Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht wurde nach der Wende mit Anfang 20 das Gesicht der Kommunistischen Plattform, einer radikalen Gruppe in der SED-Nachfolgepartei PDS, die den Klassenkampf propagierte und anders als ...

Mehr anzeigen

Artikel zu: Sahra Wagenknecht

Woidke und Crumbach am Dienstag in Potsdam

SPD in Brandenburg kündigt Koalition mit BSW: Woidke plant Gespräche mit CDU

Die SPD in Brandenburg hat ihre Regierungskoalition mit dem BSW nach rund einem Jahr aufgekündigt und will nun Gespräche mit der CDU über die Bildung eines neuen Bündnisses führen. Die "Basis einer demokratischen Mehrheit" sei angesichts "ständiger Auseinandersetzungen" innerhalb des BSW über dessen Selbstverständnis und Kurs nicht länger gegeben, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag in Potsdam.

Sahra Wagenknecht wurde nach der Wende mit Anfang 20 das Gesicht der Kommunistischen Plattform, einer radikalen Gruppe in der SED-Nachfolgepartei PDS, die den Klassenkampf propagierte und anders als die Parteispitze jede Zusammenarbeit mit der SPD strikt ablehnte. Sie hat Philosophie und Neuere Deutsche Literatur studiert und ihre Abschlussarbeit über Karl Marx und Hegel geschrieben. Als Europa- und Bundestagsabgeordnete sowie Vorstandsmitglied der Linken hat Wagenknecht ihr Image als Radikalsozialistin lange gepflegt, tritt aber seit 2011 als intellektuelle Kapitalismuskritikerin auf, die auch schon mal Ludwig Erhardts soziale Marktwirtschaft lobt. Wagenknecht, die mit Ex-Parteichef Oskar Lafontaine zusammenlebt, war eine von acht Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der Linken für die Bundestagswahl 2013. Nach der Wahl behielt sie den ersten stellvertretenden Vorsitz der Bundestagsfraktion, den sie seit 2011 innehat.