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ZDF-Serie in New York geehrt: And the Emmy goes to "Unsere Mütter, unsere Väter"

Der International Emmy mag der kleinere Ableger der US-Variante sein, deutsches Unterhaltungsfernsehen wurde dennoch hoch gelobt: Die Serie "Unsere Mütter, unsere Väter" wurde mit einem Award geehrt.

Vor Seigesfreude in die Luft gegangen: der Cast des ZDF-Dreiteilers "Unsere Mütter, unsere Väter" bei der Verleihung des International Emmys

Vor Seigesfreude in die Luft gegangen: der Cast des ZDF-Dreiteilers "Unsere Mütter, unsere Väter" bei der Verleihung des International Emmys

Die Miniserie "Unsere Mütter, unsere Väter" hatte erst hier in Deutschland und dann auch in anderen europäischen Ländern für Aufsehen gesorgt: Jetzt ist sie auch in den USA ausgezeichnet worden. Der ZDF-Dreiteiler gewann am Montagabend in New York einen International Emmy. Die Serie über die Schicksale junger Leute im Zweiten Weltkrieg setzte sich damit gegen Produktionen aus Brasilien, Japan und Großbritannien durch. Kein Glück hatte hingegen die deutsche Dokumentation "Wagnerwahn".

In den drei Mal 90 Minuten werden die Erlebnisse von fünf jungen Leuten erzählt, die beispielhaft für die damalige Zeit gewesen sein sollen. Im Ausland wurde kritisiert, dass die Serie zu wenig differenziere und die Deutschen vor allem als Opfer und weniger als Täter darstelle.

Unter den US-Zuschauern erfreut sich die Serie aber nicht so großer Beliebtheit. Der Dreiteiler war Anfang 2014 als "Generation War" in den USA im Kino zu sehen, lief allerdings nur in ganzen sieben Filmtheatern. Dabei spielte er knapp 92.000 Dollar ein, was für amerikanische Verhältnisse fast nicht erwähnenswert ist. Die Serie kann in den USA auch beim Streamingdienst Netflix gesehen werden, wo sie von den Zuschauern keine guten Bewertungen bekam.

Gemischte Kritiken aus New York

Auch die Meinung der Kritiker über "Unsere Mütter, unsere Väter" könnte höchstens als gemischt bezeichnet werden. Das Magazin "The New Yorker" schrieb immerhin, die Produktion sei #link;http://www.newyorker.com/magazine/2014/02/03/ordinary-people-3;"vielleicht hölzern, aber nie langweilig. Einmal angefangen, kann man nicht aufhören".# Doch die "New York Times", auch mit der Geschichte des eigenen Landes stets kritisch, überschrieb ihren Artikel mit #link;http://www.nytimes.com/2014/01/15/movies/generation-war-adds-a-glow-to-a-german-era.html?_r=0;"Geschichtsstunde, retuschiert"#: Der Film "stellt zumindest zum Teil wieder die Auffassung her, dass die einfachen Deutschen von den Nazis verführt wurden und keine Ahnung von ihren Verbrechen hatten."

Im Gegensatz zur Weltkriegsserie ging die deutsche Dokumentation "Wagnerwahn - Mythos und Machenschaften des Richard Wagner" bei den International Emmys leer aus. Statt der deutschen Produktion wurde die kanadische Reportage "The Exhibition" ausgezeichnet. Darin geht es um einen Bauern, der wegen 26-fachen Mordes verurteilt wurde, und den Versuch einer Künstlerin, eine Ausstellung mit den Bildern der Mordopfer zu organisieren.

Die International Emmys sind der weltweite Ableger des wichtigsten Fernsehpreises der Welt. Auch die für nichtamerikanische Produktionen vergebenen Preise sind sehr begehrt, haben aber nicht annähernd den Glanz der in Los Angeles vergebenen US-Preise.

awö/DPA / DPA