Nachhaltigkeit
Die Macht des guten Konsumenten

Erst Lebensmittel, jetzt auch Textilien und Gebrauchsartikel: Auf vielen Produkten findet sich eine Flut von Nachhaltigkeitssiegeln. Wie kann ich mich orientieren? Kann Kaufen wirklich Gutes bewirken?

T-Shirts, LCD-Fernseher, Sneaker: Viele unserer Alltagsprodukte werden in Entwicklungs- und Schwellenländern wie Bangladesch oder China produziert. Der Haken: Die Produktionsbedingungen vor Ort für Mensch und Umwelt entsprechen nicht immer den Standards, wie wir sie kennen. Im Grunde weiß jeder, dass sich etwas ändern muss. Aber wie? In dieser Frage sind wir uns als Konsumenten uneins. Viele sehen die Unternehmen in der Pflicht. Das ist in vielerlei Hinsicht auch richtig. Doch trotz der hohen Sensibilisierung für das Thema denken viele, dass Nachhaltigkeit sie persönlich eigentlich nicht betrifft. Wie auch? Ich als Einzelner kann ja zum Beispiel kaum persönlich raus aufs Meer fahren und den Plastikmüll einsammeln. Also einfach zurücklehnen und hoffen, dass sich die Dinge irgendwann bessern? Wohl kaum.

Das neue Handeln durch verantwortungsvollen Kauf unterstützen

Keine Frage: Wir alle sind verantwortlich. Viele vergessen, dass es ein recht einfaches Mittel gibt, Umweltverschmutzung und schlechte Arbeitsbedingungen nicht länger zu unterstützen: das Kaufverhalten. Sprich: Jeder Einzelne kann durch gezieltes Kaufen oder Nichtkaufen einen Beitrag leisten. Als Orientierung dienen dabei die Nachhaltigkeitssiegel auf den Packungen. In der Praxis jedoch fällt das gute Kaufverhalten nach wie vor schwer, was wohl daran liegt, dass wir durch die verwirrende Vielzahl an Siegeln nicht wissen, welchem davon man vertrauen kann und welchem nicht. Oder wir kennen die Siegel schlichtweg nicht und haben keine Ahnung, was sie wo und wie bewirken sollen. Fakt ist, dass alle international anerkannten Organisationen ein Grundgedanke vereint – den Status quo nicht hinzunehmen, um hinsichtlich ihres jeweiligen Schwerpunktes etwas zu verbessern.

Das Hamburger Handelsunternehmen Tchibo arbeitet auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit mit mehr als 20 Organisationen zusammen. Bei vielen seiner Sortimentsteile sind daher gleich mehrere Siegel vertreten: Auf Kaffee zum Beispiel Fairtrade, UTZ, Rainforest Alliance Certified™ oder das EU-Bio-Siegel, auf Textilien OCS (Organic Content Standards) oder GOTS (Global Organic Textile Standard). Auf Holzspielzeug sieht man das FSC®-Zeichen (Forest Stewardship Council) für globale verantwortungsvolle Waldwirtschaft, beim Einsatz von Kunstpelz kann man das Logo des Fur Free Retailer Programs erkennen, welches durch  Vier Pfoten e.V. unterstützt wird.

Einheitliches Zeichen für Nachhaltigkeit: GUT GEMACHT

Tchibo hat erkannt, dass es für Kunden schwierig ist, bei all den Siegeln den Überblick zu behalten. Zur leichteren Erkennbarkeit von Nachhaltigkeit hat das Unternehmen daher GUT GEMACHT eingeführt. Es fungiert als Dachzeichen für alle nachhaltigen Siegel, Zertifikate und Partnerorganisationen. Auf der dazugehörigen Website erfahren Kunden genau, wo Tchibo bereits auf dem Weg ist und was genau getan wird. Das Ziel: 100 Prozent nachhaltiges Handeln in der gesamten Lieferkette.

Schon heute stammen rund 40 Prozent des Tchibo Kaffees aus nachhaltigem Anbau und 76 Prozent der eingekauften Baumwolle aus nachhaltigen Quellen. Über die Zertifizierungen hinaus hat das Unternehmen auch eigene Nachhaltigkeitskonzepte aufgelegt, beispielsweise das Trainingsprogramm WE, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Arbeitsbedingungen in den Entwicklungs- und Schwellenländern dauerhaft zu verbessern. Bereits 320.000 Menschen in neun Ländern profitierten von dem Programm. Natürlich weiß man auch bei Tchibo, dass auf dem Weg zu umfassender Nachhaltigkeit noch viele Schritte gegangen werden müssen, doch es geht voran. Denn Tchibo ist genauso auf dem Weg wie viele Kunden auch. Durch unser bewusstes Kaufverhalten können wir die Entwicklung weiter vorantreiben.

Weitere Infos unter www.tchibo.de/GUT-GEMACHT

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