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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Wenn Prinz Frédéric um Geld bettelt ...

Prinz Frédéric von Anhalt erschnorrt sich 1,5 Millionen und Lindsay Lohan hat Schulden bei der Sonnenbank. Da rettet nur noch Heino die Stimmung.

Von Stefan Mielchen

Bei Geld hört die Freundschaft auf? Von wegen: Für Frédéric von Anhalt fängt sie da erst an! Der Prinz von Bel Air hat jetzt dank Facebook seinen ganz persönlichen Börsengang betrieben. "Ich brauche eine Million Dollar", ließ der Adoptiv-Adelige seine 4295 Freunde wissen. Klar, einer wie er kann ja zur Kapitalerhöhung auch nicht einfach mit der Wumme in der Hand die Stadtsparkasse Los Angeles betreten und "Geld oder Leben!" rufen. Der virtuelle Banküberfall war notwendig, weil dem Adoptiv-Adeligen die Obdachlosigkeit drohte: "Ende Mai sollte ich 700.000 Dollar an die Bank abdrücken - aber mir fehlte das Geld dafür", klagte der 68-Jährige. Statt sich mit ehrlicher Arbeit aufzuhalten, postete der Prinz einfach seinen Kreditwunsch - und prompt fand sich jemand, der nicht nur "Gefällt mir" klickte, sondern auch noch satte 1,5 Millionen Dollar überwies. Da Frédéric dank des spendablen Geschäftsmannes nun wieder flüssig ist, machte er gleich Nägel mit Köpfen. In zwei Wochen will er standesgemäß seinen Geburtstag feiern, allerdings nur im kleinen Kreis: 800 Freunde stehen auf der Gästeliste.

Lindsay Lohan hat Schulden bei der Sonnenbank

Hollywood-Legende Lindsay Lohan dürfte eher nicht darunter sein. Wären die internationalen Ratingagenturen auch für Promis zuständig, hätte man die B-Actrice wohl schon längst herabgestuft. Doch die 25-Jährige erledigt zur Not auch das noch selbst. Dass sie knietief im Dispo hängt, ist nicht ungewöhnlich, ihre jüngste Finanzkrise lässt dennoch aufhorchen. Lohan steht mit 40.000 Dollar in der Kreide: bei der Sonnenbank! Zwei Jahre lang soll sie einen Asi-Toaster in Las Vegas genutzt, aber nicht bezahlt haben. Nun will der Solariumsbesitzer endlich Geld sehen. Das dürfte schwierig werden - schließlich hat Lindsay ihre Kohle komplett verbraten.

Sprühsonne für Marky Mark

Vielleicht hätte sie es einfach so machen sollen wie Kollege Mark Wahlberg. Der musste schon gut aussehen, als er sich beruflich noch der Verkaufsförderung von Calvin-Klein-Schlüpfern widmete. Zwar hat Marky Mark mittlerweile ins Charakterfach gewechselt und sattelte auf Schauspielerdarsteller um. Doch seinen gestählten Körper präsentiert er immer noch gerne - am liebsten gut gebräunt. Als alter Sparfuchs setzt der 40-Jährige allerdings auf bewährte Hausmittel, um die Muskelberge möglichst ansprechend zu kolorieren. In dieser Woche wurde Wahlberg auf einem Hotelbalkon in Miami dabei beobachtet, wie er sich von einer Assistentin von Kopf bis Fuß mit Selbstbräuner besprühen ließ. So schnell wird man vom Brot zum Toastbrot.

Fashion Week in Bad Münstereifel

Schwarzbraun ist bekanntlich auch die Haselnuss. Aus der zauberte Volksmusikveteran Heino nicht nur einen seiner erfolgreichsten Schlager, sondern auch eine allseits beliebte Torte mit Fettglasur. Serviert wurde die Kalorienbombe in Heinos Rathaus-Café, doch damit ist jetzt Schluss. Der musikalische Kaffeeausschank ist dicht, weil der Hausbesitzer andere Vorstellungen einer sinnvollen Immobiliennutzung hatte: Künftig soll dort verkauft werden, was man in Bad Münstereifel für Mode hält.

Heino will sich nicht unterkriegen lassen und schon bald eine neue Rentneraufbewahrungsanstalt im Kurhaus des wehrlosen Städtchens eröffnen. Ein angebotenes Ausweichquartier neben den alten Räumen lehnte Gattin Hannelore kategorisch ab: "Man kann doch keinem Gast zumuten, bei Baulärm und Staub seinen Kuchen zu essen", erklärte sie der "Kölnischen Rundschau". Schlimmer als die Beschallung mit Heinos größten Erfolgen wäre das allerdings auch nicht.

Ein Prügel-Bieber, der die Massen begeistert

Immerhin können die Stadtväter froh sein, dass die meisten Heino-Fans mittlerweile in einem Alter sind, in denen die Hysterie der Inkontinenz gewichen ist. Nicht auszudenken, der blonde Barde würde seinem Kurstädtchen bescheren, was Teenieschwarm Justin Bieber in dieser Woche in Oslo gelang: Zu seinem kostenlosen Freiluftkonzert erschienen 50.000 Fans an der Uferpromenade und lösten eine Massenhysterie sowie reihenweise Kreislaufkollapse aus. Horden kreischender Mädels rannten auf der Suche nach ihrem Idol anschließend kreuz und quer durch die norwegische Hauptstadt. Bieber fand es lustig - und flüchtete. Doch dem Sänger steht schon weiteres Ungemach bevor: Nachdem er in Kalifornien einen Fotografen verprügelt haben soll, muss er bei einem drohenden Gerichtsverfahren mit einem halben Jahr Knast rechnen, berichtete "Us Weekly" diese Woche. Nicht die schlechtesten Aussichten.

Nicht nur gezähmt, sondern auch co-schwanger

War sonst noch was? Na klar: Rüpel-Rapper Bushido mutiert auf seine alten Tage zum Weichei. Kaum unter der Haube präsentierte er sich in der HipHop-Fachzeitschrift "Bunte" als werdender Vater. Während Gattin Anna-Maria noch sein Kind austrägt, haben bei dem 33-Jährigen im Oberstübchen längst die Wehen eingesetzt. Sechs Kilo habe er während seiner Co-Schwangerschaft zugenommen, jammerte der Obermacho: "Ich musste mir zwei Tage vor der Hochzeit noch einen neuen Anzug schneidern lassen, weil mir nichts mehr passte." In der nächsten Woche präsentiert er dann wahrscheinlich seine Schwangerschaftsstreifen. Immerhin weiß man schon, welches Geschlecht der von Bushido produzierte Rapper-Nachwuchs hat: Es wird ein Opfer.