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Sie spielt Prinzessin Diana Hauptdarstellerin Elizabeth Debicki findet: Es reicht mit der inhaltlichen Kritik an "The Crown"

Schauspielerin Elizabeth Debicki
Schauspielerin Elizabeth Debicki
© Vittorio Zunino Celotto / Getty Images
In wenigen Tagen startet die neue Staffel der Netflix-Serie "The Crown", um die es schon vorab heftige Diskussionen gab. Hauptdarstellerin Elizabeth Debicki zeigt in einem Interview wenig Verständnis für die Kritik.

Am 9. November startet die fünfte Staffel der Netflix-Serie "The Crown". Bereits vor Ausstrahlung sorgen die neuen Folgen, die in den Neunzigern spielen, für reichlich Wirbel. Thematischer Schwerpunkt ist dieses Mal die gescheiterte Ehe von Prinzessin Diana und König Charles III., damals noch Prinz Charles. Dass die Macher von "The Crown" unter anderem Prinzessin Dianas BBC-Interview aus dem Jahr 1995 nachstellen, in dem sie über ihre "Ehe zu dritt" sprach, soll die Königsfamilie extrem verärgern.

Elizabeth Debicki spielt Prinzessin Diana in "The Crown"

Unverständnis gibt es ebenfalls, weil die Serie andeuten soll, Charles habe mit dem damaligen britischen Premierminister John Major über die Abdankung der Queen gesprochen. Das sei "bösartiger Unsinn", sagte Major. Auch die angebliche Affäre von Prinz Philip mit seiner langjährigen Freundin Penny Knatchbull sei Gegenstand der  neuen "The Crown"-Episoden, berichteten britische Medien. Spätestens als bekannt wurde, dass in der Serie auch die letzten Stunden vor dem Unfalltod von Prinzessin Diana zu sehen sein werden, monierten Kritiker, nun sei eine Grenze überschritten worden.

Jetzt hat sich Hauptdarstellerin Elizabeth Debicki in einem Interview mit dem britischen Magazin "Radio Times" zu der massiven Kritik an der Serie geäußert. Sie respektiere die Standpunkte der Menschen, sagte die 32-Jährige, die in der neuen Staffel Prinzessin Diana spielt. Aber es sei an der Zeit aufzuhören, über einzelne Handlungsstränge zu reden, und einfach weiterzumachen.

Debicki verweist auf den Disclaimer, den Netflix nach der Kritik von Oscar-Preisträgerin Judi Dench ergänzt hat. Die 87-Jährige hatte vor einigen Wochen einen offenen Brief an die Zeitung "The Times" geschrieben, in dem sie die Darstellung der Königsfamilie "auf grausame Art ungerecht" nannte. Dench forderte von dem Streaminganbieter, dass jeder Episode eine Erklärung hinzugefügt wird, die deutlich macht, dass es sich um eine fiktive Darstellung historischer Ereignisse handelt.

Netflix ergänzte "The Crown"-Trailer um einen Hinweis

Tatsächlich steht nun bei YouTube unter dem Trailer zur fünften Staffel: "Inspiriert von realen Ereignissen, erzählt diese fiktive Dramatisierung die Geschichte von Königin Elizabeth II. und den politischen und persönlichen Ereignissen, die ihre Regentschaft geprägt haben."

Schauspielerin Debicki sagte über den Hinweis: "Wenn das für bestimmte Leute hilfreich ist, dann ist das eben so. Jetzt kann das Gespräch wieder auf das kreative Bestreben der Serie zurückgeführt werden. Mir war immer klar, dass man nie wissen kann, was hinter verschlossenen Türen passiert und dass ein Autor interpretiert, was passiert sein könnte."

Die Serie lasse "einen riesigen Spielraum für Interpretationen", je nachdem von welchem Standpunkt man "The Crown" schaue, findet die Australierin. "Das ist für mich gutes Drama." Statt vorab zu urteilen, solle sich jeder selbst eine Meinung bilden, wenn die neuen Folgen bei Netflix zu sehen sind.

Quelle:  "Daily Mail", "BBC"

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