ZDF-Moderator Normen Odenthal Seehofer-Pointe sorgt für Ärger


ZDF-Moderator Normen Odenthal hat Ärger wegen einer Anspielung auf die uneheliche Berliner Affäre des künftigen bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. In der Sendung "heute nacht" sagte er, Berlin sei für CSU Politiker wohl nur ein "Seitensprung in jeder Beziehung gewesen."

ZDF-Nachrichtenmoderator Normen Odenthal ist mit einer flapsigen Anmoderation eines Beitrags über den neuen bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer bei seinem Arbeitgeber angeeckt. In der Sendung "heute nacht" sagte er: "Horst Seehofer hat in Berlin alles hingeworfen und ist seit heute Ministerpräsident von Bayern. Berlin war für ihn also nur ein Seitensprung in jeder Beziehung."

Der Kölner "Express" berichtete, die Anspielung auf Seehofers Berliner Affäre habe Ärger verursacht. Er zitierte den ZDF-Sprecher Walter Keh: "Das war ein Lapsus, der absolut nicht in Ordnung ist und nicht passieren darf. Die Sache wurde im Hause sofort zur Sprache gebracht."

Das Blatt schrieb weiter, ZDF-Intendant Markus Schächter wolle sich am Mittwoch auf den Münchner Medientagen bei Seehofer persönlich entschuldigen. Dies dementierte ZDF-Sprecher Alexander Stock jedoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP. Seehofer und Schächter würden sich nicht mit solch einer "Petitesse" aufhalten. Die Anmoderation Odenthals sei allerdings "nicht okay"; es habe ein ernstes Gespräch mit ihm gegeben.

AP AP

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