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Netflix und Co. Streaming-Highlights 2020 - diese Serien müssen Sie gesehen haben

Sarah Paulson und Finn Wittrock in "Ratched"
Sarah Paulson und Finn Wittrock in "Ratched"
© Saeed Adyani / Netflix
Serien boomen im Coronajahr 2020. Netflix, Amazon Prime, AppleTV+ und Sky überbieten sich gegenseitig mit neuen Shows. Doch welche sollten Sie gesehen haben und bei welchen besser abschalten? Der Binge-Watching-Plan für die Feiertage.

Hunderte neue Serien sind im Coronajahr 2020 auf Netflix, Amazon Prime, AppleTV+ oder Sky gestartet. Welche sind gut und welche nicht? Hier unsere Guck-Empfehlung für langweilige Feiertage. Diese Serien sollten Sie gesehen haben:

"Ratched" (Netflix)

Wer bei "Einer flog übers Kuckucksnest" gut aufgepasst hat, dem wird der Name Mildred Ratched sofort bekannt vorkommen. Die Netflix-Show "Ratched" erzählt die Vorgeschichte der diabolischen Krankenschwester. Die Serie schwelgt im Look der beginnenden 50er Jahre: pastellfarbene Kleider, Autos mit Heckflossen und hochtoupierte Frisuren. Die Atmosphäre steht im krassen Gegensatz zu dem, was sich in der Handlung abspielt. In einem Krankenhaus für psychisch Kranke wird ein Mörder eingewiesen. Ausgerechnet dieses Hospital sucht sich Schwester Ratched als neue Wirkungsstätte aus. Das Drehbuch ist genial und überrascht den Zuschauer mit immer neuen Wendungen. Noch besser sind nur die grandiosen Schauspieler. Allen voran Sarah Paulson (vielen schon bekannt aus "American Horror Story), Finn Wittrock und Cynthia Nixon (bekannt aus "Sex and the City").Unbedingt gucken!

"The Crown", Staffel 4 (Netflix)

Jetzt kommt Diana: Die vierte Staffel von "The Crown" dreht sich um die Jahre 1979 bis 1990 - eine Zeit, an die sich die meisten Zuschauer noch erinnern können. Das macht die Serie noch faszinierender. Prinz Charles (Josh O'Connor) wird nach der Hochzeit mit Diana zwischen ihr und seiner wahren Liebe Camilla aufgeriben. Emma Corrin verkörpert die junge Lady Diana Spencer in Perfektion. Ihr Spiel ist so gut, dass Realität und Fiktion verschwimmen. Der Palast soll über die Serie wenig "amused" sein. Ob sich alles tatsächlich so zugetragen hat? Fraglich, aber es könnte! Das macht die Serie so faszinierend.

"Curon" (Netflix)

Italienische Serien müssen nicht zwangsläufig mit der Mafia oder dem Papst zu tun haben. In "Curon" geht es um einen unheimlichen See, der offenbar Tote wieder zum Leben erwecken kann. Die Serie ist Mystery, Fantasy- und Teeniedrama zugleich – und wohltuend anders als die klassischen US-Produktionen. Auch wenn die Ausstattung manchmal zu wünschen übrig lässt, die italienischen Schauspieler und die gut eingefangene Atmosphäre gleichen das wieder aus. Der aus dem See ragende Kirchturm dürfte vielen Südtirol-Urlaubern bekannt vorkommen: Er steht tatsächlich im Reschensee – und um ihn ranken sich viele mystische Geschichten.

"Pastewka", Staffel 10 (Amazon Prime)

Das Fernsehen hatte die Serie längst abgeschrieben. Doch seitdem "Pastewka" eine neue Heimat bei Amazon Prime gefunden hat, läuft die Show mit dem gleichnamigen Hauptdarsteller noch einmal zur Höchstform auf. Die zehnte und nun endgültig letzte Staffel ist ein Muss für alle Fans. Doch auch wer noch nie einen Teil gesehen hat, wird vom Wort- und Spielwitz Pastewkas und den Gastauftritten von Anke Engelke, Günther Jauch oder Annette Frier begeistert sein

"Hollywood" (Netflix)

Fiese, schleimige und anzüglich-übergriffe Filmproduzenten und Agenten gibt es in Hollywood viele. Dass ausgerechnet Jim Parson, der zerstreute Nerd aus "Big Bang Theory", glaubhaft einen verkörpern würde, ist neu und überraschend. In "Hollywood" darf "Sheldon Cooper" zu neuer Höchstform auflaufen. Die Serie erzählt den Aufstieg einer Riege von Jungschauspielern, die zu Stars werden, darunter Rock Hudson oder Vivien Leigh. Das Drehbuch nimmt sich viele Freiheiten, dokumentarisch ist die Serie somit nur bedingt. Spaß macht sie trotzdem, allein wegen der üppigen Ausstattung, in der "Hollywood" schwelgt.

"Teheran" (AppleTV+)

Sie ist der James Bond des Nahen Ostens: Geheimagentin Tamar Rabinyan (Niv Sultan) wird als Flugbegleiterin getarnte Spionin nach Teheran geschickt. Dort soll sie Flugabwehranlagen der Ayatollahs sabotieren und trifft nicht nur auf mächtige Gegner, sondern auch auf eine neue Welt. Der Iran wird nicht nur als Hort des Bösen dargestellt. Die Serie "Teheran" ist vielschichtiger. Neben religiösen Fanatikern lernt Rabinyan aufsässige Studenten kennen und stellt sich schließlich die Frage: Welche Mittel rechtfertigen meine Mission? In Israel war die Serie ein großer Erfolg – zu Recht. "Teheran" ist ein genialer Agententhriller.

"Gangs of London" (Sky)

Bei der Erstausstrahlung in Großbritannien sorgte die Serie für einen Schock: Die Gewaltszenen in "Gangs of London" sind brutal. Verschiedene Clans kämpfen um die Vorherrschaft der organisierten Kriminalität in der Millionenmetropole. Dabei scheint ihnen jedes Mittel recht zu sein. Die Zuschauer werden dabei unter Dauerspannung gehalten. Die Kampfszenen werden überwältigenden in Szene gesetzt - eine Orgie der Brutalität. Doch die Handlung ist tiefgründiger und feinsinniger, als es auf den ersten Blick scheint. Ein komplexes Meisterwerk, das nichts für schwache Nerven ist.

Und diese Serien können Sie auf der Fernbedienung getrost überspringen: die Serien-Flops 2020


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