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"Germany's next Topmodel": Marie dominiert im Haifischbecken

Da sage noch mal einer, Fernsehen mache dumm. In der achten Folge von "Germany's next Topmodel" lernten die Models, dass man unter Wasser keine Luft bekommt und Mobbing zum guten Ton gehört. Und Marie durfte etwas über ihre "orale Haltung" erfahren.

Von Mark Stöhr

Heinz Erhardt konnte einiges nicht leiden, doch eines ganz und gar nicht: das Fernsehen. Er schrieb ein Gedicht darüber: "Damit wir sehen, was wir hören / Erfand Herr Braun die Braunschen Röhren. / Wir wär'n Herrn Braun noch mehr verbunden, / Hätt' er was anderes erfunden." Zum Beispiel ein Gerät, das rot aufleuchtet, wenn jemand dazu anhebt, etwas Peinliches zu sagen. So könnte man sich rechtzeitig die Ohren zuhalten und die Augen schließen. Die "Braunsche Möhre" wäre bei Topmodels-Juror Peyman Amin auf dauerrot.

Amin hält sich nicht nur für schön, sondern auch noch für schlau. Wie man sich doch täuschen kann! In der achten Folge von "Germany's next Topmodel" zauberte er aus seiner Fleischmütze eine besonders deplatzierte Formulierung: die "orale Haltung". Die hatte er bei Marie zu bemäkeln. Er hätte auch einfach so etwas sagen können wie: Mädchen, mach mal die Kiefer locker - aber nein: "Dein Problem ist deine orale Haltung." Den Satz hat er wahrscheinlich beim letzten Zahnarztbesuch aufgeschnappt.

Auch die anderen Mädchen bekamen in der vierten Woche in Los Angeles Neues zu hören, denn unsere Dumpfbäckchen mussten diesmal unter Wasser. Das ist ganz schlecht für die Frisur. Vor allem aber fand das Unterwasser-Shooting nicht im beheizten Hotelpool statt, sondern im offenen Meer vor Catalina Island. Darüber waren die Mädchen gar nicht happy. Haie, Algen, polare Kälte. Sara war sich sicher, "wir werden sterben, das meine ich ernst", und wollte den Bikini gegen einen Neopren-Anzug tauschen. Und Sarina stellte fest, dass man unter Wasser keine Luft bekommt.

Der größte Problemeisbär war jedoch Katrina. "Ich bin net zimberlich mit der Kälde", sagte die Fränkin, "aber ich atme auch in drei Metern Diefe durch die Nase." Sie wagte es trotzdem und pflügte wie ein frischgeborenes Rentier durchs Wasser. Das verband sie mit den meisten der verbliebenen zehn Kandidatinnen. Immerhin ist keine ertrunken.

Da sich trotz aller Befürchtungen keine Haie zeigen wollten, verlegten die Nachwuchsmodels das Haifischbecken kurzerhand nach Hause. Das Klum-Camp war schon immer eine Schule für schlechtes Benehmen. In der aktuellen Staffel trägt das Mobbing geradezu ausländerfeindliche Züge. Denn im kollektiven Fokus der Beißereien steht mit Larissa nicht nur ein sehr eigensinniges Persönchen, sondern eben auch eine Österreicherin. Die Mädchen attackieren die 16-Jährige, wo es nur geht. Wer musste beim Ausflug nach Miami allein im Hotel übernachten? Larissa. Wer bekam beim internen Entscheid darüber, wer mit zu einem Casting durfte, die meisten Gegenstimmen? Larissa. Und als sie bei der Chearleader-Challenge krank das Training abbrach, bellte Jessica in die Kamera: "Mit dieser Frau habe ich kein Mitleid. Die geht mir links und rechts am Arsch vorbei." Auch eine Reality-Soap hat irgendwo ihre Grenzen.

Klum und Co. verfolgen das unwürdige Spektakel insgeheim mit Genuss. Heidi Gouvernante spielte es als normales Wettbewerbsverhalten herunter ("Die zicken sich einfach ein bisschen an") und Peyman gab halbherzig die Super-Nanny ("Wir suchen hier nicht 'Germany's next Mobbing Master'"). Der Konflikt bringt der Show noch einen Rest an Zündstoff, den die immergleichen Schwachmaten-Aufgaben schon längst nicht mehr liefern können. Larissa kann sich jedenfalls sicher sein, noch ein paar Runden unbeschadet zu überstehen, bis die Dramaturgie sie ausspuckt. Und Maria kann sich schon mal heimlich ihr Cosmopolitan-Cover basteln. Sie ist die unumstrittene Königin im Camp. Unter Wasser war sie die einzige Meerjungfrau, hielt sich vornehm aus dem Zoff der Zofen heraus und angelte sich den Job als Kampagnengesicht für einen Hersteller von Sonnenbrillen. Sie müsste sich schon beide Beine brechen und mit dem Kopf in den Toaster fallen, um das Rennen noch zu verlieren. Silber wird an Sara gehen, Bronze an Marie, vorausgesetzt, sie bekommt ihre "orale Haltung" in den Griff.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(