzung am 9. Oktober einen neuen Kandidaten wählen. Damit könnte der Rundfunkrat noch vor dem Ausscheiden von Gründungsintendant Udo Reiter (67) Ende Oktober im zweiten Anlauf einen Nachfolger wählen.

Zuvor war Chefredakteur Bernd Hilder (52) von der "Leipziger Volkszeitung" bei der Intendantenwahl im Rundfunkrat unterlegen. Er bekam von den anwesenden 41 Mitgliedern nur zwölf Ja-Stimmen. 29 votierten gegen ihn. Damit steht die fünftgrößte ARD-Anstalt rund einen Monat ohne Nachfolgeregelung da.

Hilder war einziger Kandidat und hatte sich im Verwaltungsrat gegen die stellvertretende MDR-Intendantin Karola Wille und den stellvertretenden WDR-Fernsehdirektor Helfried Spitra durchgesetzt. Ob nun aus den unterlegenen Kandidaten ein neuer Vorschlag gewählt wird oder ob neue Bewerber angehört werden, war zunächst nicht klar. Manche hoffen, dass nun doch noch die stellvertretende Intendantin Karola Wille (52) zum Zuge kommt. Sie war zwar im Verwaltungsrat im vierten Wahlgang Hilder unterlegen.

Sachsens Staatskanzleichef Johannes Beermann (CDU) bedauerte den Ausgang der Wahl. Ein Votum für Hilder hätte dem ursprünglichen Wunsch von Intendant Reiter entsprochen, meinte Beermann. "Die Gremien sind jetzt aufgerufen, eine Lösung zu finden, die den MDR wieder in ein sicheres Fahrwasser bringt", so Beermann zur Nachrichtenagentur dpa.

tmm/DPA DPA

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