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Nach TV-Eklat Faisal Kawusi beschimpft Kurt Krömer – und will künftig noch krasser werden

Comedian Faisal Kawusi
Comedian Faisal Kawusi
© Klaus W. Schmidt / Imago Images
Sein Besuch in der Talksendung "Chez Krömer" führte zum Eklat. Nun hat Faisal Kawusi gegen Kurt Krömer nachgetreten - und angekündigt, künftig kein Blatt mehr vor den Mund zu nehmen.

Die Sendung wird erst am 6. Dezember im RBB ausgestrahlt, doch Faisal Kawusis Auftritt bei "Chez Krömer" ist bereits seit vergangener Woche in der ARD-Mediathek abrufbar und schlägt schon jetzt hohe Wellen. Denn es kam in dem auf 30 Minuten angelegten Gespräch zum Eklat: Krömer brach nach 24 Minuten ab und verließ den Raum, ließ seinen Gast allein zurück.

Der hat sich nun in einem dreistündigen Stream auf Twitch zu der Sendung geäußert - und sich bitter über den Moderator beklagt. Er habe bei der Aufzeichnung privat einen schlimmen Tag gehabt, sagt Kawusi (zu sehen ab Minute 12:15). "Und dann kommt dieser H-Sohn und stellt sich hin als Moralapostel." 

Kurt Krömer konfrontierte den Comedian in der Sendung unter anderem mit einem geschmacklosen Spruch über K.O.-Tropfen. Kawusi hatte sich dafür im Nachgang entschuldigt, doch Krömer mochte ihm die Reue nicht recht abnehmen - auch, weil er später erneut einen Witz zu dem Thema gebracht hat. Zudem kritisierte der Moderator einen rassistischen Witz seines Gastes.

Faisal Kawusi fühlt sich von Kurt Krömer missverstanden

Kawusi fühlt sich ungerecht behandelt, das macht er im Laufe des dreistündigen Twitch-Streams mehrmals deutlich. Krömers Verhalten findet er "richtig unkorrekt, richtig schamlos, richtig respektlos, richtig selbstgerecht". Seine Botschaft an den Berliner: "Komm mal runter von deinem Elfenbeinturm." Doch dann wird er richtig gehässig: "Der hat trotzdem Depressionen, trotzdem denkt er jeden Tag mindestens einmal darüber nach, sich umzubringen", ätzt Kawusi. "Diesen Hass, den er gegenüber sich selbst hat, hat er auf mich projiziert."

Ganz schön scharfe Geschütze. Bei den Worten schwingt die Enttäuschung eines einstigen Bewunderers mit. Er sei bis zum Tag der Aufzeichnung Fan gewesen, sagt Kawusi. Jetzt fühlt er sich von Krömer und der Welt missverstanden: "Ich bin der liebste Mensch" - sagt der Krawall-Comedian über sich selbst. Doch er lebe in einer Welt, in der man versuche, einem Menschen aufgrund eines Gags das Leben zu ruinieren.

Faisal Kawusi zieht aus seinen bisherigen Erfahrungen jedoch nicht die Lehre, seine Worte und seine Witze künftig besser abzuwägen. Im Gegenteil: "Dieser Shitstorm hat mir beigebracht zu lernen, dass ich sagen kann, was ich will – aber auch das Echo ertragen muss." Er habe versucht, sich zu erklären, keiner wollte ihn verstehen. Alle hätten nur auf ihn eingetreten. Doch damit sei nun Schluss: "Ich werde in Zukunft kein Blatt mehr vor den Mund nehmen", kündigt der Comedian an (ab 1:38:00).

Verwendete Quellewww.twitch.tv/faisalkawusi_show

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