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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Justin und der kleine Bieber-Butzemann

Plötzlich Papa: Mit echten und angeblichen Lendenfrüchten müssen diese Woche Vati Grant und Vielleichtvati Justin fertig werden. Und auch Thomas Anders wird von Jugendsünden heimgesucht - Nora!

Von Stefan Mielchen

Zeit ist Geld, weiß der Volksmund. Blöd ist nur, dass heutzutage kaum noch jemand Zeit hat, weswegen schlaue Menschen den Quickie erfunden haben. Einen solchen will eine 20-jährige Amerikanerin jetzt zu Geld machen und ließ daher in dieser Woche eine kleine Bombe platzen: Popstar Justin Bieber soll angeblich der Vater ihres Kindes sein! Dem musikalischen Milchbubi, den man bislang nicht mal für zeugungsfähig hielt, soll mit dem kleinen Tristyn ein wahrer Schnellschuss gelungen sein - auf dem Backstage-Klo des Staples-Centers in Los Angeles. Dort will sich Mariah Yeater dem Erstversuch Biebers hingegeben haben, wie sie dem amerikanischen "Star Magazine" wortreich anvertraute. Nach anfänglichen Küssen soll der liebestolle Justin ungeduldig das böse F-Wort in den Mund genommen haben. Aus dem darauf folgenden Spaß indes wurde Ernst - und der ist jetzt drei Monate alt. Ob es sich tatsächlich um einen echten Bieber-Butzemann handelt, soll nun ein Vaterschaftstest klären. Ziemlich viel Aufwand für ein leicht zu klärendes Problem: Ein Blick auf die Frisur von Klein-Justin dürfte rasch alle Unklarheiten beseitigen.

Dass Alter vor Torheit nicht schützt, musste auch Knuffel-Schauspieler Hugh Grant jetzt feststellen. Schließlich kann man auch mit 51 noch Papa werden - auf nicht minder schnelle Weise. Der "Notting Hill"-Star, der auch schon mal beim Autoverkehr mit einer Prostituierten erwischt wurde, mag auf der Leinwand den großen Romantiker geben. Im wahren Leben handelt auch er eher nach der Devise: rein, raus, fertig! Mit Erfolg: In dieser Woche wurde er Vater einer Tochter. Über die Mutter der Kleinen erfuhr man gerade einmal, dass es sich um eine flüchtige Affäre gehandelt habe - viel mehr weiß Grant offenbar selber nicht. Trotzdem gibt er den glücklichen Papa, und das nicht ohne Grund. "Ich will nicht mit 80 in einem Altersheim hocken, ohne Kinder und Enkelkinder", hatte er im vergangenen Jahr in einem Interview getönt. Sprach's - und sorgte ungewollt für Abhilfe. Wozu auch Kondome benutzen?

Bum-Bum-Burkhardt

Da aller guten Dinge drei sind, erschütterte ein weiterer Quickie in dieser Woche die Weltöffentlichkeit. Schauspieler Gedeon Burkhardt ließ es im Berliner "Borchardt" ebenfalls tüchtig krachen! Was den einen ihre Besenkammer, ist dem Ex-Kommissar Rex offenbar das Männerklo - dort verschwand der 42-Jährige nämlich während der "Anonymus"-Party von Regisseur Roland Emmerich länger als gewöhnlich. Aber nicht etwa, weil so starkes Schneetreiben geherrscht hätte. Vielmehr, weil er in Begleitung seiner Freundin Anika, 24, war. Und die scheint anspruchsvoll zu sein: "Ich habe eine junge Freundin - die hat halt Bedürfnisse", sagte Burkhardt nach dem 30-minütigen Tête-à-tête einer Reporterin der Sex-Stasi von "Bild". Die war - natürlich rein zufällig - zur Zeugin der Anklage geworden und hatte den Zwischenfall genüsslich weitergetratscht. Doch wie sagte schon Wilhelm Busch: "Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung."

Um Letztere buhlt seit dieser Woche auch Nora Balling. Die frühere Frau von Thomas Anders, hat den ehemaligen Modern-Talking-Sänger jetzt verklagt. Allerdings nicht auf Herausgabe der schlimmen Kette mit den vier Großbuchstaben, sondern wegen dessen Autobiografie. In der beklagt sich Anders über Noras Verhältnis zu Geld und über ihr Dasein als Hausfrau. Dass für diesen gedruckten Bullshit Bäume sterben mussten, wollte Nora keinesfalls auf sich sitzen lassen - und klagte. Für Anders' Anwalt ist der Zweck der Übung klar: "Geld aus der Sache zu schlagen." Das weist Nora natürlich von sich. Und überhaupt, eines will sie angeblich heute ganz bestimmt nicht mehr: in der Öffentlichkeit stehen. Da ist so eine Klage natürlich genau das richtige Mittel ...

Die Außerirdischen zu Gast bei Victoria Beckham

Das Problem mit der Öffentlichkeit kennt man auf der anderen Seite des Planeten offenbar nicht. Dort in L.A. lebt Victoria Beckham, und die twittert nun wirklich jeden Mist in den Orbit. Auch in den unendlichen Weiten des Weltalls scheint man ihr Gezwitscher mittlerweile zu empfangen - und wurde scheinbar neugierig: Posh bekam in dieser Woche tatsächlich Besuch von Außerirdischen! "Ich habe letzte Nacht ein Ufo über unserem Haus gesehen", behauptete sie und postete gleich noch ein Foto hinterher. Auf dem waren zwar keine kleinen grünen Männchen zu sehen, aber immerhin ein ganz großes helles Licht. Beckham glaubt, dass die vermeintliche extraterrestrische Visite ihr persönlich galt. Ganz im Gegensatz zu ihren Followern, die nicht mit Spott und Häme sparten: "Will jemand Victoria Beckham sagen, dass das Ufo der Mond ist?", fragte einer. Doch Vic wartete die Antwort gar nicht erst ab. Sie tat, was Frauen wie sie in solchen Momenten am besten können - und ging shoppen. Ganz oben auf dem Einkaufszettel: Moon Boots.

  • Stefan Mielchen