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Intendantenwahl von Bernd Hilder gescheitert: MDR, was nun?

Das Votum war eindeutig, eindeutig gegen den Vorschlag des eigenen Verwaltungsrats: Bernd Hilder, Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung, wird nicht der neue Intendant des MDR. Die drängende Frage nach einem Nachfolger für Udo Reiter ist momentan allerdings nicht das einzige Problem der ARD.

Mit diesem niederschmetternden Ergebnis hat keiner gerechnet. Statt der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit hatte der Chefredakteur der "Leipziger Volkszeitung", Bernd Hilder, 52, bei der MDR-Intendantenwahl fast drei Viertel der Rundfunkräte gegen sich. Von 41 Mitgliedern stimmten nur zwölf für ihn, aber 29 dagegen. Damit steht die fünftgrößte ARD-Anstalt rund einen Monat, bevor Gründungsintendant Udo Reiter, 67, in den Ruhestand geht, ohne Nachfolgeregelung da.

In den vergangenen Wochen gab es ein heftiges Gerangel hinter den Kulissen, bei dem Hilder auch persönlich angegriffen wurde. So streuten Gegner negative Gerüchte über Arbeitsvertrag und Dienstwagen. Kurz vor der Wahl bekamen die Medien Mails mit der Betreffzeile: "GEZ-Fragebogen kompromittiert Kandidaten Bernd Hilder." Es sollte der Eindruck erweckt werden, Hilder zahle nur widerwillig Rundfunkgebühren - was für einen Intendanten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verheerend wäre.

Doch wie geht es nun weiter? Der Verwaltungsrat will recht zügig über einen neuen Kandidaten entscheiden, der dann wiederum im Rundfunkrat zur Abstimmung steht. Allerdings wird das bisherige Verfahren Top-Leute von außen kaum zu einer Bewerbung ermuntern.

Traut sich jetzt noch wer von außerhalb?

Manche hoffen, dass nun doch noch die stellvertretende Intendantin Karola Wille, 52, zum Zuge kommt. Sie war zwar im Verwaltungsrat im vierten Wahlgang Hilder unterlegen. Zunächst aber hatte sie mit einer Mehrheit von vier zu drei Stimmen in Führung gelegen. Da dies keine Zwei-Drittel-Mehrheit ergab, wurde die Abstimmung mehrmals wiederholt. Dann schwenkten zwei Verwaltungsräte auf Hilder um, so dass er doch noch die notwendigen fünf der sieben Stimmen erreichte und damit einziger Kandidat für den Rundfunkrat wurde.

Bei den Mitarbeitern ist Wille beliebt. Doch an ihr scheiden sich genau so die Geister, wie an Hilder. Während dem Chefredakteur vorgeworfen wird, er sei CDU-nah und ein Mann der sächsischen Staatskanzlei, heißt es über Wille, sie trage in ihrer verantwortlichen Position als Stellvertreterin Reiters und juristische Direktorin ein gutes Stück Mitverantwortung für die Affären. In jüngster Zeit gab es neben dem Millionenbetrug beim ARD/ZDF-Kinderkanal, bei dem der MDR die Federführung hat, den Skandal um den entlassenen Unterhaltungschef Udo Foht. Dabei geht es letztlich um die Frage, ob beim MDR Sendezeit gekauft werden konnte.

Der MDR wollte in diesen Tagen mit einer neuen und deutlich verjüngten Führungsmannschaft durchstarten. Doch daraus wird nun nichts, erst einmal ist Aufarbeitung angesagt. Hilders Befürworter reagierten nach Auszählung der Stimmen jedenfalls schockiert, manche Gegner triumphierten und machten den Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Johannes Beermann (CDU), für eine politische Einflussnahme verantwortlich, die nun unterbunden worden sei. Aber auch in der CDU gab es hämische Kommentare gegen Hilder.

Zahlen bitte

Für die ARD kommt die Führungskrise beim MDR zu einem schlechten Zeitpunkt. Gerade erst war die ARD-Vorsitzende Monika Piel wegen des angemeldeten Mehrbedarfs bei der Rundfunkgebührenkommission KEF in die Kritik geraten. Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen zusammen (mit ZDF, Deutschlandfunk und Arte) demnach 1,47 Milliarden Euro zusätzlich; gegenwärtig erhalten ARD und ZDF etwa 7,5 Milliarden Euro pro Jahr vom Gebührenzahler.

Mit den Zeitungsverlegern liegt die ARD im Dauerstreit um die kostenlose "Tagesschau"-App, eine Anwendung für Smartphones und Tablet-PCs. Nun wird der Intendant des Hessischen Rundfunks, Helmut Reitze, die Arbeit der ARD-Filmtochter Degeto untersuchen. Dabei will er das Vergabeverfahren sowie sämtliche Produktionsverträge auf den Prüfstand stellen. Der Firma wird vor allem vorgeworfen, zu oft die gleichen Produktionsfirmen beauftragt und zu viele Programme auf Halde zu haben.

Von Rolf Westermann/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.