Nachhaltiger Kaffee
Mit Kaffeetrinken Gutes bewegen

Kaffee ist der Deutschen liebstes Getränk – umso besser, wenn sein Genuss dann auch noch Mensch und Umwelt schont. Dafür kann man als Kaffeefreund eine Menge tun.

Die meisten Deutschen interessiert es bei ihrem Lieblingsheißgetränk kaum die Bohne, wie es angebaut wird. Umso genauer wird auf den Preis geschaut. Eine fatale Logik. Denn damit die Kaffeehändler auch in Zukunft Kaffee in der hohen Qualität anbieten können, wie wir sie erwarten, kommen sie an einem Thema nicht vorbei: Nachhaltigkeit. Als Naturprodukt braucht Kaffee zu seinem optimalen Wachstum eine intakte Natur und Farmerfamilien, die vom Kaffeeanbau gut leben können. Ein nachhaltiger Anbau liegt also im Interesse der Hersteller – und erst recht von uns Konsumenten.

Zertifizierte Nachhaltigkeit: die Siegel auf den Packungen

Wann ist ein Kaffee nachhaltig? Für die Verbraucher ist der Fall zunächst klar: wenn ein entsprechendes Siegel auf der Packung aufgedruckt ist. Doch was bedeuten die verschiedenen Siegel und wer vergibt diese? Das Wort „UTZ“ zum Beispiel bedeutet in der Maya-Sprache Quiché so viel wie „gut“. Auf Kaffeepackungen steht es für eines der weltweit größten Programme für nachhaltigen Kaffee, Tee und Kakao und wurde in den 1990er-Jahren von Nick Bocklandt, einem belgisch-guatemaltekischen Kaffeeanbauer, und dem niederländischen Kaffeeröster Ward de Groote gegründet.

Neben UTZ gibt es noch weitere bekannte und weniger bekannte Zertifizierungen, beispielsweise Fairtrade, Rainforest Alliance und das sechseckige Bio-Siegel. Auch wenn alle diese Zertifizierungen der gemeinsame Grundgedanke, das Leben der Kaffeebauern und ihrer Umwelt positiv zu beeinflussen, verbindet, so setzen sie doch unterschiedliche Schwerpunkte bei ihrer Arbeit. So steht das internationale Fair-Handels-Siegel Fairtrade vor allem für feste Mindestpreise, eine Prämie für Gemeinschaftsprojekte und Umweltstandards, von denen die Kaffeebauern und ihre Familien profitieren, während für die Rainforest Alliance der Erhalt des Regenwaldes und der Artenvielfalt sowie sozial gerechtere Arbeitsbedingungen für die Kaffeefarmer und ihre Arbeiter im Vordergrund stehen.

Möchten Sie mehr über Nachhaltigkeit und die Siegel-Partner erfahren? Herr Bohne erklärt es Ihnen auf amüsante Weise hier im Video. Viel Spaß!

Nachhaltige Kaffees bei Tchibo genießen

Ein Händler, der mit all diesen Zertifizierungs- und weiteren Partnern zusammenarbeitet, ist Tchibo. Insgesamt sind bereits rund 40 Prozent der bezogenen Rohkaffees in das Nachhaltigkeitskonzept des Unternehmens einbezogen. Das ehrgeizige Ziel: Mittelfristig will man nur noch nachhaltigen Kaffee anbieten, dessen Anbau ökonomische, ökologische und soziale Anforderungen gleichermaßen erfüllt und damit den Kaffeefarmern und ihren Familien eine dauerhafte Lebensgrundlage ermöglicht.

Ein gutes Stück hat Tchibo schon geschafft. Beispielsweise hat Tchibo über 30 nachhaltige Sorten im Angebot und schenkt jede Sekunde eine nachhaltige Tasse – zumeist in Fairtrade-Qualität – in seinen Filialen direkt aus. Wie wir Konsumenten diese Entwicklung unterstützen können? Indem wir uns bewusst für nachhaltige Angebote entscheiden.

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