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Abgewatscht - die Promi-Satire: Hart arbeitender Hochadel

Blaues Blut und ehrliche Arbeit, ein Widerspruch in sich? Ganz und gar nicht, wie Prinzessin Beatrice und Prinz Foffi beweisen. Außerdem geht es um Tütensuppen, Glücksunterhosen und Eigenurinbehandlungen bei akuter Akne.

Von Stefan Mielchen

Was ist nur mit dem Hochadel los? Neuerdings fallen die Blaublüter durch ehrliche Arbeit auf! Nun ja, was man in diesen Kreisen halt unter Arbeit versteht: Queen-Enkelin Prinzessin Beatrice etwa, jobbt jetzt als Verkäuferin! Die üppige 19-Jährige mit dem leicht grenzdebilen Blick, Tochter von Fergie und Prinz Andrew, betreut VIP-Kunden im Kaufhaus "Selfridges". Auch Prinz Ferfried von Hohenzollern, besser bekannt als Foffi, will schon bald arbeiten, und zwar im Altenheim. Allerdings nur, weil er auch muss: 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit brummten ihm die Richter auf, weil er Anwaltsrechnungen nicht bezahlt hat. Nun will der Ex-Lover der leider in der Versenkung verschwundenen Busenwitwe Tatjana Gsell ins Heim: Sein Mandant habe eine besondere Affinität, Älteren zu helfen, erklärte der Anwalt des insolventen Hohenzollern. Eine Begründung, die jedem Heiratsschwindler zur Ehre gereichen würde. Wenn das der Kaiser noch erlebt hätte…

Apropos: Fußballer haben's auch nicht leicht. Angepinkelt worden sei er, und zwar unter der Dusche! Das berichtet "Titan" Oliver Kahn in seinen Memoiren, die den grundbescheidenen Titel "Ich. Erfolg kommt von Innen" tragen. Von Innen kam zunächst etwas anderes. Wer genau sich da verpisst hat, weiß man nicht, es war noch zu Ollis Jugendzeiten. Aber beruhigen kann man Kahn: Dass Urin ein ganz besonderer Saft sei, verriet schon Katja Ebstein der Bild-Zeitung, die jetzt auch Ollis Lebensbeichten abdruckt: "Wenn ich Pickel habe, reibe ich sie mit meinem Urin ein. Dann heilen sie schneller." Merke: auch natürliche Schönheit kommt von Innen! Katja Ebstein gurgelte sogar mit ihrem Pipi - gegen Halsschmerzen. Da soll sich der Herr Titan mal nicht so haben.

Transen-Telenovela aus Brasilien

Viel ärger hat es ohnehin AC-Mailand-Star Ronaldo getroffen: Verbotene Liebe am Zuckerhut! Nach dem Debakel mit den transsexuellen Prostituierten in Rio sind jetzt nicht nur etliche Werbemillionen futsch, sondern blöderweise auch gleich noch die Freundin (bei der es sich offenbar um eine echte und keine umgebaute Dame handelt). Die von Ronaldo angeheuerten Nutten ruderten mittlerweile zurück: Andreia, Albertine und Carla sprachen den Fußballer von dem Vorwurf frei, sexuelle Dienste in Anspruch genommen und Koks angefordert zu haben. Dennoch muss Andreia wohl mit einer Anklage wegen Erpressung rechnen, nachdem sie Ronaldo auf etwas unorthodoxe Art 20.000 Euro in Rechnung gestellt hatte. Wo wurde noch gleich die Telenovela erfunden? Richtig: in Brasilien!

Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Britney Spears darf wieder mehr Zeit mit ihren beiden Söhnen verbringen. Ein Richter sprach ihr das Recht zu, Sean Preston und Jayden James häufiger zu sehen. Werden die Kinder bei solchen Verfahren eigentlich auch gefragt? Und kann man ihnen im Nachhinein per Gerichtsbeschluss mal vernünftige Namen geben? Viel interessanter ist allerdings, was die Sängerin und ihr Ex sich in letzter Zeit zu erzählen haben sollen: Von regelmäßigem, ausdauerndem Telefonsex ist da die Rede. Mindestens einmal die Woche sollen Britney und Kevin Federline fernmündlich zusammen kommen, will ein "Vertrauter" wissen. Hit Me Baby One More Time!

"Ich kann ja auch gut mit Tieren umgehen"

Die nicht minder kapriziöse Mariah Carey muss für derlei Höhepunkte nicht zum Hörer greifen: Ihr zwölf Jahre jüngerer Gespiele ist nämlich jetzt auch offiziell ihr Ehemann. Man sei "seelenverwandt", erklärte Carey den schnellen Entschluss, nachdem sie unlängst erst betont hatte, keine Familie gründen zu wollen. Nach nur vier Wochen Bewährungzeit heiratete die Diva dennoch den Rapper Nick Cannon bei Sonnenuntergang auf den Bahamas. Hoffentlich ist er bei Sonnenaufgang nicht schon wieder weg gewesen. Als sei das alles nicht genug, plapperte auch Paris Hilton einmal mehr aus dem Nähkästchen für geistig Minderbemittelte. Die Hotelerbin äußerte in dieser Woche einen Kinderwunsch. Begründung: "Ich kann ja auch gut mit Tieren umgehen." Nee, is' klar!

Immerhin: Die Amis haben richtige VIPs, wir lediglich den deutschen Schlager. Der gehört nun auch offiziell ins Museum. Im Bonner Haus der Geschichte eröffnet an diesem Freitag die Ausstellung "Melodien für Millionen. Das Jahrhundert des Schlagers". Dort ist nicht nur der unvermeidliche gläserne Flügel von Udo Jürgens ausgestellt, sondern auch Florian Silbereisens rote "Glücksunterhose", von der man hoffen darf, dass sie zumindest vorher gewaschen wurde. Was trägt Flori eigentlich in der Zwischenzeit drunter? Die Ausstellung läuft schließlich bis Anfang Oktober. Ebenfalls ein Fall fürs Museum ist der Eurovision Song Contest, der eigentlich Grand Prix heißt und sich offenbar treu bleibt. Während sich bei dem Gesangsspektakel heutzutage wahlweise die Russen- oder die Balkanmafia die Punkte zuschiebt, kam jetzt ans Licht, dass vor 40 Jahren kein geringerer als Diktator Franco beim ersten Sieg Spaniens nachgeholfen haben soll. "La La La" sang damals recht einfallsreich Sängerin Massiel, doch der Triumph mit einem Punkt Vorsprung soll gekauft gewesen sein. Cliff Richard hatte damals das Nachsehen mit "Congratulations" und einer der schwulsten Choreografien der Grand-Prix-Geschichte. Sir Cliff forderte jetzt, dass man sein Lied nachträglich zum Siegertitel erklären soll. Vielleicht kann die Balkanmafia da etwas drehen - in Kürze trifft sich die ganze Mischpoke standesgemäß in Belgrad.

War sonst noch was? Na klar: Oliver Geissen und Tina Plate krönen ihre junge Liebe mit einem Kind, die Schauspielerin ist im fünften Monat schwanger! Sie hat bereits eine Tochter, er steuert zwei Söhne bei. Tipp für die nächste ultimative Chartshow auf RTL: Deutschlands glücklichste Patchworkfamilien.

Dumm gelaufen ist es hingegen für Cora Schumacher. Ralfs Boxenluder hat sich tüchtig verrechnet. Die von Haushälterin Ulrike G. eingeforderten 80.000 Euro fließen nicht - das Gericht machte den Zickenkrieg um geklaute Bananen und Tütensuppen nicht mit. Angeblich soll Cora die Haushälterin sogar per Video überwacht haben - als hätte sie's bei Lidl gelernt. Dort scheint sich Frau Schumacher ohnehin gut auszukennen. Ihr Aussehen verdankt sie angeblich einer Zwei-Euro-Feuchtigkeitscreme. Billig passt eben am besten zu ihr.