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Erneute Bitte um Begnadigung Krebsverdacht bei "Tiger King" Joe Exotic: "Mein Körper ist müde"

"Tiger King" Joe Exotic wurde durch eine Netflix-Doku über ihn und sein Umfeld weltberühmt
"Tiger King" Joe Exotic wurde durch eine Netflix-Doku über ihn und sein Umfeld weltberühmt
Joe Exotic hat seine Blutergebnisse auf Facebook geteilt - sie deuten auf Prostatakrebs hin. Er sei müde und habe viel Gewicht verloren, sagte der Mann, der aus einer Netflix-Doku bekannt wurde - und wegen versuchten Mordes im Gefängnis sitzt.

Die Netflix-Dokumentation "Tiger King" machte ihn weltberühmt: Joe Exotic hat auf Facebook mitgeteilt, es bestehe der Verdacht, dass er an Prostatakrebs erkrankt sei. Ein entsprechender Bluttest deute darauf hin. "Mein Körper ist müde und ich habe sehr viel Gewicht verloren", schrieb der 58-Jährige. Er übergebe sich mehr, als er essen würde, so Joseph Maldonado-Passage, wie er bürgerlich heißt. Er wolle niemandes Mitleid, aber Präsident Joe Biden solle die "Begnadigung unterzeichnen, die Präsident Trump liegenließ".

In einem Update schrieb er, dass er Ende des Monats weitere Tests absolvieren würde, darunter eine Biopsie sowie eine Darmspiegelung, die den Krebsverdacht erhärten sollen.

Joe Exotic sitzt eine 22-jährige Haftstrafe wegen versuchten Mordes ab. Er hat nach Überzeugung des Gerichts versucht, seine ehemalige Widersacherin, die Tierrechtsaktivistin Carole Baskin, umzubringen. Dafür habe er einen Auftragskiller beauftragt und bezahlt, der die Tat aber letztlich nicht ausführte.

In den vergangenen Jahren hatte er mehrfach Präsident Trump um eine Begnadigung gebeten und Beobachter hatten ihm durchaus Chancen auf eine solche ausgerechnet. Letztlich ging der exzentrische Großkatzenfanatiker jedoch leer aus.

Netflix-Doku um Streit zwischen Joe Exotic und Carole Baskin

Exotic hatte jahrelang einen Tierpark mit zahlreichen Großkatzen betrieben. Vor allem Tiger haben es ihm angetan. Diese züchtete er auch selbst, um mit den Jungtieren durchs Land zu touren. Zuschauer ließ gegen Geld Fotos mit den Tigerbabys machen. Außerdem handelte er auch mit den Tieren. Diese Praxis ist mittlerweile in den USA verboten.

Aktivistin Baskin hatte ihm stets Tierquälerei vorgeworfen und gegen seinen Park Stimmung gemacht. Nach Exotics Verurteilung wurden ihr sein Park und seine Tiere zugesprochen. Baskin betreibt selbst ein vergleichbares Projekt.

Die Netflix-Doku hatte vor allem den Streit zwischen diesen beiden beleuchtet und beide jahrelang begleitet. Das Format gehört zu den erfolgreichsten Dokumentationen aller Zeiten und wurde weltweit. In den USA hatten allein in den ersten zehn Tagen nach Erscheinung rund 35 Millionen Abonnenten die Serie gestreamt.

Quellen:  Facebook / "Daily Mail"

fin

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