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Tödlicher Unfall am Filmset Von "Cold Gun" hat er noch nie gehört: George Clooney fällt Alec Baldwin in den Rücken

Alec Baldwin erschoss am Set des Westerns "Rust" versehentlich Kamerafrau Halyna Hutchins
Alec Baldwin erschoss am Set des Westerns "Rust" versehentlich Kamerafrau Halyna Hutchins
© Jim Weber / DPA
Nach seinem tragischen Todesschuss am Filmset ist Alec Baldwin von der Skript-Aufseherin angezeigt worden. Gegenwind bekommt der Schauspieler auch von seinem Kollegen George Clooney.

Vor einem Monat kam Kamerafrau Halyna Hutchins am Set des Westerns "Rust" durch eine tödlichen Schuss ums Leben. Abgefeuert wurde die Waffe von Schauspieler Alec Baldwin, der fälschlich davon ausging, der Revolver sei nicht geladen.

Der Vorfall könnte für Baldwin juristische Konsequenzen haben: Mehrere Verfahren sind gegen den Schauspieler und Regisseur des Films bereits angestrengt worden. Nun hat auch die Skript-Aufseherin Mamie Mitchell in Los Angeles Klage eingereicht. Mitchell, die damals per Notruf den Rettungsdienst alarmiert hatte, moniert, am Set seien Sicherheitsvorkehrungen missachtet worden. Scharfe Munition habe am Drehort nichts verloren gehabt, zudem habe es Baldwin unterlassen, die angereichte Waffe zu überprüfen.

Alec Baldwin steht in der Kritik

Dem 63-Jährigen droht aber auch von anderer Seite Ungemach. Während er von großen Teilen der Öffentlichkeit bislang als Leidtragender unglücklicher Verkettungen gesehen wurde, dreht sich das Bild gerade etwas.

Nun hat auch sein Berufskollege George Clooney explizite Kritik geübt. In dem Podcast "WTF With Marc Maron" sagte der Oscar-Preisträger, er schaue sich am Set "jedes einzelne Mal" die Waffe  an, wenn sie ihm übergeben werde. Er öffne sie, zeige sie der Person, auf die er zielen soll und auch der Crew, so Clooney.

Präparierte Waffen seien am Set kaum von scharfen Waffen zu unterscheiden – deswegen kontrolliere er doppelt und dreifach. Wenn ihm eine Pistole gegeben werde, ziele er damit auf den Boden und drücke sechsmal ab. Das nicht zu tun, sei "einfach Wahnsinn".

George Clooney attackiert seinen Kollegen

Eine Aussage könnte für Baldwin besonders problematisch sein. Bislang hieß es, der Schauspieler habe die Waffe von dem stellvertretende Regisseur Dave Halls entgegengenommen, der sie ihm mit den Worten "Cold Gun" in die Hand gedrückt habe. Was in der Branche als Hinweis auf Platzpatronen verstanden werde.

George Clooney behauptet nun in dem Podcast, diese Formulierung nicht zu kennen: "Ich habe die Bezeichnung 'Cold Gun' noch nie gehört!", sagte er. 

Für Baldwin sind das keine guten Nachrichten. Die juristischen und finanziellen Folgen des Unglücks sind noch gar nicht abzusehen – und nun droht auch seine Reputation Schaden zu nehmen. Die kommenden Monate dürften für Alec Baldwin ungemütlich werden.

Verwendete QuelleWTF with Marc Maron Podcast (wtfpod.com)

che

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