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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick Wenn Frauen hauen

Die Woche der starken Frauen: Micaela Schäfer und Indira Weis vermöbeln sich im Boxring, Verona Pooth zeigt Willenskraft und Stefanie Hertel erweist sich als Rampensau.
Von Stefan Mielchen

Pack schlägt sich, Pack verträgt sich: Auf Basis dieser alten Volksweisheit gestaltet das Privatfernsehen viele bunte Abende. So droschen beim großen ProSieben-Promiboxen am Samstagabend wieder verschiedene Lichtgestalten der deutschen C-Prominenz fröhlich aufeinander ein. Und damit auch ja jeder hinguckt, stiegen die unvermeidliche Indira Weis und Micaela Schäfer bereits vor der medialen Resteverwertung in den Ring: "Ich kann das nicht haben, wenn eine nur wieder in die Medien will, um die Dinger zu zeigen", ätzte Busenwunder Indira, meinte aber überraschenderweise nicht sich selbst. An Nackt-DJane Micaela ließ die 32-Jährige kein gutes Haar: "Für fünf Euro in der Dorfdisco die Hupen raushängen lassen und auf DJane machen, tolle Arbeit..." brachte sie deren berufliche Qualitäten auf den Punkt. Derart angezählt konterte Micaela eher lau: "Immerhin sind meine Dinger fest", behauptete sie und ergänzte zur Sicherheit: "Bei mir sind die wie Airbags, da bringt es gar nichts draufzubumsen." Da wurde es selbst der Gesprächsleitung von "Bild" zu bunt: "Ihr macht doch nur Show hier...", fasste die Reporterin das inszenierte Wortgeplänkel zusammen. Vergleichsweise züchtig ging's dann im Ring zur Sache. Schäfer machte zwar rein optisch die eindeutig besser Figur - wo hatte sie nur dieses silberne Astro-Outfit her? Dafür bekam sie aber von der Weis kirmesmäßig ordentlich eins auf die - pardon - Glocken.

Wepper und die Manneskraft

Eine weitere Volksweisheit fand in dieser Woche ihre prominente Bestätigung: Alte Liebe rostet nicht - schon gar nicht im zweiten bis dritten Frühling! Diese Erfahrung macht zumindest Angela Wepper, die gut daran tat, ihren umtriebigen Gatten nie wirklich in die Wüste zu schicken. "Ich wollte mit Fritz alt werden", betonte sie jetzt, was ihr offensichtlich gut gelungen ist. Der mittlerweile 70-Jährige hat sich in 37 Ehejahren zwar immer wieder gerne aushäusig vergnügt und ist zum Beweis seiner ungebrochenen Manneskraft unlängst noch einmal Vater geworden. Doch die Wepperin lässt Nachsicht walten: "Fritz ist eben ein Charmeur, ein Rumtreiber." Die späte Vaterrolle scheint dem Schauspieler nun aber zu entgleiten: Bei seiner 35 Jahre jüngeren Freundin ist deren Mutter eingezogen - Fritz trollte sich trotzig gen Tegernsee. Sein Gspusi Susanne fasste die aktuelle Situation via "Bunte" zusammen: "Bei Unterkühlung zieht sich die Körperwärme in den Kern zurück um das Überleben zu sichern..." philosophierte sie. Übersetzt heißt das wohl: Zieh Leine!

Danielas Katzenjammer

Solch weibliches Fachchinesisch hat Daniela Katzenberger nicht nötig. Sie sagt geradeheraus, was sie denkt. Das Ergebnis ist dann allerdings auch entsprechend. In China führte die Blondine in dieser Woche Verhandlungen über eine eigene Schuhkollektion. Da gerade kein Sack Reis umfiel, wurde sie beim Stadtbummel in Hongkong von staunenden Menschenmassen umringt und fotografiert. "Die sind so herrlich unversaut", entfuhr es der Katze daraufhin, bevor sie zum Wesentlichen kam: "Wenn in Deutschland Männer Brüste sehen, pfeifen sie immer. Die Chinesen sind dann ganz verlegen und schüchtern. Wenn die Brüste sehen, dann schämen sie sich und kriegen eine knallrote Birne." Nicht auszudenken was geschähe, wenn sie Danielas Katzenjammer auch noch verstehen könnten.

Dass an Plappermäulchen hierzulande kein Mangel herrscht, verdeutlicht eine weitere Expertin dieses Fachs: Verona Pooth gab in dieser Woche mal wieder ein Lebenszeichen von sich. Andere Leute verlieren den Verstand, Verona lieber an Gewicht: 15 Kilo hat sie nach der Geburt ihres Sohnes Rocco in den letzten sechs Monaten abgespeckt. Das konnte sie unmöglich für sich behalten, doch vorsichtshalber betonte die 43-Jährige, dass Aussehen alleine nicht entscheidend sei. Für sie gibt es "drei Varianten von Attraktivität: eine körperliche, eine emotionale und eine intellektuelle." Zu dumm nur, dass eine der drei Varianten an ihr vorübergegangen ist.

Stefanie Hertel, die Rampensau

War sonst noch was? Na klar! Keine Frage brannte der Nation in dieser Woche mehr unter den Nägeln als die: Wer ist die unbekannte Neue an der Seite von Volksmusiktitan Stefan Mross? Der 36-Jährige ist nach der Trennung von Stefanie Hertel nicht mehr länger Alleinunterhalter. Er habe eine neue Freundin, hatte Mross der "Super-Illu" offenbart: "Sie ist beruflich sehr erfolgreich und einfach eine tolle Frau." Mehr jedoch verriet er nicht - man will die Geschichte ja noch ein wenig auskosten können, zumal die Ex derzeit bei "Let's Dance" so eine gute Figur macht. Doch welche beruflich erfolgreiche Frau kann man sich immer wieder sonntags an der Seite des gefürchteten Moderators vorstellen? Judith von Judith und Mel? Marianne von Marianne und Michael? Oder gar Patrick von Patrick und Lindner?

Während die Fangemeinde rätselt, ist Stefanie Hertel schon einen Schritt weiter: Sie luderte sich bei RTL in einem heißen Hauch von Nichts derart lasziv übers Parkett, dass das prall geschnürte Dekolleté zu bersten drohte. "Ich bin eine Rampensau" gestand sie, und spätestens beim anschließenden Urteil von Chef-Juror Joachim Llambi dürfte es Stefan Mross in den Ohren geklingelt haben: "Die Blümchen-Nummer haben wir über Bord geworfen. Jetzt können wir auf der Trompete zum Angriff blasen", platzte es aus ihm heraus. Halali!

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