Rekord: Der "Tatort" geht dieses Jahr in die längste Sommerpause überhaupt - und zwar 19 Wochen.
Noch stehen einige neue Episoden der beliebten Krimis an, doch die vorerst letzte Erstausstrahlung am Sonntagabend kommt am 3. Mai - der Zürcher Fall "Könige der Nacht".
Danach müssen sich "Tatort"-Fans mit Wiederholungen begnügen, am 10. Mai zum Beispiel mit dem Münster-"Tatort: Man stirbt nur zweimal" (von 2024).
Am 17. Mai, dem Sonntag nach dem Eurovision Song Contest, wird der "Tatort: Schweigen" (ebenfalls von 2024) mit Wotan Wilke Möhring wiederholt, darin geht es um sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche.
Wann beginnt die Sommerpause 2026?
Die ARD-Programmdirektion bezieht sich beim Start der Sonntagskrimi-Pause auf den ersten Sonntag ohne neuen Krimi und nicht den letzten Sonntag mit einem neuen Film. Sie antwortet also: "Die Sommerpause der Sonntagskrimis "Tatort" und "Polizeiruf 110" beginnt in diesem Jahr bereits am 10. Mai; am 13. September kehren die Reihen mit Erstausstrahlungen zurück."
Wird die Sommerpause jetzt immer so lang dauern?
Die längere Sommerpause 2026 sei eine einmalige Ausnahme aus planerischen Gründen, betont die ARD. Sie bedeute "keine generelle Reduzierung der Erstausstrahlungen auf dem beliebten Sonntags-Sendeplatz um 20.15 Uhr". Außerdem darf man wohl nicht vergessen: Dieses Jahr ist Fußball-WM - vom 11. Juni bis 19. Juli in Kanada, Mexiko und den USA. Das sportliche Großereignis wirbelt jedes Mal das Fernsehprogramm im Sommer auf.
Wie erklärt die ARD die besonders lange Sommerpause?
Im Jahr 2026 sind laut ARD insgesamt 36 Erstausstrahlungen der Sonntagskrimis im Ersten geplant. Das seien vier Krimis weniger als im Durchschnitt der Vorjahre. Das habe vor allem zwei Gründe: 2025 wurden mit 42 "Tatort"- und "Polizeiruf"-Krimis mehr als üblich ausgestrahlt (36 waren davon "Tatort"-Krimis). Die fehlten nun sozusagen 2026. "Zwei weitere Premieren werden aus Planungsgründen erst im Jahr 2027 gezeigt."
Was ist 2026 obendrein anders als sonst?
Anders als in den vergangenen Jahren entfallen jenseits der Sommerpause in diesem Jahr deutlich weniger Sonntagskrimi-Termine wegen Sondersendungen etwa zu Sportereignissen oder Wahlen, heißt es von der ARD. Auch war Ostern dieses Jahr anders: Normalerweise kommt meist nur Ostermontag ein neuer Fall. Diesmal zum Abschied des jahrzehntelangen Münchner Teams Batic und Leitmayr gab es auch am Ostersonntag einen neuen Film, nämlich den ersten Teil vom "Tatort: Unvergänglich". Teil zwei folgte dann am Ostermontag.
Wie lang ist die Sommerpause normalerweise?
Vergangenes Jahr dauerte die "Tatort"-Sommerpause 13 Wochen, 2024 waren es 17 Wochen. Auch in den Jahren 2020 und 2012 gab es mit 13 Wochen besonders lange Sommerpausen beim populären ARD-Sonntagskrimi "Tatort". 2023 dauerte die Sommerpause elf Wochen, 2022 zehn Wochen.
Welche Geschichte hat die "Tatort"-Sommerpause?
Die "Tatort"-Sommerpause, bei der im Sommer statt frischer Krimis am Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten vor allem "Tatort"-Wiederholungen laufen, hat sich nach und nach etabliert. Wiederholungen im Sommer gibt es regelmäßig seit 1996. Seit 2003 nahm die Zahl dieser Wiederholungen zu. Die erste zusammenhängende "Tatort"-Sommerpause gab es 2007 und dann ab 2010.