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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick Verliebt, verlobt, McDonald's


Ob's eine Juniortüte dazu gab? Natascha Ochsenknecht feiert mit ihrem 19 Jahre jüngeren Freund Verlobung im Fast-Food-Restaurant. Sein Fett weg bekommt hingegen Harald Glööckler.
Von Stefan Mielchen

Berlin hat seinen Flughafen, Stuttgart einen Bahnhof und Hamburg die Elbphilharmonie. Doch die Milliardengräber sind eher Peanuts - gemessen an Fernsehfaktotum Harald Glööckler: "Mein Körper ist die teuerste Baustelle Deutschlands", rechnete er in dieser Woche in "Bild" vor. Aufgespritzt, aufgepumpt und abgesaugt - Glööckler hat für bislang 100.000 Euro nichts ausgelassen, was pompöös und teuer ist. "Mein Körper ist ein Gesamtkunstwerk", glaubt der Mann mit dem größten Fremdschämpotenzial der Republik. "Ich arbeite an meinem Körper wie an einer Skulptur." Michelangelo dürfte sich im Grab vor Lachen winden: "Mittlerweile sieht er aus wie ein Fabelwesen, eine Mischung aus Manga-Figur und Aladin aus der Wunderlampe", urteilten selbst die geschmacksresistenten Beautyexperten der Zeitung. Und das, obwohl der 46-Jährige gerade erst sechs Kilo Fett absaugen ließ. "Die Kunstfigur Harald darf nie fett werden", begründete Glööckler diese Maßnahme und versprach: "Ich werde mich immer wieder unters Messer legen."

Bei Stefanie Hertel wird unterm Dirndl noch gejodelt

Eine Metamorphose in die entgegengesetzte Richtung durchlebt derzeit Volksmusikstar Stefanie Hertel. Vom braven Mädchen zum lasziven Vamp: Bei "Let's Dance" zeigt sie, dass unterm Dirndl noch gejodelt wird! Ihr Dekolleté, viel nackte Haut und ein Bauchnabelpiercing blieben nicht ohne Folgen. Heino bekam davon öffentlich Schnappatmung. "Wie Stefanie sich zu einem halb nackigen Revuegirl entwickelt, bereitet mir Bauchschmerzen", klagte der Volksmusikpate in dieser Woche. Das "früher so anständige Mädchen" sei auf direktem Weg nach unten: "Es gibt in Deutschland viele Stangen, an denen man tanzen kann. Zum Beispiel auf der Reeperbahn", prophezeite Hertels Ziehvater. Seither ist die Geriatrieabteilung der deutschen Blasmusikbranche in Aufruhr: "Heino hat nicht ganz unrecht", sekundiert der 84-jährige Gotthilf Fischer, und die 70-jährige Margot Hellwig urteilt: "Heino sieht das zu streng." Stefanie Hertel bleibt gelassen: "Wenn's Heino nicht gefällt, kann er gerne wegzappen", kommentierte sie ihre große Freiheit. Sprach's - und kam eine Runde weiter.

Von der Reeperbahn ist es nur ein Katzensprung bis zum Ballermann. Hier wie dort wird nicht nur an so mancher Leberzirrhose gearbeitet, sondern auch an anspruchsvoller Unterhaltung. Nachdem Mallorca-König Jürgen Drews offiziell die Gröhlsaison eröffnet hat, wurde sogleich ein weiterer deutscher Superstar eingeflogen: Kim Gloss, deren Karriere nach DSDS und Dschungelcamp auf Malle einen weiteren Höhepunkt erreicht. Die 19-Jährige Deutsch-Polin, die gerüchteweise schon geschminkt zur Welt kam, versuchte in dieser Woche mit kunstvoll dargebotenen Schlagern den "Bierkönig" zu erobern. Doch das anspruchsvolle Publikum senkte den Daumen: "Die Leute hier sind betrunken, die feiern eigentlich zu allem", schrie einer der Anwesenden in die RTL-Kamera, um dann ganz nüchtern über Kim zu urteilen: "Sie kann einfach nix." Beste Voraussetzungen, um es im Privatfernsehen noch sehr weit zu bringen.

Gute Zeiten, schlechte Zeiten für Peer Kusmagk

Das weiß auch Ex-Dschungelkönig Peer Kusmagk. Er brachte sich in dieser Woche der Einfachheit halber mal wieder selbst ins Gespräch. Andere gehen zum Arbeitsamt, der 33-Jährige bewirbt sich via Interview. "Ich treffe meine Ex-Kollegen von 'Gute Zeiten, schlechte Zeiten' demnächst, und dann werde ich auch mit der Produzentin sprechen", sagte Kusmagk dem Magazin "in", um nicht länger out zu sein. "Mal gucken, was sich ergibt. Ich bin offen für ein Comeback", drohte er. Und dann noch das: Natascha Ochsenknecht hat sich in dieser Woche mit ihrem 19 Jahre jüngeren Gspusi Umut Kekilli verlobt - auf dem Parkplatz einer McDonald's-Filiale! Ob's für den Toyboy auch die große Toggo-Spielebox und ein Happy Meal gab, ist nicht überliefert. Doch der türkische Fußballer dürfte mit Blick auf Natascha aus tiefstem Herzen "Ich liebe es" ausgerufen haben. "Ich habe von der ersten Sekunde an gespürt, dass sie meine Traumfrau ist", sagte Kekilli der "Bunten". Seine 47-jährige Freundin sieht ihren zweiten Frühling etwas pragmatischer: "Ich war wie ausgehungert", verriet sie. "Ich war schon fast verhärmt und fühlte mich nach langer Zeit wieder wie eine begehrte Frau." Im Überschwang der Gefühle will Natascha sogar noch einmal Mutter werden: "Wir sind im Trainingslager, und wenn der liebe Gott es will, dann kriegen wir ein Kind." Auch für Umut hängt der Himmel voller Geigen: "Ich möchte mit Natascha mein Leben lang zusammenbleiben", erklärte er. Da kann es kein Zufall sein, dass die in dieser Woche erschienene Autobiografie seiner Angebeteten einen beziehungsreichen Titel trägt: "Augen zu und durch".


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