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Finale in Las Vegas: Die neue Miss USA kann mehr als nur Lächeln

Am Sonntagabend wurde in Las Vegas die neue Miss USA gekürt, die das Land bei der Wahl zur Miss Universe vertreten soll. Die diesjährige Gewinnerin ist eine 25-jährige Afroamerikanerin aus Virginia, die vor allem mit ihrer Berufswahl überraschte.

Die neue Miss USA, Kara McCullough, bei der Siegerehrung

Die neue Miss USA, Kara McCullough, kann ihr Glück kaum fassen

Die Amerikaner lieben ihre Misswahlen. Mehrere Stunden zieht sich die Live-Übertragung im Fernsehen hin, für viele Einwohner ein gesellschaftliches Großereignis. In diesem Jahr gewann eine 25-jährige Chemikerin die Wahl zur Miss USA, die auch mit wissenschaftlichen Sachverstand und sozialen Engagement von sich überzeugte.

Kara McCullough arbeitet bei der Atomaufsichtsbehörde NRC und hat ein eigenes Programm, mit dem sie Kinder an die wissenschaftliche Erforschung heranführen möchte. Als Miss USA wolle sie "Kinder und Frauen inspirieren und ermutigen, die Felder Wissenschaft, Technologie, Ingenieurswesen und Mathematik zu besetzen", kündigte die Schönheitskönigin an.

Buntes Teilnehmerfeld bei der Wahl zur Miss USA

Die Afroamerikanerin wird die Vereinigten Staaten bei der Wahl der Miss Universe vertreten, wie die Jury des Wettbewerbs am Sonntag in Las Vegas entschied. Kara McCullough kam in Italien zur Welt, wuchs im US-Bundesstaat Virginia auf, lebte aber auch schon in Japan, Südkorea und in Hawaii. Auch ansonsten war das Bewerberinnenfeld multikulturell geprägt. Fünf der Teilnehmerinnen waren als Einwanderinnen in die USA gekommen, darunter Miss New Jersey Chhavi Verg, die in Indien geboren wurde und außer Englisch auch Hindi und Spanisch spricht.

McCullough hat nun die Chance, auch den Titel Miss Universe 2018 zu erringen. Sowohl der Miss-USA-Wettbewerb als auch die Kür der Miss Universe wurden lange von einer Firma des heutigen US-Präsidenten Donald Trump ausgerichtet. 2015 verkaufte der rechtspopulistische Milliardär die Miss Universe Organization jedoch, nachdem er mit abschätzigen Bemerkungen über Mexikaner eine Welle der Entrüstung ausgelöst hatte.

sve / AFP