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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Nacktscannen für Fortgeschrittene

Während alle Welt über Nacktscanner debattiert, ist Simone Thomalla schon einen Schritt weiter. Victoria Beckham ist dagegen zu gaga für Nahaufnahmen. Dschungel-Transe Lorielle London schwebt derweil auf Wolke sieben.

Von Stefan Mielchen

Über Sinn oder Unsinn von Nacktscannern ist gerade eine große Debatte entbrannt - nur eine ist da schon ein ganzes Stück weiter: Großschauspielerin Simone Thomalla wird am Flughafen künftig wohl einfach durchgewinkt, nachdem sie im "Playboy" mehr offenbarte, als moderne Technik möglich macht. Blankgezogen mit 44 - Respekt! "Deutschland vibrierte", konstatierten die wuschig gewordenen Busenfachleute der "Bild"-Zeitung angesichts des gewaltigen Glockenläutens. Und selbst Thomallas Ex, Rudi Assauer, dürfte sich genüsslich seine Zigarre angesteckt haben, um anschließend in aller Ruhe das Fachblatt für männliche Alleinunterhaltung durchzuarbeiten.

Seit die "Alte" wieder einen Jungen hat, scheint sie richtig aufzublühen. Im "Playboy" gibt sie nach eigener Aussage "die Katze". Die dazugehörigen Krallen könnte Thomalla allerdings schneller ausfahren müssen, als ihr lieb ist: Ihr 25-jähriger neuer Busenfreund wurde nämlich laut "Frau aktuell" unlängst beim Fremdknutschen erwischt! So blöd ist sonst eigentlich nur Hannovers Hochadel. Der in flagranti abgelichtete Handballer Silvio Heinevetter will natürlich nur eine Freundin "getröstet" haben. Das darf man aber getrost zu den eher uninspirierten üblichen Männerausreden zählen. Simone Thomalla erklärte dennoch, ihrem Gespielen zu vertrauen. Zumindest hat sie die gewichtigeren Argumente auf ihrer Seite.

Kein Sex vor der Ehe

Dabei ist Größe nun wirklich nicht alles. Wer wüsste das besser als Dschungelprinzessin Lorielle London! Bekanntlich wurden Teile ihrer Monsterbrüste einer Zweitverwertung als Po zugeführt - Madame sitzt jetzt gewissermaßen auf ihrer Oberweite. Und das ist noch längst nicht alles: Nase kleiner, Kinn größer, Lider gestrafft - Lorielle ist kaum wiederzuerkennen. Nur ihr kleiner Lorenzo baumelt immer noch da, wo Mutter Natur ihn hingehängt hat. "Über solche Kleinigkeiten schaue ich einfach hinweg", gesteht nun Lorielles erste große Liebe, FDP-Mitglied Jobst Freiherr von Harlessem, 52. Und schon schwärmt Fräulein London gefühlsecht von einer bevorstehenden Mutterschaft: "Ich möchte auf jeden Fall Kinder." Zu ihrer Kleinigkeit sagt Lorielle zwar nicht viel. Aber nachdem der Pulleralarm nun schon mal ausgelöst war, immerhin das: kein Sex vor der Ehe - und der Final Cut findet später statt. "Das hat noch Zeit", glaubt sie. Und auch den Freiherrn stört das Dingeling der, ähm, Frau an seiner Seite nicht im Geringsten: "Lorielle hat mehr Weiblichkeit als jede andere Frau. Wenn ich ihren Mund sehe, wird mir ganz warm." Den Mund - nee, is' klar ...

Kein Sex nach der Ehe: Der größte Einlocher aller Zeiten trägt derzeit schwer an seinem Schicksal. Golf-Gigant Tiger Woods wurde seit Wochen nicht mehr öffentlich gesehen. Jetzt heißt es, er sei in einer Sexklinik in Arizona untergeschlüpft. Geschlechtsverkehr auf Krankenschein? Würde ja passen, wo ihm die Küchenpsychologen der Boulevardpresse fachmännisch eine Orgasmussucht attestieren. Die "Sex-Kur" ist in Wahrheit natürlich ein Entzug, eine Art Betty-Ford-Klinik für untenrum - Ringelpiez ohne Anfassen. Die gute Nachricht: Zum Valentinstag soll Tiger Woods wieder freikommen. Das wird für alle Beteiligten bestimmt ein Festival der Liebe.

"Zu gaga für Nahaufnahmen"

Weit unbehaglicher fühlten sich in dieser Woche amerikanische Fernsehkritiker, die sich den Auftritt von Miss Leptosom Victoria Beckham als Jurorin bei "American Idol" ansehen mussten. "Ihr Gesicht ist einfach zu gaga für Nahaufnahmen", hieß es, und "ihr ausgemergeltes Erscheinungsbild war abstoßend". Aber mal ehrlich: Viel ist ja auch einfach nicht mehr da, was von der Beckhamschen Unterernährung noch ablenken könnte. Auch Posh hat abgerüstet, ihr Silicon Valley ist wieder auf Körbchengröße B geschrumpft. Trotzdem sieht sie weiterhin aus wie ihre eigene Wachsfigur. Blöd, wenn man als S(t)ilikone dann auch noch die falschen Klamotten aus dem Schrank holt, wie die "Washington Post" anmerkte: "Beckham-Spice scheint sich den Kopf aufgeschlagen zu haben, der wurde nämlich von einem Stück Spitze zusammengehalten, das sie in Omas Kommode gefunden zu haben schien", lautete das vernichtende Urteil. Nur gut, dass wir uns derweil wenigstens an Mr. Beckham laben durften, denn auch David zog blank! Mitten im Spiel gegen Turin musste der AC-Milan-Kicker diese Woche seine Fußballshorts wechseln. Selbstredend nicht in der Kabine, sondern auf dem Feld, damit es auch ja jeder sehen kann - die versammelte Weltpresse inklusive. Gelernt ist eben gelernt.

War sonst noch was? Na klar: Liliana Matthäus, deren Nachname sich in absehbarer Zeit wieder ändern dürfte, soll für ihr Erscheinen bei einer Kölner Charity-Gala in dieser Woche angeblich 25.000 Euro kassiert haben. Ein guter Zweck, vor allem für sie selbst. Gegenüber "Bild" erklärte Loddars Noch-nicht-ganz-Ex anschließend: "Mir geht's gut. Ich vertiefe mich jetzt in die Arbeit." Arbeit? Arbeit! Sorry, Frau Matthäus: selten so gelacht ...