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Erste Folge von "Global Gladiators" Todesangst mit Weiberkacke - oder: "Man weiß nie, was Afrika mit einem macht"

"Global Gladiators" bei ProSieben
Larissa Marolt und Raúl Richter bei "Global Gladiators"
© Richard Hübner/ProSieben
Wenn sich bei "Global Gladiators" acht Prominente durch die Wüste Namibias kämpfen, dann schlagen die Herzen von Trash-TV-Fans höher. Aber Vorsicht: Wer das Dschungelcamp liebt, wird hier enttäuscht. Einziger Trost: Larissa Marolts Aphorismen und Oliver Pochers böse Züngeleien.
Von Sylvie-Sophie Schindler

Irgendwo in Namibia. Die faule Puffotter kann gefährlich werden, wenn man ihr unbeabsichtigt zu nah kommt. Und die Zebraschlange spuckt, meistens Richtung Augen. Und Larissa Marolt, Homo sapiens, quasselt und quasselt und quasselt. "Die größte Gefahr in Afrika bin wahrscheinlich ich selbst", lautet ihre Erkenntnis, der sie anfügt: "Man weiß nie, was Afrika mit einem macht."

Aus Oliver Pocher und Lilly Becker, auch mitgereist, macht Afrika das, was auch Deutschland und Großbritannien mit ihnen macht: Sie zoffen sich. Grund: Sabine Lisicki, Olis Ex und nach eigenen Angaben Freundin von Lilly. "Ich weiß nicht, wie es ist, wenn man mit einer Spitzensportlerin zusammen ist", ätzt der Comedian. Ganz klar ein böser Seitenhieb gegen die frühere Wimbledon-Finalistin Lisicki, die sich momentan in einem Karrieretief befindet. Lilly protestiert, Sabine sei ihre Freundin. "Ja, weil sie sich ausgeflennt hat und das immer geil findet, wenn irgendeine zuhört", giftet Pocher weiter. Seine Diagnose: "So eine Weiberkacke."

Wer nicht bis zum Dschungelcamp warten will: "Global Gladiators"!

Herzlich willkommen bei "Global Gladiators"! Wer nicht bis zum Dschungelcamp warten will, kann sich den nächsten Trash mit der aktuellen Promi-Survival-Show antun, immer donnerstags um 20.15 Uhr auf ProSieben. 26 Kameras sind mit dabei, wenn acht Menschen in einem 20-Tonnen-Frachtcontainer 4000 Kilometer weit durch die Wüste Namibias gezogen werden, von Kampfarena zu Kampfarena. Sie treten in zwei Mannschaften gegeneinander an. Team Rot: Larissa Marolt, Ulf Kirsten, Raúl Richter, Lilly Becker. Team Blau: Oliver Pocher, Nadine Angerer, Mario Galla, Pietro Lombardi. Inklusive typischem Vokabular: "fuck", " shit" – "shit", "fuck". Und inklusive Nervenzusammenbrüchen. Lilly hat bereits ihre erste Krise, als sie erfährt, dass die Handtücher nur alle drei Tage gewechselt werden. Und die klügsten Sprüche gibt es von Larissa mit dazu. Ihr Kommentar zur ersten Challenge, einem Sprung aus dem Helikopter: "Von oben ist ja alles höher."

Lilly Becker holt zum ganz großen Geständnis aus

Zeit genug auch für Bekenntnisse. Pietro Lombardi hält sich über das Aus mit Sarah zwar noch bedeckt, aber zeigt zum ersten Mal im TV seinen kahlrasierten Schädel ohne Kappe. Ulf Kirsten traf in jedem zweiten seiner 51 Länderspiele und wurde dreimal Torschützenkönig der Bundesliga für Bayer Leverkusen. Seine Achillesferse wird in der Show bekannt: Er hat starke Flugangst. Lilly Becker holt zum ganz großen Geständnis aus: "Ich kenne meine Mutter und meinen Vater nicht." Oliver Pochers Vergangenheit bei den Zeugen Jehovas ist zwar kein Geheimnis, aber seine Plauderlust darüber ist neu. Als Zeugen-Jehovas-Kind habe er das Übliche erlebt: keine Geburtstagsfeiern, keine Süßigkeiten. Mit seinem Ausstieg habe er seinen damals besten Freund verloren. Warum er mit 18 Jahren ausgestiegen ist, begründet er so: "Geschlechtsverkehr war mir wichtiger als von Haus zu Haus zu ziehen."

Auch Ex-GZSZ-Darsteller Raúl Richter hat Geschlechtsverkehr. Oder? Oli hakt da investigativ nach. Als Raúl gesteht, dass er einen Kuscheltierelch dabei hat und er diesen Kuscheltierelch von einer Freundin bekommen hat, grätscht Oli fragend rein: "Hast du mit der Geschlechtsverkehr gehabt?" Statt zu antworten, bohrt Richter den Kopf in sein Kissen und versteckt den Elch unter der Decke. "Hey, du hältst das Kuscheltier vors Geschlechtsteil", stellt Pocher fest. 

Solche Gespräche eben. Trash-Talk. Der noch übler werden dürfte – und auch wird, wie man am Schluss in der Vorschau sieht, in der sich Lilly und Oli erneut heftig angiften. Sich auf die Nerven gehen ist Sinn der Show – sofern man nach Sinn fragen will: Die acht Leute sind im Container auf engsten Raum zusammengepfercht, ähnlich eng wie man das aus "Das Boot" kennt. "Wir leben wie Astronauten", philosophiert Larissa. Aber es geht nicht darum, zu leben, sondern darum, zu überleben. Von "fürchterlicher Todesangst" spricht Kuscheltierelch-Besitzer Raúl, der sich weigert, die dritte Kampfarena zu betreten. Er soll nach der ersten Challenge "Heli-Darts" und nach der zweiten Challenge "Quad-Polo" sich nun, wie auch alle anderen Kandidaten, der dritten Challenge stellen, dem "Spidernet-Boule". Bedeutet: man muss sich zu einem im Fish River Canyon aufgespannten Netz hangeln, dort nach einer Kugel suchen, 40 Meter in die Tiefe springen und dabei die Kugel möglichst nah an einen Baum werfen.

Besser wird das sicher nicht

Solche Spiele eben. Trash-Spiele. Besser wird das sicher nicht. Und vorausgesetzt Dschungelcamp hat ein gewisses Niveau – die Wüsten-Show erreicht es noch lange nicht. Aber wenigstens für Larissa Marolt gibt es Hoffnung. Nachdem sie einen Schlag von einem Elektrozaun mitgenommen hat, kommentiert das Model: "Vielleicht werde ich jetzt intelligent und habe ein Matrixhirn." Die schlechte Nachricht aber: Für das eiskalte russische Pendant "Game 2 Winter" kann sich Larissa Superbrain nicht mehr bewerben. Dort kämpfen 30 Kandidaten, ausgesetzt in der sibirischen Taiga und beobachtet von 2000 Kameras. Bei minus 40 Grad Celsius.   


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