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TV-Kritik

"Der Bachelor": Krawall beim Bachelor: "Ich würd' mir grad am liebsten fünf Zigaretten in die Fresse reinschieben!"

Nach einem recht harmonischen Start der bisherigen "Bachelor"-Staffel wird’s in Woche vier endlich dramatisch. Weil Jenni mit Andrej knutschen darf, bricht in der Ladys-Villa der absolute Irrsinn aus. Das ist wunderbar unterhaltsam.

Der Bachelor-Kandidatinnen

Danke, RTL. Danke für viele Dinge. Erstens: In die vierte Bachelor-Folge dieser Staffel starten wir dieses Mal nicht mit einem pseudo-tiefgründigen Monolog des halbnackten Andrej, sondern direkt mit Action. Das kommt unserer knappen Aufmerksamkeitsspanne ja entgegen. Zweitens: Wir bekommen endlich Drama. Jede Menge Drama. Und drittens: Auch der Bachelor hat wohl den guten Rat bekommen, mal ein bisschen auf die romantische Tube zu drücken. So nett Andrej auch ist (ja, immer noch, sorry), langweilen wollen wir uns ja auch nicht, ne?

In der mexikanischen Villa, in der inzwischen "nur" noch 13 Damen um die Gunst des Profi-Basketballers ringen, herrscht Ungeduld. "Verdammter Mist, wann kommt mein Einzeldate?", rauft sich etwa die latent wahnsinnige Christina die Haare. Und die schwäbische Montiererin Nadine malt sich schon sehnsüchtig diverse Traum-Dates mit dem Bachelor aus: "Delfinschwimmen würd‘ mich reizen. Ein bisschen mit dem Luftg’wehr schießen tät‘ mir gefallen." Ah … okay. Romantisches Rumballern, warum nicht? Auf unserer Liste mit Dingen, die wir den Ladys nicht in die Hand drücken würden, stehen Luftgewehre allerdings ziemlich weit oben.

Nadine

Bei Nadine liegen die Nerven blank: Sticht Jenni sie etwa aus?

Der Bachelor legt es auf Körperkontakt an

Als schließlich eine Botschaft vom Bachelor in der Villa eintrudelt, ist dann jedoch Claudia diejenige, die zum Einzeldate eingeladen wird. Und ja, auch wir müssen kurz überlegen, wer jetzt nochmal Claudia war. Wissen Sie, woran das liegt? Weil sie am ersten Abend die Haare nach hinten frisiert hatte und so zwischen den ganzen Langhaarmädchen etwas hervorstach. Hat sie die brünette Haarpracht offen rumbaumeln, sieht sie direkt aus wie alle anderen. Zur Erinnerung: Sie war die mit den sehr blauen Augen.

Andrej hat die Flugbegleiterin für ein echtes Action-Date ausgewählt: Gemeinsam wollen sie in einem Canyon auf einer Art Bungee-Riesenschaukel herumbaumeln. Waghalsig. Angenehmerweise bleiben Gezicke, Gezitter und Gekreische aus. Stattdessen neckt die, selbst sichtlich nervöse, Brünette Andrej noch: "Du hast schon ‘n bisschen Schiss, oder?" Der entgegnet tapfer: "Nee, Respekt!" Kurz vor dem Absprung, eng aneinandergeschmiegt, fragen sich beide: "Was machen wir hier?" Dann lassen sie sich in die Tiefe stürzen und finden es ziemlich lustig.

Obwohl zwischen Claudia und Andrej in der Show bisher noch nicht besonders viel Kontakt bestand, legt der Bachelor es durchaus auf Körperkontakt an. Beim Bungeesprung gibt es viel Umarmerei, beim darauffolgenden Dinner streichelt er gedankenverloren Claudias Ellenbogen. Eigentlich ja gar nicht seine Art. Aber Claudia kommt tatsächlich ziemlich sympathisch rüber - und dürfte optisch ziemlich exakt Andrejs Beuteschema entsprechen.

Die übrigen Ladys verfallen ins Kleinkindalter

Beim Essen erzählt sie ihm dann von einer verkorksten Ex-Beziehung, in der es viele Lügen gegeben habe. "Hast du Kinder?", fragt sie ihn. "Kinder?" Andrej ist überrascht. "Nee." Claudia hebt vielsagend eine Braue: "Seitdem frage ich immer!" Offenbar hat der Ex ihr damals etwas nicht ganz Unwichtiges verschwiegen. Unangenehm. Ein bisschen, aber nur ein bisschen, unangenehm ist auch Andrejs Fazit des Dates: "Wenn sie sich warmgespielt hat, kann das noch auf eine sehr, sehr gute Ebene kommen", sagt er. Als ginge es um den Neuen im Basketball-Team.

Naja. Wechseln wir dann jetzt mal zum Wahnsinn in der Villa: Dort verfallen die übrigen Ladys ins Kleinkindalter und verkleiden sich zum Spaß. Also: Ein paar von ihnen schlüpfen in ihre Partykleider und behaupten, sie wären zu einem spontanen Date mit Andrej geladen. Ist natürlich Unfug. Sie tanzen bloß motivationslos am Pool und lösen ihre Scharade schon nach fünf Minuten wieder auf. Herzlich sinnlose Aktion. Der Rest der Gruppe guckt, zu Recht, irritiert. Ein Fehler: Die Aufgebrezelten werfen den Unaufgebrezelten daraufhin vor, ihnen das völlig imaginäre Date nicht gegönnt zu haben.

So viel Langeweile muss man erstmal haben, dass man sogar Streit erfindet, um sich zu entertainen. Besonders Christina, die verrückte Hannoveranerin (eine der Aufgebrezelten) hackt auf die arme Nathalia (eine der Unaufgebrezelten) ein. "Weil sie halt ‘nen anderen Blick hatte." Gruselig? Ja. Noch gruseliger: Wenn Christina die völlig verwirrte und gerade noch wüst angezickte Nathalia plötzlich umarmt (!) und ihr sagt, dass ja jetzt alles wieder gut sei und sie den selbsterfundenen (!) Konflikt großmütig vergeben würde.

In dieser Umarmung muss einem zumute sein wie dem Kaninchen, dem sich gerade eine Python um den Hals schlingt. Arme Nathalia. Starr und ratlos steht sie da, und dann säuselt Christina auch noch: "Du darfst mich jetzt auch in den Arm nehmen, ich beiße nicht!" Vermutlich hackt sie einem nur unvermittelt von hinten einen Dolch in den Rücken. "Hier wird man irre", sagt Cecilia auf der Terrasse, und sie hat vermutlich recht.

Nadine klagt ihr Leid

Und das Drama klingt nicht ab. Am Tag drauf geht der Bachelor mit einer Gruppe Damen Basketball spielen. Mit dabei sind die sportliche Jennifer und auch Schwäbin Nadine. Mit letzterer zieht sich Andrej zwischendrin kurz an den Spielfeldrand zurück, um sie zu fragen, ob sie noch Spaß an der Show habe. Nadine glaubt, es sei eine gute Idee, ein bisschen rumzudrucksen und keine klaren Antworten zu geben. Ein Fehler. Denn da kommt Jenni und macht eine Ansage: "So, reicht jetzt, wir tauschen."

Nadine hätte sagen können: "Spinnst du, Alte? Verzieh‘ dich!" Macht sie aber nicht. Sie zuckt mit den Schultern, steht auf und überlässt Jenni ihren Platz. Wer daraus aber schlussfolgert, Nadine sei cool mit Jennifers recht rüpelhaftem Date-Crash, irrt gewaltig. Kaum aus der Hörweite des Bachelors, kotzt die blonde Schwäbin sich bei ihren Konkurrentinnen aus. Sie ist sauer: "Ich würd mir grad am liebsten fünf Zigaretten in die Fresse reinschieben!" Fünf! Ei weh. Andrej bekommt übrigens mit, dass sich da bei den Damen etwas zusammenbraut. "Bin mal gespannt, wer da anfängt, gegen die anderen zu schießen", sinniert er. Schießen … wenn er wüsste, was Nadines liebstes Hobby ist!

Und wir sind noch nicht fertig mit Nadine. Sie auch nicht mit uns. Oder mit Jenni. In der Villa schluchzt sie vor lauter Empörung herzzerreißend, fragt dann in die Runde: "Wer möchte meine Erklärung wissen, warum ich jetzt geweint habe?" Das blondierte Hyaluronschnäbelchen Jade wollte jedenfalls gerade eigentlich Salat machen, aber wo Nadine so dezent auf ihr Leid hinweist, hören ihr eben alle kurz zu und heucheln Mitgefühl.

Jenni bekommt eine Vorab-Rose

Während die Schwäbin der Konkurrenz all das erzählt, was wir Ihnen gerade schon erzählt haben, vergnügen sich Andrej und – ja – die vieldiskutierte Jenni bei einem Einzeldate. Vielleicht müssen wir kurz über Jenni sprechen. Erst fanden wir sie gut. Dann fanden wir sie nervig. In dieser Folge fanden wir sie auch erst nervig. Aber jetzt finden wir sie wieder gut. Im Vergleich zu Nadine und Christina wirkt die hübsche Brünette gar nicht mal so verrückt, und mit Andrej hat sie offenbar wirklich einen Draht. Dass sie ein bisschen Tempo macht, spricht ja in einer Show wie dieser nicht unbedingt gegen sie.

Es folgt der romantischste Moment der Folge: Als Jenni und Andrej auf dem Sofa kuscheln, legt sie seine Hand auf ihre Brüs… ihr Herz. Das klopft. Und Andrej sieht das als Zeichen, dass es ihr ernst sein muss mit der Suche nach der wahren Liebe. Beide sehen sich tief in die Augen.

DANN MACHT ANDREJ ETWAS SEHR SYMPATHISCHES. Er dreht sich kurz um, nur ein Blick über die Schulter in Richtung Kameramann. Und der Blick möchte eigentlich sagen: Geh weg, das ist privat, ich wäre gerade echt gern allein mit dieser Person. Aber wir sind hier nicht auf dem Ponyhof (das war letzte Folge) sondern beim "Bachelor". Und da hält die Kamera natürlich immer voll druff. Und so sehen wir die beiden alsdann zärtlich rumknutschen. Irgendwie süß. "Am Ende des Tages hat sie mich jetzt klargemacht. Aber ist egal“, sagt Andrej und grinst. Weil Jenni in seiner mentalen Rangliste jetzt auf Platz eins steht, wie er verrät, bekommt sie auch gleich noch eine Vorab-Rose.

"Ja, is‘ doch schön. Gut", sagt Nadine, als sie sehr spät am Abend in der Villa erfährt, wie erfolgreich Jennis Date verlaufen ist. Was sie meint: "Schlaf‘ ab jetzt mit offenen Augen, du Flittchen!" Und als die Schwäbin hört, dass Jenni es sogar gewagt hat, sich bei Andrej für ihren Date-Crash zu entschuldigen, rastet sie völlig aus. "Scheiße", sei das gewesen, zürnt sie. "Hinterfotzig" außerdem, und es habe sie selbst "in ein schlechtes Licht gerückt". Absichtlich, natürlich.

Dieses Mal geht keine Frau freiwillig

Nein, da kommen wir nicht ganz mit. Jenni auch nicht. "Dass ich mich entschuldige, ist scheiße?", fragt sie verblüfft. Und später etwas hilflos: "Das macht überhaupt keinen Sinn!" So ist es, Jenni, finden wir uns doch einfach damit ab. Cecilia hat da am Anfang dieses Textes etwas sehr Kluges gesagt.

Zum Abrunden der Folge geht Andrej am folgenden Tag noch Salsa mit all jenen Damen tanzen, die bisher nicht das Vergnügen eines Gruppendates hatten. Aber nach der Knutscherei mit Jenni wird daraus eine recht fade Veranstaltung. Ein bisschen lustig ist höchstens Ernestine, die ihm eifrig versichert, dass sie "sehr flexibel" sei und sich in Beziehungen total gut auf ihren jeweiligen Partner einstellen könne. Außerdem nennt sie Andrej fragwürdigerweise "Karamellbärchen" (wegen seiner Hautfarbe) und plappert allerlei putzigen Unsinn.

Und dann ist schon wieder Nacht der Rosen. Spoiler: Dieses Mal geht keine Frau freiwillig. Im Gegenteil, der Konkurrenzkampf ist endlich entbrannt. Schwäbin Nadine nimmt ihn allerdings vielleicht ein klein wenig zu ernst. Zuerst bittet sie Andrej endlich um ein ausführliches Einzelgespräch, das er ihr gewährt, das aber eher belanglos verläuft. Ihrer Kumpanin Steffi erklärt sie dann später eifrig, Jenni würde sie unterschätzen. "Die Alte legt sich mit der Falschen an! Wenn sie mir eben dazwischen gecrasht wäre, hätte ich sie direkt mit ’nem Kopfschuss getötet!" Öhm - wie bitte?

Die hagere Kimberley geht leer aus

Andrej hat diese irrwitzigen Aussagen nicht gehört, deshalb wählt er Nadine bei der anschließenden Rosenvergabe eine Runde weiter. Fehler, junge, Fehler! Auch Jade bekommt eine Rose. "Ich muss immer lachen, wenn ich dich sehe", erklärt der Bachelor seine Wahl. Müssen wir auch manchmal, aber ob das ein Kompliment ist … mmmmmh. Natürlich ist auch Claudia safe, Jenni ja sowieso. Als die Blümchen knapper werden, sorgt sich Hannoveranerin Christina: "Manchmal hab ich das Gefühl, dass er eher vor mir wegläuft!" Wäre Andrej schlau – oder könnte er sehen, was in der Damenvilla so abgeht – würde er das tun, meine Liebe. So aber bekommt sie schließlich eine Rose. Leer gehen die hagere Kimberley mit der riesigen Hipsterbrille und der blonde Disco-Zwilling Sina (die in der letzten Folge neu dazukam) aus. Beides keine großen Verluste. Hand in Hand stakseln sie auf zu hohen Hacken für immer aus der Show.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.