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TV-Tipps des Tages für den 21.8.: Filmkunst und Qualitätsdebatte

Ab sofort führt Sie stern.de mit dem TV-Tipp des Tages durch den TV-Dschungel. Heute: das Filmdrama "A Single Man" mit dem großen Colin Firth - und Live-Diskussion über Qualität im Fernsehen.

"A Single Man"
20.15 Uhr, Arte

DRAMA Tom Ford - ja, der berühmte Modedesigner - hat mit "A Single Man" 2009 gezeigt, dass er ein Gespür fürs Inszenieren hat. Schöne, komponierte Bilder, eine gute Geschichte - perfektioniert durch Schauspieler wie dem großartigen Colin Firth, der wunderbaren Julianne Moore, dem exzellenten Matthew Goode. Colin Firth - ja, der Brite, der für den stotternden König in "The King's Speech" 2011 den Oscar bekommen hat - spielt die Rolle des Englisch-Professors George Anfang der 1960er, der sich umbringen will. Das Leben hat für ihn keinen Sinn mehr, seit sein langjähriger Partner bei einem Autounfall umgekommen ist, er von dessen Familie nicht informiert wurde und beim Begräbnis nicht dabei sein durfte. In leisen, melancholischen Tönen erzählt Regisseur Ford die anrührende Geschichte, mit Blick für die Details aus den 60er Jahren. Ein Film wie ein Kunstwerk, das einen jedes Mal wieder gefangen nimmt, wenn man es betrachtet.

Ein TV-Tipp von Ulrike Klode, stellvertr. Nachrichtenchefin stern.de

"Lahme Zoten, Wahn um Quoten: Fehlt dem ZDF der Mut?"
22.20 Uhr, "log in", ZDFinfo

Zumindest das Thema der Live-Diskussion klingt für ZDF-Verhältnisse ungewohnt provokant. Und auch die Namen der Diskutanten versprechen eine zumindest muntere Runde. Da ist Norbert Himmler, ZDF-Programmdirektor, und schon qua Amt für jeden Mist, aber auch für jede TV-Perle verantwortlich, die den Mainzer Lerchenberg verlässt. Er verteidigt seinen Sender gegen "Spiegel"-Feuilleton-Autor Georg Diez, Brachial-Kritiker Oliver Kalkofe und TV-Junkie Nielz Bokelberg.

Keine Ahnung, was bei der Diskussion rauskommt. Kann gut sein, dass ich nach einer Viertelstunde auch schon wieder genervt abschalte. Insofern ist der Tipp hier ohne Gewähr. Allein: Das Thema "Wie gut/wie schlecht ist das öffentliche Fernsehen?" treibt mich durchaus um. Weil ich nicht in das pauschale Genöle über Zwangsgebühren und Volksmusik-Wahn einstimmen mag, das mittlerweile so groß in Mode ist. Ich bekenne mich schuldig: Ich schaue ZDF - nicht blauäugig, aber durchaus mit Vergnügen. Und zuletzt auch immer häufiger die Spartenableger neo und info, die mich abends mit halbwegs verlässlicher TV-Unterhaltung aus dem Tag entlassen.

Gleichwohl: Mehr Mut kann natürlich nie schaden! Und ein paar schlaue Gedanken zum Thema Fernsehen ebenfalls nicht. Insofern: Schaun 'mer mal neugierig rein!

Ein persönlicher TV-Tipp von Volker Königkrämer, Redakteur bei stern.de

"Knistern der Zeit"
20.35 Uhr, ZDF Kultur
PORTRÄT Vor drei Jahren, am 21. August, starb Kunstprovokateur Christoph Schlingensief. Sein Traum von einem Operndorf in Burkina Faso lebt weiter - wie Sibylle Dahrendorfs berührende Doku beweist. Das Künstlerdorf führt Alltag und Kunst im Sinne Schlingensiefs eng zusammen. Im Anschluss zeigt ZDF Kultur zu Ehren des Anarcho-Regisseurs einige seiner Filme: "Menu Total" und danach die Deutschland-Trilogie "100 Jahre Adolf Hitler - Die letzte Stunde im Führerbunker", "Das deutsche Kettensägenmassaker" und "Terror 2000 - Intensivstation Deutschland". Zuletzt folgt um 2.50 Uhr mit Schlingensief noch eine Ausgabe von "Durch die Nacht mit..." (bis 22.20)

"Karajan - Das zweite Leben"
21.50 Uhr, Arte

MUSIKDOKU Was wird von seinem künstlerischen Vermächtnis bleiben? Seine Tonträger jedenfalls verkaufen sich heute noch besser als viele seiner Kollegen: Ein differenzierter, engagierter Blick auf das musikalische Erbe des Dirigenten Herbert von Karajan (1908–1989). (bis 22.45)

"George Harrison: Living in the Material World (1 + 2)"
20.15 Uhr, Eins Festival


DOKU Martin Scorsese schuf das stimmungsvolle, zweiteilige Porträt des Ex-Beatle (1943–2001), der lange im Schatten von Paul McCartney und John Lennon stand. Für Fans ein Muss! (bis 21.45)

"Volver - Zurückkehren"
22.45 Uhr, Bayern

TRAGIKOMÖDIE Ein toter Mann in der Kühltruhe, eine herumspukende Mama: Raimunda (Penélope Cruz) wuppt alles mit Mumm und Mutterwitz. Eine Idee aus seinem Film "Mein blühendes Geheimnis“ (1995) inspirierte Pedro Almodóvar zu diesem Film. (bis 0.40)

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