Es gab keinen Beschuss, trotzdem stürzte ein US-Tankflugzeug ab. Frankreich meldet, ein Gebirgsjäger sei im Irak bei einem Angriff getötet worden. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Liveblog.
Wichtige Updates
Matthias Urbach
Hier die aktuell wichtigsten Meldungen:
- Der Iran greift Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen an.
- Ein Gebirgsjäger der französischen Armee wurde im Irak getötet, weitere verletzt.
- Die USA verlieren ein Tankflugzeug, das vierte Flugzeug während des Krieges.
- Erste Botschaft von Irans neuem Obersten Führer Modschtaba Chamenei verlesen.
- Zum ersten Mal seit Kriegsbeginn ist Sprit im Tagesvergleich wieder billiger geworden.
- Mehr als 11 Milliarden Dollar kosteten die USA allein die ersten sechs Tage des Krieges. Die US-Demokraten kritisierten bereits die Kosten.
- Israel verlegt Truppen vom Gazastreifen an die Grenze zum Libanon – die Angst vor einer Bodenoffensive wächst. Viele Libanesen flüchten in die Hauptstadt.
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Matthias Urbach
Die Franzosen sind offenbar auf einer Militärbasis in Mala Kara, rund 40 Kilometer südwestlich von Erbil, mit zwei Drohnen angegriffen worden. Der Angriff habe sich ereignet, während die französischen Soldaten zusammen mit irakischen Partnern Anti-Terror-Einsätze trainiert hätten. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Armeekreisen. Erbil ist die Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak.
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Matthias Urbach
Frankreichs Präsident Emanuel Macron schreibt auf X, der Gebirgsjäger Arnaud Frion sei bei einem Angriff in der Region Erbil im Irak „für Frankreich gefallen“. Er spreche „seiner Familie und seinen Waffenbrüdern die ganze Zuneigung und Solidarität der Nation aus“.
Dabei seien auch mehrere weitere Soldaten verletzt worden, berichtet Macron weiter. „Dieser Angriff auf unsere Streitkräfte, die seit 2015 im Kampf gegen den IS engagiert sind, ist inakzeptabel.“ Ihre Präsenz im Irak erfolge ausschließlich im Rahmen der Terrorbekämpfung. Der Krieg im Iran könne solche Angriffe nicht rechtfertigen.
Dabei seien auch mehrere weitere Soldaten verletzt worden, berichtet Macron weiter. „Dieser Angriff auf unsere Streitkräfte, die seit 2015 im Kampf gegen den IS engagiert sind, ist inakzeptabel.“ Ihre Präsenz im Irak erfolge ausschließlich im Rahmen der Terrorbekämpfung. Der Krieg im Iran könne solche Angriffe nicht rechtfertigen.
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Matthias Urbach
Ein französischer Soldat soll bei einem Angriff im Irak getötet worden sein. Das meldet die Agentur afp mit Verweis auf den französischen Präsidenten.
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Matthias Urbach
Die israelische Armee hat offenbar auch diese Nacht Angriffe auf Hisbollah-Kommandozentralen im Libanon geflogen. Das erklärte die Armee selbst. Kurze Zeit darauf meldete sie eine neue Angriffswelle mit Raketen aus dem Iran.
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Matthias Urbach
Weil die Ölpreise aktuell so hoch sind, erlaubt die US-Regierung vorübergehend den Verkauf von russischem Erdöl. Das erklärte das US-Finanzministerium. Alle russischen Rohöle oder Erdölprodukte, die vor dem 12. März auf Schiffe verladen wurden, sind bis zum 11. April erlaubt.
Am Mittwoch hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron noch erklärt, die G7-Staaten, denen die USA angehören, hätten eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland ausgeschlossen.
Am Mittwoch hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron noch erklärt, die G7-Staaten, denen die USA angehören, hätten eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland ausgeschlossen.
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Matthias Urbach
Die Maschine vom Typ KC-135 ist mindestens das vierte US-Flugzeug, das seit Beginn des Irankrieges abgestürzt ist. Anfang März waren drei US-Kampfflugzeuge vom Typ F-15E nach Angaben der US-Armee „versehentlich" von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden.
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Matthias Urbach
Die US-Armee macht bislang keine Angaben zur Anzahl der Personen an Bord des abgestürzten Tankflugzeugs. Centcom bittet um „Geduld", während „zusätzliche Details zusammengetragen und Klarheit für die betroffenen Familien der Soldaten geschaffen“ werde. In der Regel besteht die Besatzung eines Flugzeugs vom Typ KC-135 aus drei Menschen – sie kann aber bis zu 37 Passagiere transportieren.
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Thomas Krause
US-Tankflugzeug stürzt im Irak ab
Ein US-Tankflugzeug vom Typ KC-135 ist nach Angaben des US-Militärs im Westen des Irak abgestürzt. Rettungskräfte seien im Einsatz, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit. An dem Vorfall sei ein weiteres Flugzeug beteiligt gewesen, das jedoch sicher gelandet sei. Es handele sich nicht um feindlichen Beschuss oder Eigenbeschuss.
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Thomas Krause
Der Iran sendet widersprüchliche Signale zur Straße von Hormus. UN-Botschafter Amir Saeid Iravani erklärt, Teheran werde die Meerenge nicht schließen. Es sei jedoch Irans Recht, die Sicherheit dort zu bewahren, sagt er Journalisten am Hauptsitz der Vereinten Nationen. Das iranische Außenministerium verlangt seinerseits, Schiffe müssten sich bei der Durchfahrt mit der Marine des Landes abstimmen, wie die Nachrichtenagentur Mehr meldet. Die USA und Israel seien für die Unsicherheit in der Region verantwortlich, was sich auf den Schiffsverkehr auswirke. Das geistige Oberhaupt des Landes, Modschtaba Chamanei, hatte erklärt, die Schließung werde als Druckmittel gegen den Feind fortgesetzt. Die iranischen Revolutionsgarden kündigten daraufhin an, sie aufrechtzuerhalten.
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Thomas Krause
Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden warnt die Bevölkerung vor neuen Massendemonstrationen. Der Staatssender Iribnews verbreitet eine Erklärung, in der Demonstrierenden noch härtere Schläge angedroht werden als bei den Protesten Ende Dezember und Anfang Januar. Der Geheimdienst kündigte an, „Vaterlandsverräter“ rund um die Uhr zu verfolgen. Demnach schürt der „böse Feind“ Angst und Straßenunruhen, weil er seine Ziele nicht auf dem Schlachtfeld erreichen konnte.
Bei den schwersten Massenprotesten seit Jahren wurden im Januar nach Angaben des Aktivistennetzwerks HRANA mehr als 7000 Menschen getötet, unter ihnen auch mehr als 200 Staatskräfte.
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Thomas Krause
US-Finanzminister Scott Bessent bringt einen Geleitschutz für Schiffe durch die Straße von Hormus unter Beteiligung von Verbündeten ins Spiel. „Ich glaube, dass die US-Marine – vielleicht gemeinsam mit einer internationalen Koalition – Schiffe eskortieren wird, sobald es militärisch möglich ist“, sagt Bessent dem Sender Sky News. Voraussetzung sei, dass der Luftraum vollständig kontrolliert werde und der Iran nicht mehr in der Lage sei, sein Raketenarsenal wieder aufzubauen.
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Thomas Krause
Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor Angriffen auf den Energiesektor und die Häfen des Landes. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, der Iran werde im Fall des geringsten Angriffes die Öl- und Gasvorkommen der Region, an denen die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten ein berechtigtes Interesse haben, in Brand setzen und zerstören.
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Thomas Krause
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zufolge ist der Iran nach fast zwei Wochen gemeinsamer US-israelischer Angriffe „nicht mehr derselbe“. Die Revolutionsgarden und Basidsch-Kräfte hätten schwere Schläge erlitten, sagt Netanjahu bei seiner ersten Pressekonferenz seit Kriegsbeginn. Er spreche fast täglich mit US-Präsident Donald Trump. Man wolle den Iran daran hindern, Atom- und Raketenprojekte unter die Erde zu verlegen. Israel könne Bedingungen für einen Regimewechsel schaffen, aber das iranische Volk müsse auf die Straße gehen. Auf die Frage nach Irans neuem geistlichem Oberhaupt Modschtaba Chamenei und Hisbollah-Chef Naim Kassem sagt Netanjahu: „Ich würde keine Lebensversicherung für diese Führer abschließen.“
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Thomas Krause
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche prüft nach eigenen Angaben angesichts der Folgen des Iran-Kriegs staatliche Eingriffe bei der Erdgasversorgung. Man werde wahrscheinlich beim Erdgas etwas nachsteuern, sagte Reiche dem "Handelsblatt" laut Vorabbericht. Ihr Haus prüfe derzeit sehr genau, welches das geeignete Kriseninstrument sei. "Und die Argumente für ein solches Kriseninstrument mehren sich gerade." Zu den Folgen des Konflikts für die deutsche Wirtschaft könne man sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich äußern, sagte Reiche der Zeitung weiter: "Die Lage im Iran ist hochdynamisch."
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DPA · AFP · Reuters · SID
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