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Abgewatscht - die Promi-Satire: Wahre Größe kommt von innen

Lorielle London bekommt Post von "Busenfetischisten" und lässt deshalb ihren Vorbau jetzt wieder verkleinern. Ähnliche Fanpost droht Dieter Bohlen trotz Nacktfotos zum Glück nicht. Von seinem Genital war nur der "Schattenwurf" zu sehen.

Von Stefan Mielchen

Zickenkrieg im britischen Königshaus: "Wenn Harry das kann, kann ich das auch" wurde Prinz William in dieser Woche zitiert. Doch diesmal geht es nicht um Drogen, Suff und Vielweiberei. Kunsthistoriker William hat sein Weichei-Image satt und will unbedingt in den Krieg! "Ich bin nicht zum Militär gegangen, um verhätschelt oder anders als die anderen behandelt zu werden", quengelt der große Bruder von Dirty Harry. Aber muss er seine Männlichkeit ausgerechnet in Afghanistan unter Beweis stellen? Harry zeigt doch schließlich auch an der Heimatfront, was ein ganzer Kerl ist: Zuletzt profitierte davon die fünf Jahre ältere Caroline Flack, die mit der Berufsbezeichnung Luder noch einigermaßen gut wegkommt. Alkoholexzesse, Zungenkussfotos mit Freundinnen - Caro entpuppte sich als echtes Flack-Geschütz des schlechten Benehmens. Offizier Windsor trat schließlich den geordneten Rückzug an - offenbar war es Harry nicht gewohnt, dass seine Freundin ihn unter den Tisch trinkt. Und auch die Großmutter soll auf Kapitulation gedrängt haben.

Um große und echte Gefühle zwischen ihr und Oliver Pocher handelt, hat hingegen Sandy Meyer-Wölden den Paartherapeuten des Fachblattes "Bunte" diese Woche in den Block diktiert. "Oliver und ich haben sehr viel gemeinsam, mehr als viele glauben" beteuert die versierte SMS-Autorin. Musste die Boris-Ex in ihrer Jugend etwa auch als Zeugin Jehovas mit dem Wachturm bewaffnet in zugigen Fußgängerzonen herumlungern? Mitnichten! Als eine der größten Gemeinsamkeiten beschrieb Sandy, dass Oliver und sie gleich klein seien. Wenn das mal keine solide Beziehungsbasis ist! Trotzdem will Sandy künftig auf hohe Absätze nicht verzichten, denn: "Ich bin eine Frau und liebe Schuhe". Nee, is klar!

Lorielle London verkleinert ihren Busen

Auch Lorielle London, die mal als Lorenzo auf die Welt kam - blöderweise mit Penis und ohne Brüste - ist inzwischen eine echte Frau. Nach der Geschlechtsangleichung war die Ex-DSDS-Kandidatin zwar immer noch weitgehend talentfrei, konnte aber endlich mit anderen Pfunden wuchern: Doppel-D! Doch die pralle Auslage, die Lorielle bereitwillig in jede Kamera hielt, wurde zum Fluch: "Ich wurde schon von irgendwelchen Busenfetischisten angeschrieben", beschwerte sich die verhinderte Dschungelqueen. Welch' Wunder, Hirnfetischisten wenden sich auch an andere Leute. Um dem Treiben Einhalt zu gebieten, ließ Lorielle ihre Weiblichkeit jetzt wieder reduzieren. "Mir ist es absolut wichtig, dass ich für das gemocht werde, was ich bin. Nicht nur für meine Brüste!". Soso. Aber was genau ist Lorielle?

Dieter mit dem "knackigen Popöchen"

Darauf dürfte auch Dieter Bohlen keine Antwort haben, obwohl er eine Menge von Doppel-D versteht. Dass er sein eigenes bestes Stück gewinnbringend zu vermarkten weiß, ist seit dem schlagzeilenträchtigen Penisbruch bekannt. Dass er auch etwas, das gar nicht zu sehen ist, versilbert, ist hingegen neu: 40.000 Euro bekam er jetzt vor Gericht zugesprochen, weil eine Illustrierte Nacktfotos von Dieter veröffentlicht hatte. Die Aufnahmen entstanden auf Malle, waren aber nichts für Penisfetischisten - das Dingeling ließ das Blatt wegretuschieren. Dennoch fanden die Richter, dass der Schattenwurf eine konkrete Vorstellung des Genitals zuließ. Und das war wohl auch Dieters Problem - der Schatten war nicht allzu groß ausgefallen. Immerhin hatten die Redakteure Sinn für Humor und gestanden Bohlen ein "knackiges Popöchen" zu. Aber das Blatt heißt ja schließlich auch "Viel Spaß".

War sonst noch was? Na klar: Madonna wird jetzt doch noch mal Mutter. Ihre Shoppingtour durch Malawi führte zum erwünschten Ergebnis. Mittlerweile telefoniert sie täglich mit der kleinen Mercy James: "Mami wartet auf dich auf der anderen Seite des Meeres." Hoffentlich wurde das Waisenkind bilingual erzogen und nicht nur in der ortsüblichen Bantusprache Chichewa. Auf der anderen Seite des Verstandes erwartet Mercy bereits ein Zimmer mit Porzellanpuppen, nostalgischen Teddybären, ledergebundenen Büchern und historischen Landkarten von Afrika - was man als Vierjährige eben so braucht. Schlimmer kann man es als Kind bei Michael Jackson wohl auch nicht mehr antreffen.