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"Global Gladiators": Wie Oliver Pocher als Kind unter den Zeugen Jehovas litt

Er ist für seine unsensiblen Kommentare und provokanten Pöbeleien bekannt, doch in der Reality-Show "Global Gladiators" zeigte sich Oliver Pocher ungewohnt emotional. Er sprach darüber, wie er als Kind unter den Zeugen Jehovas litt.

Oliver Pocher

In der ProSieben-Show "Global Gladiators" sprach Oliver Pocher auch über Privates

Angetreten als Pendant zum auf RTL, fielen die Quoten der ersten Folge "Global Gladiators" enttäuschend aus: Nur 1,3 Millionen Zuschauer wollten am Donnerstagabend sehen, wie acht B-Promis sich 30 Tage durch die Wüste von Namibia schlagen. Zum Vergleich: "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" lockt im Schnitt sieben Millionen Menschen vor die Fernseher. Dabei gab es durchaus spannende Momente.

Schon im Vorfeld machte sich Kandidat Oliver Pocher mal wieder unbeliebt: Vor laufenden Kameras lästerte er erneut abfällig über seine Ex-Freundin Sabine Lisicki  - also über die Frau, die er selbst wochenlang hintergangen und betrogen hat. Der Moderator ist für seine provokanten Pöbeleien bekannt, doch in der Auftaktfolge von "Global Gladiators" zeigte er sich auch von seiner emotionalen Seite. Pocher sprach offen darüber, wie er als Kind unter der Sekte die Zeugen Jehovas litt.

Als Kind erlebte Oliver Pocher Traumatisches

"Meine Eltern haben mich so erzogen. Alle drumherum, mein engster Bekanntenkreis waren nur die Zeugen. Dann hab ich das halt auch gemacht", erzählte er. Erst mit 18 hat er sich von diesem Glauben abgewandt - auch, weil er stark darunter litt. "Kein Geburtstag war halt so der Klassiker in der Schule. Wenn es dann Sachen wie Einladungen gab, musste ich sagen: 'Nee, ich kann nicht zu deinem Geburtstag kommen.' Wenn jemand Süßigkeiten mitgebracht hat, durfte ich nichts nehmen", erinnerte der 39-Jährige sich.

Besonders prägend für ihn war jedoch ein Vorfall, als er zehn Jahre alt war: Damals wurden die Eltern seines besten Freundes von den Zeugen Jehovas ausgeschlossen. Es sei ein traumatisches Erlebnis gewesen. "Dann durfte ich ihn von einem Tag auf den anderen nicht mehr sehen. Das war für mich, als wäre er gestorben. Der war einfach weg," erzählte den anderen Kandidaten, darunter Lilly Becker, Larissa Marolt und Pietro Lombardi. Es habe sich angefühlt, als sei der Freund tot. "Ich weiß noch, da hab ich geheult wie sonst was", gestand Pocher.

Mittlerweile hat Pocher keinen Kontakt mehr zur Sekte: "Für mich ist das nichts".


sst

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