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"Pocher - gefährlich ehrlich!" Der verstörende Auftritt des Wendler-Vaters

Manfred Weßels, der Vater von Michael Wendler
Nicht viel Ähnlichkeit mit seinem Sohn: Manfred Weßels, der Vater von Michael Wendler, sitzt im Studio von Oliver Pocher.
© MG RTL D
"Lügengeschichten" und gekränkte Ehre: Manfred Weßels war am Donnerstagabend zu Gast bei Oliver Pocher. Der 72-Jährige ist der Vater von Michael Wendler. Sein Auftritt sollte offenbar eine Abrechnung sein, geriet aber zum wirren Schauspiel.

Nach dem Wendler, jetzt dessen Vater: Oliver Pocher hat ein neues Opfer gefunden. Nachdem er sich wochenlang über Michael Wendler und dessen Frau Laura lustig machte, parodierte er vor einigen Tagen Wendler-Vater Manfred Weßels. Der hatte sich in einem Video-Interview mit der "Bild" über seinen Sohn geäußert – nicht nur nett. Doch die Comedy-Einlage Pochers fand Weßels gar nicht lustig. Am Donnerstagabend kam es zum Showdown.

Der 72-Jährige folgte der Einladung Pochers in dessen RTL-Live-Show "Pocher – gefährlich ehrlich!". "Er wollte mich verklagen aufgrund der Parodie", erklärte der Moderator. "Holen wir ihn einfach mal rein." Im schwarzen Poloshirt mit Werbeschriftzug und Jeans betrat Weßels kurz vor Mitternacht das Fernsehstudio in Köln. Es folgten zwölf sehr verstörende Minuten.

Pocher zeigte zunächst das Interview, in dem Weßels über seinen Sohn sagte: "Für mich ist der Michael in dem Sinne kein Mensch." Seit 14 Jahren liegen die beiden im Clinch und haben sich nicht mehr gesehen. Geld, Enttäuschungen, öffentliche Vorwürfe – die Gründe für das zerrüttete Verhältnis sind vielschichtig. "Eine Versöhnung wird es in diesem Leben nicht mehr geben", ist sich Weßels sicher.

Oliver Pocher nennt Wendler "dummen Wichser"

In seiner Parodie setzte Pocher noch eins drauf. "Eine Versöhnung mit meinem Sohn ist in diesem Moment nicht vorstellbar, weil er einfach ein dummer Wichser ist", ließ er den Wendler-Papa sagen. Eine Beleidigung Wendlers. Doch offenbar fühlt sich der Vater dadurch noch viel mehr angegriffen. "Das, was Sie sich geleistet haben, das geht schon unter die Gürtellinie", bläffte er Pocher an. Solche Worte würde er nicht in den Mund nehmen.

Für Weßels ein klarer Fall für eine Klage. "Sie haben schon verstanden, dass es Comedy ist, die eine Überhöhung der Realität ist und dass es sehr schwer sein wird, dagegen vorzugehen", versuchte Pocher seinen Gast zu besänftigen. Doch der blieb stur. Immer wieder fiel das Wort "Gürtellinie" und dass er sich das mit 72 Jahren nicht gefallen lassen würde. "Da lass ich auch nicht locker."

Was genau er als so beleidigend für sich empfand blieb ebenso unklar, wie seine Intention, jetzt in die Öffentlichkeit zu gehen. Ist es Rache? Wohl eher eine bittere Enttäuschung. "Ich bin nach wie vor voll berufstätig, alles wegen meinem Sohn", sagte Weßels. "Ich war derjenige, der ihn zum Musiker gemacht hat." Bis morgens um vier Uhr sei er wachgeblieben, um Diskobesitzer am Telefon zu überreden, seinen Sohn auftreten zu lassen.

Sehen Sie im Video: Pochers sticheln erneut gegen Michael Wendler: Auto-Geschenk war anscheinend nur ein Fake. Die Pochers sticheln in einem Video erneut gegen Michael Wendler.   Auf Instagram fragt der Comedian:  "Hat Michael Wendler seinen Pick Up selbst geleast und wurde er dementsprechend gar nicht von Laura geschenkt...!? Dann muss Geschichte NEU geschrieben werden... " Zu Beginn des Jahres überraschte Freundin Laura Müller Michael Wendler mit einem hochpreisigen Auto.  Laut BUNTE, hatte Michael Wendler das Auto jedoch zuvor über die Ally Bank geleast und ist als Fahrer eingetragen.  Die Geschichte um das Geburtstagsgeschenk des 48-Jährigen war als nur fingiert.  Das lässt Oliver Pocher nicht unkommentiert:    Der Komiker hat Sänger Michael Wendler bereits seit Beginn des Jahres auf dem Kieker.  Die Social-Media-Streitereien dienen den beiden durchaus als PR-Aktionen. So erhielten sie am 1. März ein eigenes TV-Duell,  "Pocher  vs. Wendler" auf RTL.  
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Weßels und sein Management

Von dem aufopfernden Vater scheint nicht mehr viel übrig zu sein. Jetzt ist da nur noch Hass. "Er erzählt Lügengeschichten", sagt er über Michael Wendler und schließt eine Versöhnung erneut aus. "Was er mir angetan hat, wissen die Menschen draußen gar nicht." Dann der wirre Höhepunkt: Wenn Michael mit ihm sprechen wolle, solle er sich an eine Adresse wenden, die auf sein Poloshirt gestickt ist. "Das ist mein Manager und Berater", sagt Weßels und deutet mit dem Zeigefinger auf den Schriftzug. Wer auf die Seite bei Instagram klickt, sieht Familien- und Hochzeitsfotos eines Paares. Daneben der Hinweis: "Manfred Weßels – Voice".

Die Stimme der Vernunft scheint es jedenfalls nicht zu sein. Mit einem Satz bringt Pocher die Verstörung auf den Punkt: "Muss ich mich jetzt auch ans T-Shirt wenden?"

Den vollständigen Auftritt von Manfred Weßels bei Oliver Pochers "Pocher - gefährlich ehrlich" sehen Sie bei TVNow (ab Minute 28:00)


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