Die Serie „Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette“ beginnt da, wo alles endete: am Abend des 16. Juli 1999. Der Präsidentensohn und seine Frau, gespielt von Paul Anthony Kelly und Sarah Pidgeon, stehen auf dem Rollfeld des Essex County Flughafens in New Jersey. Die beiden versöhnen sich nach einem Streit. Er freut sich, dass sie entschieden hat, mitzukommen. Das Paar plant, die Hochzeit von Kennedys Cousin Rory Kennedy in Hyannis Port, Massachusetts, zu besuchen. Vorher wollen sie noch Carolyns Schwester, Lauren Bessette, in Martha’s Vineyard absetzen. Sie werden nie dort ankommen.
Jetzt ist die letzte Folge von „Love Story“ erschienen, die Show hat das Interesse an dem berühmten Paar neu entfacht und den Hype um die 90er-Jahre angefeuert. Schon jetzt gilt sie als die meistgesehene Miniserie überhaupt auf Disney+ und dem dazugehörigen Streamer Hulu. Allein die ersten fünf Folgen über die Liebesgeschichte von JFK Jr. und Bessette kamen innerhalb von kürzester Zeit auf 25 Millionen gestreamte Stunden. Ihre Geschichte berührt bis heute – auch, wegen ihres tragischen Ausgangs.
John F. Kennedy Jr. wollte unbedingt allein fliegen
Die drei bestiegen damals ein einmotoriges Leichtflugzeug, Typ „Piper Saratoga“, Kennedy Jr. nahm persönlich auf dem Pilotensessel Platz. Wie „People“ berichtet, hatte er darauf bestanden, allein zu fliegen, ohne seinen Fluglehrer Bob Merano an Bord. „Er wollte es allein machen“, habe dieser ausgesagt.
Kennedy war darauf trainiert, nach Sicht zu fliegen, ließ sich gerade im Fliegen nach Instrumenten ausbilden. Doch die Maschine hob später als geplant ab, um 20:39 Uhr, und geriet schnell in die Dunkelheit bei zunehmend schlechter Witterung. „Die Wetterbedingungen entsprachen zwar formal den Sichtflugregeln (VFR), obwohl es diesig war“, zitiert „People“ einen Flugexperten. „Aber sobald er auf den schwarzen Ozean mit einer Sichtweite von drei bis fünf Meilen im Dunst hinausflog, galten praktisch Instrumentenflugregeln (IFR) – das heißt, man muss die Instrumente ständig im Blick behalten, um einen sicheren und stabilen Flug zu gewährleisten.“
Doch John F. Kennedy Jr. verlor offenbar kurz vor der Küste von Martha’s Vineyard die Orientierung. Und dann ging alles sehr schnell: Innerhalb weniger Sekunden sei die Maschine spiralförmig ins Meer gestürzt, Kennedy konnte noch nicht einmal mehr einen Notruf absetzen. Alle drei Insassen starben bei dem Unglück. Der Fluch der Kennedys – er hatte erneut zugeschlagen.
Erst fünf Tage später wurden die Leichen von Carolyn Bessette Kennedy und ihrer Schwester geborgen, die von John F. Kennedy Jr. war bereits in der Nacht zuvor von Tauchern entdeckt worden.