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Kommentar zu "Hart aber fair": Der Irrsinn des öffentlich-rechtlichen Gesinnungsterrors

Weil einigen Frauenverbänden eine "Hart aber fair"-Sendung nicht gefiel, wird die Talkshow wiederholt. Mit den selben Gästen. In der Hoffnung, dass diesmal das ideologisch erwünschte Resultat erzielt wird.

Vielleicht fing alles mit dem Ökostrom an. Weil Sido in der Talkshow "Roche und Böhmermann" 2012 bekannte, keinen "sauberen" Strom zu beziehen, unterbrach Jan Böhmermann die Sendung, und begann das Gespräch neu. Der Gangster-Rapper solle seiner Verantwortung gerecht werden und beim zweiten Mal die politisch-korrekte Antwort geben. Doch dazu war Sido nicht bereit, und so befragte Böhmermann in der neu gedrehten Version Charlotte Roche, die brav für Greenpeace-Ökostrom warb. 

Es war nur eine Szene in einer einstündigen Talkshow. Doch beim WDR scheint man daraus gelernt zu haben: Wenn sich einzelne unerwünschte Aussagen korrigieren lassen - dann geht das auch mit einer kompletten Sendung. Und offenbar hält man  die "Hart aber fair"-Sendung vom 2. März 2015, die sich unter dem Titel "Nieder mit den Ampelmännchen - Deutschland im Gleichheitswahn" mit dem Thema Gleichstellung befasste, für dringend korrekturbedürftig.

Kritische Fragen nicht erwünscht

In der Diskussionsrunde haben Gäste Ansichten geäußert, die einigen Frauenverbänden nicht gepasst haben. Das geht natürlich nicht, dass jeder einfach seine Meinung äußern darf! Vor allem aber hat Moderator Frank Plasberg den Frevel begangen, Fragen zu stellen. Ob es denn sinnvoll sei, für eine Millionen Euro das Studentenwerk in Studierendenwerk umzubenennen. Er habe Geschlechterforschung und Gleichstellungspolitik lächerlich gemacht, lautet nun der Vorwurf. Auch weil er die schlichte Tatsache erwähnt hat, dass 180 von 190 Professuren für  Geschlechterforschung mit Frauen besetzt sind. 

Die Lehre daraus: Was politisch nicht erwünscht ist, ob Meinung, Fakt oder bloß eine kritische Nachfrage, muss eliminiert werden. Folgerichtig empfahl der WDR-Programmausschuss, die Sendung aus der Mediathek zu entfernen. Mehr noch: Damit der Zuschauer die politisch unerwünschte Sendung schnell vergisst, wird sie einfach noch einmal neu gedreht. Mit den gleichen Gästen. In der Hoffnung, dass sie beim zweiten Mal das Korrekte sagen. Und der Moderator die Sendung in die von den Frauenverbänden gewünschte Richtung lenkt.

Genau so hat das Jan Böhmermann seinerzeit schließlich auch gemacht. Es gibt da nur einen klitzekleinen Unterscheid: Es war natürlich ein Witz, Böhmermann hat seine Gäste bloß gefoppt. Selbstverständlich wurden keine unliebsamen Kommentare aus der Sendung entfernt, wurde hier nichts neu gedreht, um eine erwünschte Aussage zu erzwingen. Vielmehr hat der Entertainer auf ZDF-Kultur mal kurz vorexerziert, wie öffentlich-rechtlicher Tugend- und Gesinnungsterror aussehen könnte.
Dass der WDR  drei Jahre später diesen aufklärerisch gedachten Einfall nun zur rigorosen Durchsetzung einer politisch-korrekten Linie missbrauchen wird - das hätte er sich damals wohl nicht träumen lassen.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.