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Jennifer Robinson Was es bedeutet Amber Heards Anwalt zu sein: Morddrohungen, Beschimpfungen, Suizidaufforderungen

Amber Heard und Jennifer Robinson
Jennifer Robinson (r.) vertrat Amber Heard im Jahr 2020, als Johnny Depp gegen die britische Zeitung "The Sun" klagte.
© Alastair Grant / Picture Alliance
Die Star-Anwältin Jennifer Robinson vertrat Amber Heard 2020 vor einem britischen Gericht. Bis heute bedrohen sie vor allem Anhänger von Johnny Depp. In den vergangenen Wochen erlitt sie erneut schlimme Anfeindungen. 

Sie gilt als eine brillante Anwältin, hat ihre fachlichen Schwerpunkte in wichtigen gesellschaftlichen Punkten wie Meinungsfreiheit, bürgerliche Freiheiten, Beratung von Medienorganisationen, Journalisten und Whistleblowern zu allen Aspekten des Medienrechts und doch muss sie sich regelmäßig beschimpfen und bedrohen lassen. Vor allem, seit sie 2020 den Fall von Amber Heard übernahm.

Vor zwei Jahren trafen sich Johnny Depp und Amber Heard schon einmal vor einem britischen Gericht. Damals verklagte der Schauspieler die britische Zeitung "The Sun", die Aussagen von Heard abgedruckt hatten, dass sie in ihrer Ehe körperlich misshandelt worden sei. Depp verlor diesen Fall, die Klage wurde abgewiesen und Depp darf somit in UK weiterhin als "Frauenschläger" bezeichnet werden. Zu dem damaligen Anwaltsteam von Amber Heard gehörte auch die Star-Anwältin Jennifer Robinson. 

In einem Interview mit "Daily Mail" im Jahr 2020 beschrieb Robinson die frauenfeindlichen Anfeindungen und die Morddrohungen, die sie und Amber Heard während des Verleumdungsprozesses gegen "The Sun" erhalten hatten. "Ich fand es ein trauriges Bild unserer Gesellschaft, dass wir, obwohl Amber Zeugin war und nicht selbst vor Gericht stand, Sicherheitspersonal brauchten", erinnerte sie sich. "An manchen Tagen hatten wir Polizeischutz. Die Leute warfen Dinge auf unser Auto und beschimpften uns. Wir kamen sogar an einer riesigen Werbetafel vorbei, auf der stand: 'Begrabt die Hexe', mit Heards Gesicht darauf."

Amber Heards Anwältin wird bei Instagram beschimpft und bedroht

Seitdem nun Johnny Depp gegen Amber Heard in den USA prozessierte und gewann, erlebt die ehemalige Anwältin, die Heard 2022 gar nicht vor Gericht vertreten hatte, erneut einen Shitstorm von Johnny Depp Anhängern bei Instagram. Sie selbst hat bei Instagram an die 2500 Follower, doch ihr aktuellstes Bild einer Londoner Skyline schon knapp 150 Kommentare. Vielfach von der Depp-Army. Die Beiträge reichen von Wut, über Drohungen, Beschimpfungen bis hin zu Suizidaufforderungen. 

Einige der bösartigen Nachrichten lauten: "Jennifer, sag Amber Heard, dass ich und alle meine Freundinnen Johnny Depp mehr denn je lieben" oder "Stellen Sie sich vor, Sie unterstützen einen Lügner! Lassen Sie sich erleuchten". Aber auch schlimmere Kommentare wie: "Jeder, der Amber Heard unterstützt, verdient es, im Gefängnis zu verrotten" oder aber "Es ist traurig, wie eine gebildete, liebenswerte Frau eine schreckliche Frau unterstützt, die lügt und Menschen missbraucht", kommentierte ein User. Ein besonders abscheulicher Kommentar deutete darauf hin, dass Jennifer Robinson sich das Leben nehmen solle. Neben wüsten Bedrohungen sind auch dutzende Kommentare mit "#JusticeForJohnny" zu lesen. Unter den hasserfüllten Kommentaren befanden sich jedoch auch einige Unterstützungsbotschaften für Amber Heard.

Jennifer Robinson lässt sich von den Anfeindungen jedoch nicht beirren und teilte jüngst auch das Posting von Heards Schwester Whitney Henriquez, die ihre Unterstützung für die verurteilte Schwester noch mal öffentlich betonte.

Quellen:  Daily Mail, Instagram

ckl

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