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Meinung

ZDF-Moderator: Markus Lanz nervt, aber "Markus Lanz" wird unterschätzt. Eine Verteidigung

Über Moderator Markus Lanz wird regelmäßig Häme ausgeschüttet. Seine ZDF-Talkshow "Markus Lanz" aber sorgt immer wieder für besondere Momente. 

Markus Lanz

ZDF-Moderator Markus Lanz muss oft viel Spott ertragen

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Sich über Markus Lanz lustig zu machen, das gehört zum guten Ton der TV-Kritik in Deutschland. Nicht nur in den Medien hat der Moderator einen schweren Stand, auch unter den Fernsehzuschauern gibt es augenscheinlich viele Gegner: Hunderttausende unterschrieben 2014 die Online-Petition "Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!", nachdem Lanz die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht in seiner Talkshow ungerecht behandelt haben sollte. Für seine "Wetten, dass ..."-Moderationen – eine denkbar undankbare Aufgabe als Nachfolger von Thomas Gottschalk – musste Lanz ebenfalls viel Kritik einstecken.

"Markus Lanz": Die Talkshow ist besser als der Ruf des Moderators

Bei jeder sich bietenden Gelegenheit wird in den Medien und den sozialen Netzwerken Häme über dem 50-Jährigen ausgeschüttet. Über die Qualitäten von Markus Lanz als Moderator kann man streiten. Darüber wird aber oft vergessen: Seine Talkshow ist ein Format, wie man es im deutschen Fernsehen nur ganz selten findet. Oder vielleicht auch gar nicht.

In der Sendung "Markus Lanz" empfängt der gebürtige Südtiroler seit mehr als zehn Jahren mehrmals in der Woche Politiker, Prominente und Menschen mit interessanten Geschichten zum Gespräch. Und ja, es gibt viele Gründe, sich von der Art und Weise, wie Lanz diese Gespräche führt, unangenehm berührt zu fühlen. Das ständige "Er ist der Mann, der mit dem schönen Satz zu zitieren ist ..." bei der Vorstellung der Gäste. Das nonchalante Lächeln, die glatte Attitüde, der hervorschießende Zeigefinger. Die Unart, viele Interviewpartner nicht aussprechen zu lassen. Die Angewohnheit, gewisse Sprüche immer wieder zu zitieren. Die noch schlimmere Angewohnheit, ständig eigene Erfahrungen und Meinungen zu den Expertengebieten seiner Gäste einfließen zu lassen.

Einblicke, wie man sie sonst selten bekommt

Und doch ist die Talkshow, die Lanz präsentiert, an fast jedem Abend nicht nur unterhaltsam, sondern bietet oft auch einen Erkenntnisgewinn. In der Sendung bekommen Gäste endlich die Zeit, ausführlich und in Ruhe über ein Thema zu sprechen – im Gegensatz zu den vielen politischen Talkshows, in denen die Diskutanten versuchen, sich gegenseitig zu übertönen. Unvergessen, wie der damalige FDP-Vorsitzende Philipp Rösler seine damalige Chefin, Kanzlerin Angela Merkel, im Hamburger Lanz-Studio mit einem Frosch im heißen Wasser verglich. Die Atmosphäre aus gemütlicher Plauderei mit teils enervierenden Nachfragen führt dazu, dass eben doch manche mehr erzählen, als sie eigentlich wollten. Philipp Amthor jedenfalls hätte bestimmt nicht im "Bericht aus Berlin" verraten, wie der erste Satz seines Rezo-Antwortvideos lautete.

Leider geht das aber zu oft unter. Toni Kroos und sein Bruder Felix sprachen kürzlich in der Sendung sehr offen darüber, wie schwierig das Familienleben als Profifußballer ist und wie sehr sie sich wünschen würden, sich öfter sehen zu können. Man hört solche Aussagen nicht oft von Fußball-Profis – schon gar nicht auf diesem Niveau und schon gar nicht von Toni Kroos –, doch am nächsten Tag sprachen alle nur über einen Lapsus des Moderators, der sich in einem Tattoo des Stars von Real Madrid geirrt hatte. Dass solche kleineren Fehler in Vorbereitung und Moderation schon einmal passieren können, wenn jemand Tag für Tag vier Gäste wegzumoderieren hat, scheint dabei niemandem in den Sinn zu kommen.

Manche Sendung könnte gern noch länger dauern

Bewegend waren Begegnungen wie die des früheren Fechters Matthias Behr und der Witwe seines Konkurrenten Wladimir Smirnow, der 1982 starb, nachdem sich Behrs Florettklinge durch seine Maske gebohrt hatte. 2017 traten sie in der ZDF-Sendung zum ersten Mal zusammen im Fernsehen auf. Bei Markus Lanz erzählen Menschen von Abgründen, für die in der bunten, oberflächlichen TV-Welt meist nur wenig Platz bleibt. Und deshalb will man oft nicht etwa abschalten, sondern wünscht sich eher, die Sendung möge noch ein wenig länger dauern, denn bei vielen Gästen bleibt dann doch nicht genügend Zeit, um alle interessanten Aspekte ihrer Geschichte zu besprechen. Natürlich, viele kommen aus nicht ganz uneigennützigen Motiven in den Talk, die meisten wollen ihr Buch oder ihren Film promoten. Aber in jeder Runde ist normalerweise mindestens ein interessanter Gast dabei.

Kann sein, dass Markus Lanz, der Moderator, mitunter nervt. Aber "Markus Lanz", die Sendung, wird viel zu häufig unterschätzt. Und das muss doch auch irgendetwas mit dem Moderator zu tun haben.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(