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Netz-Nachlese zu "Das Duell um die Welt": Die Nacht der Seekuh

Joachim Winterscheidt hat das "Duell um die Welt" gewonnen. Im Internet hat aber vor allem ein dicker Meeressäuger viele Fans gewonnen - und der Sender ProSieben Sympathisanten verloren.

Dugongs sind Vegetarier und harmlos - Klaas hat es am Samstag beim "Duell um die Welt" trotzdem geschafft, Joko mit den Tieren mächtig Angst zu machen

Dugongs sind Vegetarier und harmlos - Klaas hat es am Samstag beim "Duell um die Welt" trotzdem geschafft, Joko mit den Tieren mächtig Angst zu machen

Oha, Joachim Winterscheidt hat Angst. Kein Wunder, schließlich haben ihm ein Wissenschaftler, ein Arzt und das restliche Team mit ernsten Gesichtern versichert, dass die von seinem Kontrahenten Klaas Heufer-Umlauf gestellte Aufgabe ihn in große Gefahr bringt. "Das hat nichts mit Überwindung zu tun, das ist einfach nur kran", sagt er wütend. Um einen Punkt in der in der Fernsehshow "Joko gegen Klaas - das Duell um die Welt" zu holen, soll Joko ein Selfie mit einem Unterwasser-Monster machen. "Mal gucken, ob das W in Winterscheidt wirklich für Mut steht", sagt Klaas und lacht hämisch.

Denn was der 35-jährige nicht weiß: Klaas veräppelt ihn gehörig. Das vermeintlich bösartige Dugong ist vielen besser als Seekuh bekannt, ein sanftes Meerestier, das friedlich Seegras mampft - und die Nutzer bei Twitter und Facebook verzückt.

Dort war die Resonanz auf die Sendung groß. Bei dem Kurznachrichtendienst schaffte es der Hashtag #jokogegenklaas auf den ersten Platz der am Trending Topics. Die Nutzer witzeln mit den beiden Komikern um die Wette und fiebern bei den Spielen mit.

Außer über Seekühe freuten sich die Zuschauer in den sozialen Netzwerken auch über das Wiedersehen mit Bekannten aus früheren Sendungen: Koni, der Hupenmusiker ist schon Mal bei "Circus Halligalli" aufgetreten, die Teams für das finale Elfmeterschießen bilden Bekannte aus vorangegangenen Folgen.

Auch Klaas' Aufgabe, in Venezuela eine Stunde auf einem Portaledge zu verbringen, einer wackeligen Liege, die an einer Steilwand hängt, weckt Erinnerungen. Denn im vergangenen Jahr war der unter Höhenangst leidende Joko in Österreich bei genau so einer Aufgabe in Panik geraten.

Während die Spiele und das Konzept der Sendung gut ankommen, ärgern sich viele wegen der häufigen und langen Werbepausen über den Sender ProSieben. Während der fast dreieinhalb Stunden dauernden Sendung seien 54 Minuten Werbung gesendet worden, schreibt ein Nutzer.

Als Joko sich an der Schulter verletzt wird die Behandlungspause mit Werbung überbrückt - weniger als zehn Minuten nach dem vorherigen Werbeblock. Neben Mitleidsbekundungen und Genesungswünschen für den Verletzten lästern Nutzer über die neue Unterbrechung.

Von den vielen Werbespots fühlen sich viele Nutzer sogar um Länder betrogen. In der letzten Sendung in diesem Jahr besuchten die Kontrahenten jeder nur zwei Länder. Klaas fuhr nach Venezuela und Papua Neuginea, Yoko in die Schweiz und nach Ägypten. In den vorherigen Sendungen standen noch je drei bis vier Länder pro Spieler auf dem Plan.

haw