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"Willkommen Österreich": Ibiza-Parodie: Österreichische Satiriker wollen ORF verkaufen und den "Tatort" übernehmen

In der österreichischen Late-Night-Show "Willkommen Österreich" nahmen sich die Satiriker Stermann und Grissemann des Strache-Videos an. Dabei verkauften sie nicht nur den ORF.

Stermann und Grissemann parodieren das Strache-Video

"A b'soffene G'schicht": Stermann und Grissemann wollten den ORF verkaufen.

Der österreichische Politskandal rund um den ehemaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat längst auch außerhalb von Österreich hohe Wellen geschlagen. Zahlreiche TV-Diskussionsrunden konzentrierten sich in den vergangen Tagen auf die Ibiza-Affäre. Das öffentliche Interesse ist enorm. Grund genug für die beiden Satiriker Stermann und Grissemann, die spanische Finca kurzerhand ins ORF-Studio zu verlagern und die absurden Szenen nachzustellen. Eine "b’soffene G’schicht" in typischer Manier der Satiresendung "Willkommen Österreich".

Stermann und Grissemann are going to Ibiza

Die Wiener Band Russkaja eröffnete die Show am Dienstagabend mit einem Cover von "We're going to Ibiza" von den Vengaboys. Der Song stimmte schon einmal auf den Rest der Sendung ein. Straches Skandal Video bestimmte den Abend. Nach einer kurzen Anmoderation und einem sarkastischen Wochenrückblick auf das österreichische Polit-Erdbeben verschwanden Stermann und Grissemann in einem Nebenzimmer. Die beiden fanden sich in einer Finca-ähnlichen Kulisse wieder. Wodka-Flaschen und Red-Bull am Tisch und wie im echten Ibiza-Video eine Frau, die Gudenus' Ehefrau sein sollte, mit verpixeltem Gesicht und kurzem Rock.

Im Video: Dieser Mitschnitt hat die österreichische Staatskrise ausgelöst und Strache zu Fall gebracht 

Der ehemalige österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache spricht in einer Villa auf Ibiza mit der angeblichen Nichte eines russischen Oligarchen über Parteispenden, die Übernahme der Kronen Zeitung und die Vergabe von Staatsaufträgen.

Grissemann gab im weit ausgeschnittenem Shirt und Zigarette rauchend den Strache. Mit übertriebenen Hand-Gestiken artikulierte er seine Gedanken: "Also wenn sie den ORF übernimmt, wenn sie uns pusht, ... ja wenn sie uns pusht..." Dabei schaute er immer wieder zu seinem Companion Gudenus, gespielt von Stermann. Dieser übersetzte in pseudo-russisch an die vermeintliche Oligarchen-Nichte. Stermann schwadronierte über die Übernahme des öffentlich rechtlichen Rundfunks, TV-Journalist Armin Wolf sollte demnach den ORF verlassen. Auch den "Tatort" wollten die beiden übernehmen: "'Tatort' musst du ihr übersetzen, zeig's ihr bitte", bat Grissemann seinen Kollegen. Dieser stand sofort auf und ahmte mit seinen Händen eine Schießbewegung nach. Angelehnt an die Szene des originalen Ibiza-Videos, in der Gudenus mit seinen Armen eine Waffe imitierte. 

Zum Schluss wurde noch anstatt über die Journalisten, das Publikum hergezogen: "Das sind alles Huren, ihr wisst's ja eh was ich mein." - "Wir sehen uns dann später beim Bumsen, ja?" Verabschiedeten sich die beiden von den Frauen und kehrten wieder zurück ins Studio. 

Die ganze Sendung gibt es hier.

Regierungskrise in Österreich: Strache-Affäre: Die Chronik des Skandals
ag