Abgewatscht - die Promi-Satire Vielweiberei unterm Weihnachtsbaum


Nach der Trennungswelle der letzten Monate herrscht unterm Christbaum wieder Frieden auf Promi-Erden: "Stille Nacht" mit dem Ex ist von Madonna bis Britney Spears das Motto. Til Schweiger hat zum Fest der Liebe eine besonders gute Idee: Vielweiberei.
Von Stefan Mielchen

Weihnachten steht unmittelbar vor der Tür, das Fest der Liebe. Doch nicht wenigen Promis ist unlängst der Partner abhanden gekommen. Und weil alle Welt nur noch über Scheidung redet, hat Til Schweiger in dieser Woche mal einen ganz prima Vorschlag zur Rettung der heilen Welt gemacht: Vielweiberei! "Monogamie ist etwas, das sich die Kirche ausgedacht hat", dozierte er. "Dabei herrschte hinter den Klostermauern oft Sodom und Gomorrha!" Schweigers Weihnachtsbotschaft: "Polygamie gehört zu unserem Leben dazu!" Konsequent, wie der gute Till nun mal ist, schlüpft er zum Fest der Liebe deshalb bei seiner Ex unter - wo Dana doch so einen tollen Truthahn zubereitet. Zur Bescherung kommen statt des Weihnachtsmannes wahrscheinlich ein paar polygame Weihnachtsengel vorbei.

Nach der Trennungswelle der letzten Monate herrscht unterm Christbaum allmählich wieder Friede auf Promi-Erden. Von Veronica Ferres bis Madonna heißt es allüberall: "Stille Nacht" mit dem Ex. Einer allerdings hat sich ein paar Weihnachtsglocken der besonderen Art besorgt: Schauspieler Claus Wilcke (ältere Menschen erinnern sich: "Percy Stuart"). Der 69-jährige hatte zuletzt 5000 Euro in den Glockenstuhl seiner 40 Jahre jüngeren Ehefrau investiert, die daraufhin mit einem Fliesenleger durchbrannte. Wilcke bleibt dennoch nicht alleine unterm Christbaum. Er engagierte kurzerhand eine Diplom-Kosmetikerin. Die ist wesentlich reifer als die Gattin (nämlich nur schlappe 33 Jahre jünger) und durfte über ihre charakterlichen Vorzüge in der "Bild"-Zeitung lesen: "Beates Brüste fühlen sich fantastisch an. Ich genieße unser Sexleben sehr. Und Geld für eine Busen-OP muss ich bei ihr auch nicht ausgeben." Oh stille mich, du Fröhliche! Aber so bleibt ja vielleicht etwas für ein schönes Geschenk aus der Wäscheabteilung übrig.

Thomas Anders trotzt der Finanzkrise

Männer sind da in der Regel recht pragmatisch. Torwart-Titan Oliver Kahn etwa tätigt seine Weihnachtseinkäufe erst in letzter Sekunde. Wahrscheinlich, weil nie rechtzeitig geklärt wird, welche seiner Frauen die aktuelle Weihnachtsgans ist. Ex-Modern-Talking-Sänger Thomas Anders wiederum sieht das Fest ganz entspannt. Er trotzt der Finanzkrise mit vielen, vielen Geschenken: "Man sollte kein schlechtes Gewissen haben, sein Geld auszugeben. Geldausgeben ist schließlich eine Art Belohnung." Klar, wenn man's hat! Aber wofür will Anders sich belohnen? Etwa für seine Musik?

Die Promi-Frauen haben da ganz andere sorgen. So wie Posh Spice. Die Mutter aller Spielerfrauen war vor dem Fest noch ganz aufgelöst und tauschte ausnahmsweise den Satz "Was um Himmels willen soll ich nur anziehen?" gegen die öffentlich aufgeworfene Frage: "Was um Himmels Willen schenkt man David Beckham?" Wie wäre es vielleicht mal mit einem Schweigegelübde? Eine hübsche Idee auch für Verona Pooth. Aber die setzt lieber das Motto "Kling, Glöckchen, Klingelingeling" in die Tat um und machte sich fürs "GQ"-Cover nackig. Wenn nichts mehr hilft, einfach mal ausziehen - da wird auch der Weihnachtsmann wuschig.

Lothar-Matthäus-Freundin findet keinen Ring unterm Weihnachtsbaum

Während die einen über die Feiertage bei ihren Ex-Beziehungen unterkriechen, verschwendet Lothar Matthäus derzeit Gedanken über ein sehr weitreichendes Weihnachtsgeschenk. Er könne sich vorstellen, dass sich seine 26 Jahre jüngere Freundin Liliana "wie die meisten Frauen eine Hochzeit wünscht", sagte er der Illustrierten "Bunte". Auf die Idee, sie einfach mal selbst zu fragen, kam Loddar offenbar nicht. Er schränkte die Aussichten lieber im gleichen Atemzug wieder ein: "Wenn wir nach meiner Scheidung noch so glücklich sind, dann sollte man sich darüber Gedanken machen." Genau, erst einmal abwarten, wie teuer das alles kommt. Bis es soweit ist, muss sich Liliana halt mit ihrem Irgendwas-mit-Medien-Studium in Tel Aviv begnügen.

Und wenn auch daraus nichts wird, bleibt ja immer noch die Option aufs Dschungelcamp. Die TV-Wiederaufbereitungsanlage der heruntergekommenen C-Klasse sorgt wenige Wochen vor dem Beginn der nächsten Staffel bereits für Kopfschütteln. Aktuell werden beispielsweise Peter Bond, Giulia Siegel, Christina Lugner und Lorielle London (formerly known as Lorenzo) als mögliche Bewohner gehandelt. Womit man einmal mehr Eulen nach Athen trüge. Denn wer braucht im Dschungel so viele falsche Schlangen, wo es an echten hier keineswegs mangelt?

War sonst noch was? Na Klar: Madonna und Guy Ritchie sorgten in dieser Woche für allerhand Verwirrung. Angeblich soll Guys Weihnachtsgeld 66 Millionen Euro betragen. Ein hübsches Sümmchen für jemand der stets betonte, von der Scheidung seiner Frau finanziell nicht profitieren zu wollen. Beide dementierten die Höhe der Abfindung und betonten, sie seien sehr glücklich über die gefundene Lösung. Wer das nur wieder glauben soll? Immerhin, für die Kinder machen auch diese beiden Promis zu Weihnachten auf heilige Familie.

Von einer solchen träumt seit dieser Woche offenbar auch Britney Spears wieder. Sie soll ihren Ex Kevin Federline gebeten haben, wieder bei ihr einzuziehen. "Die beiden haben sich eingestanden, dass sie sich immer noch lieben", hieß es aus den angeblich gut unterrichteten Kreisen der Promi-Stasi, die ebenfalls wissen wollte, dass Federline zuletzt häufiger bei Britney übernachtet habe. Pyjamaparty statt Kevin allein zu Haus - da wird es doch pünktlich zu Weihnachten warm ums Herz. Und auch die Paartherapeuten freuen sich bereits über gute Umsatzprognosen für das neue Jahr - und jede Menge Arbeit. Das wird ein Fest!


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