VG-Wort Pixel

"Prince Charming" Das Böse unter der Sonne

Prince Charming
Er ist "Prince Charming". Alexander Schäfer aus Frankfurt am Main sucht unter 20 Männern die große Liebe.
© Vox / MG RTL D
Die schwule Dating-Show "Prince Charming" geht in die zweite Runde. 20 Kandidaten buhlen um Single-Mann Alexander Schäfer. Doch dieses Mal wird mit harten Bandagen gekämpft.

Alexander Schäfer ist, was man in schwulen Kreisen wohl als echte Schnitte bezeichnen kann. Der 30-jährige Marketing-Manager aus Frankfurt am Main ist groß (1,92 Meter), dunkelblond, muskulös und mit seinem Lachen vor allem eins: unglaublich charmant. Kein Wunder, dass er der neue "Prince Charming" sein darf.

Vox startet am Montagabend die zweite Staffel seiner schwulen Datingshow. Ähnlich wie beim "Bachelor" warten auf Schäfer in einer Villa unter der Sonne Griechenlands 20 Kandidaten, aus denen er im Laufe von neun Folgen seinen Favoriten aussieben darf. Dramen bleiben dabei nicht aus. Doch anders als beim ersten Mal, als es bis auf wenige Ausnahmen eher harmonisch zuging, wird sich ordentlich gezofft.

Zwietracht und Missgunst sorgen für schlechte Stimmung in der Single-Villa. Schon in der ersten Folge wird gegen Kandidat Benedetto gestichelt. Der schlägt mit harten Bandagen zurück. Auch Gino lässt sich die Gelegenheit nicht entgehen und versorgt "Prince Charming" Alex beim ersten Date mit der Information, dass Jan-Maik und Joachim die Nacht gemeinsam am Pool verbracht haben. "Ene fiese Möpp", würde der Kölner dazu sagen.

Sender trimmt "Prince Charming" auf mehr Drama

Nach "Sommerhaus der Stars" und "Temptation Island" trimmt die Sendergruppe RTL auch das preisgekrönte Format "Prince Charming" mehr in Richtung Drama. Das ist vor allem deshalb schade, weil die erste Staffel mit der Mission startete, Homosexualität im Fernsehen sichtbarer zu machen. Jetzt ist die Dramaturgie des Formats in den Mittelpunkt gerückt.

Für den Zuschauer muss das nicht schlecht sein. Knutschereien und Sticheleien sorgen dafür, dass eines ganz gewiss nicht aufkommt: Langeweile. Ob diese Form der Unterhaltung dann aber ebenfalls mit einem Grimme-Preis rechnen darf, ist fragwürdig.

"Prince Charming" Alexander Schäfer hofft trotzdem, mit der Show für mehr "Aufklärung und Akzeptanz" von Schwulen in der Gesellschaft sorgen zu können. Und warum sollte es unter 20 schwulen Männern anders zugehen als in der Villa der "Bachelorette"? So bleibt es am Ende bei der vielleicht wichtigsten Botschaft: Männer - egal ob hetero- oder homosexuell - sind doch alle gleich.

"Prince Charming" ist montags um 22.15 Uhr auf Vox zu sehen. Vorab können die einzelnen Folgen auf TVNow abgerufen werden.

mai

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker