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Geiseldrama von Gladbeck: Mutter von Silke Bischoff: "Meine Tochter hätte überleben können"

Vor zwei Wochen wurde einer der Täter entlassen: Im stern spricht die Mutter von Silke Bischoff, die vor 30 Jahren beim Geiseldrama von Gladbeck erschossen wurde, über das damalige Versagen der Polizei.

Silke Bischoff wird am am 17. August 1988  von Dieter Degowski bedroht

Der Geiselnehmer Dieter Degowski bedroht am 17. August  1988 Silke Bischoff mit einem Revolver. Hans-Jürgen Rösner und Dieter Degowski hatten am Vortag in Gladbeck-Rentfort eine Bank überfallen und zwei Geiseln genommen. Nach einer spektakulären Verfolgungsjagd über Bremen, wo die Gangster einen Linienbus kaperten, den Niederlanden und Köln, stoppte die Polizei am 18. August auf der Autobahn Richtung Frankfurt am Main die Geiselnehmer mit Waffengewalt. Dabei starb die Geisel Silke Bischoff durch eine Kugel aus Rösners Waffe.

Picture Alliance

Karin R. kennt den ARD-Zweiteiler "Gladbeck" bereits, der das Schicksal ihrer Tochter Silke Bischoff zeigt* (ARD 7. und 8. März; 20.15 Uhr). Die Produktionsfirma Ziegler Film wollte, dass sie ihn vorab sieht. Es sind Bilder, wie sie bedrückender für eine Mutter kaum sein können. Verängstigte Geiseln in einem gekaperten Linienbus, überforderte Polizisten, sensationsgeile Reporter. Und immer wieder: der Revolver am Hals von Silke Bischoff.

Wegen dieser Bilder habe sie früher Albträume gehabt, sagt Karin R. im stern-Interview. "Das muss schlimm gewesen sein für meine Tochter. Doch Silke war tapfer." Heute könne sie mit diesen Szenen umgehen. "Der Film hat mich nicht heruntergedrückt oder deprimiert."

Es begann mit einem Banküberfall in Gladbeck

Am 16. August 1988 überfielen die beiden Gangster Hans-Jürgen Rösner und Dieter Degowski eine Bank-Filiale in Gladbeck. Der Raub schlug fehl, den Tätern gelang es jedoch, ein Fluchtauto und Lösegeld zu erpressen. Szenen der Irrfahrt, auf der die Gangster mehrfach Fahrzeug und Geiseln austauschten, wurden damals live im Fernsehen übertragen. Erst auf der Autobahn bei Bad Honnef beendete ein Einsatzkommando die Flucht gewaltsam - 54 Stunden nach dem Bankraub.

Silke Bischoff starb auf der A3 durch eine Kugel aus Rösners Waffe. Sie war das dritte Opfer: Am Tag zuvor hatte Degowski eine 14-jährige Geisel in den Kopf geschossen. Ein Polizist war bei der Verfolgung verunglückt.

Verzeihen kann Karin R. den Tätern nicht. "Entschuldigt wird nichts", sagt sie, "kein Stück". Dass Dieter Degowski nach Verbüßen der Haftstrafe kürzlich frei gelassen wurde, lässt Karin R. jedoch ungerührt. Sie will sich von den Tätern nicht länger beherrschen lassen. "Ich habe mit Wut und Rachegelüsten abgeschlossen." Und: "Ich musste mich wieder finden. Ich bin stolz darauf, dass ich das hinbekommen habe und das Leben wieder schätzen kann."

Mutter von Silke Bischoff gibt damaligem NRW-Innenminister Mitschuld

Mitschuld am Tod der Tochter gibt Karin R. dem früheren Innenminister von Nordrhein-Westfalen Herbert Schnoor, der den Polizeieinsatz verantwortete. "Die Polizei hat ja nur zugeguckt, als die Gangster aus der Bank raus sind und aus Gladbeck weggefahren sind. Und später wurde auf der Autobahn ohne Rücksicht auf das Leben der Geiseln zugeschlagen. Die haben Krieg gespielt", sagt Karin R. Sie ist überzeugt: "Silke hätte überleben können." Bei dem missglückten Zugriff hatte das SEK damals mehr als 60 Kugeln auf den Fluchtwagen abgefeuert.

Heute denke sie voller Dankbarkeit an ihre Tochter, sagt Karin R. "Für mich ist sie nicht weg. Sie ist immer bei mir. Und wenn ich manchmal noch am Grab weine, dann nicht aus Trauer, sondern aus Dankbarkeit dafür, dass das Bild meiner Tochter für mich lebendig ist."

Das komplette Interview sowie einen großen Report über das Geiseldrama sowie den Umgang der Gesellschaft mit Straftätern und Schuld lesen Sie im aktuellen stern.

Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.