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Henry Maske wieder Schauspieler Ehemaliger Box-Champion hilft den "Pfefferkörnern"


Ihr Hauptquartier haben die jungen Detektive in der Hamburger Speicherstadt: Seit Jahren lösen die "Pfefferkörner" in der gleichnamigen TV-Serie Kriminalfälle - diesmal gemeinsam mit Ex-Boxprofi Henry Maske.

Der ehemalige Boxchampion Henry Maske und die "Pfefferkörner"-Kinder neben ihm haben so manches gemeinsam. Als der 48-Jährige am Dienstag für die Hamburger TV-Kinderserie "Die Pfefferkörner" vor der Kamera stand, sah er eine Parallele zu seinem früheren Sport auf jeden Fall im Warten. Das müsse man beim Boxen ebenso wie beim Drehen. Und auch in Sachen Erfolg können die jungen Detektive mit der Boxlegende mithalten: Bereits 1999 flimmerte die erste Folge der Krimiserie über den Bildschirm - solch eine lange Laufzeit schaffen nur wenige Kinderformate im Fernsehen.

Es ist die 115. Folge, für die sich die jungen Detektive aus der Hamburger Speicherstadt Henry Maske als schlagkräftige und prominente Hilfe geholt haben. Für die Episode "Ein Fall für den Gentleman" begab sich der Gentleman-Boxer sogar in seinen einstigen Konkurrenz-Boxstall Universum. Maske spielte sich selbst, stieg allerdings nicht in den Ring. Eine wichtige Rolle war ihm, der für seine Hauptrolle in der Filmbiografie über Max Schmeling (2010) vernichtende Kritiken erntete, aber bei seinem erneuten Filmausflug gewiss: Erst sein Auftritt bringt in dem neuen Fall die ganze Wahrheit ans Licht.

Im Film verschwinden mehr als 1000 Euro aus der Spendenkasse der Schule. Schnell finden die "Pfefferkörner" heraus, dass die Spur zu einem Boxstall und zum Vater einer Schülerin führt - einem ehemaligen Profiboxer. Doch während für Maske nur ein Drehtag auf dem Programm stand, drehen die "Pfefferkörner"-Kinder insgesamt 13 neue Folgen für die bereits neunte Staffel. Es gehe um Themen wie Cybermobbing, Teeschmuggel, Diebstahl und Drogen, kündigten die Macher an. Zu sehen sein sollen die Geschichten von Mitte Oktober an im "Ersten" - zuvor gibt es eine Woche lang die Premiere im KiKA.

Alle paar Jahre neue "Pfefferkörner"

Dass die nunmehr fünfte "Pfefferkörner"-Generation inzwischen am Start ist, sei ein großer Erfolg, betonte ARD-Sprecher Bernhard Möllmann. "Es gibt wenige Kinderserien, die sich so viele Jahre gehalten haben." Zwar ist es immer noch eine "Ur-Hamburger Serie" - die Filme über die jungen Spürnasen, die sich nach der Schule auf dem Dachboden eines Gewürzlagers treffen, werden aber auch längst ins Ausland verkauft. "Hochwertige Kinderserien im Fiction-Bereich setzen sich schon noch ab gegenüber anderen Produktionen", sagte Produzentin Kerstin Ramcke von Studio Hamburg einmal.

Wie jede Kinderproduktion stellt auch diese die Macher vor besondere Herausforderungen, etwa in der Logistik und Organisation, aber auch angesichts der strengen Regelungen für die Arbeitszeiten der Kinder. "Ein Problem ist natürlich auch, dass die Kinder ja eben auch älter werden", erklärte Möllmann. "Jungs kommen in den Stimmbruch, Mädchen werden junge Frauen." Alle paar Jahre müssen die Macher deshalb neue "Pfefferkörner" suchen - Hunderte Kinder bewerben sich dann für die begehrten Rollen.

Zum neuen Team, das diesmal aus vier "Pfefferkörnern" besteht, gehören neben Emma Krogmann (gespielt von Aurelia Stern), die den Fernsehzuschauern bereits aus der 7. und 8. Staffel bekannt ist, der Klassenneuzugang Nina (Carolin Garnier), Kiezjunge Max (Bruno Alexander) und Henri (Sammy O'Leary), der kleine, freche Neffe von Pastor Jan. Gedreht wird hauptsächlich in den Ferien - wie jetzt. Möllmann: "Die schulischen Leistungen sollen ja auch weiterhin stimmen."

Dorit Koch, DPA DPA

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