HOME

Anna Nicole Smith: Auch Frédéric von Anhalt will Vater sein

Nach dem Tod von Anna Nicole Smith wollen gleich zwei mögliche Erzeuger eine Vaterschaftsklage einreichen. Prinz Frédéric von Anhalt und sein ehemaliger Freund, Larry Birkhead, beanspruchen das Sorgerecht für Smiths Tochter Dannielynn. Und auch der Einwanderungsminister der Bahamas gerät unter Druck.

Prinz Frederic von Anhalt, 63, hat sich im Streit um die kleine Tochter von Ex-Playmate Anna Nicole Smith zu einer Vaterschaftsklage entschlossen. Er wolle den Antrag bei einem Gericht in Los Angeles einreichen, sagte von Anhalt, Ehemann von Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor, 90. "Die Chancen rechne ich mir gut aus, weil sie (Smith) zur Zeit der Empfängnis ja hier bei mir in Los Angeles war." Er habe mit dem Model über neun Jahre eine Beziehung gehabt und sie "vielleicht 60, 70 Mal" getroffen. Das Ex-Fotomodell war am mit 39 Jahren plötzlich gestorben.

Mit von Anhalt streiten sich zwei weitere Männern um Smiths fünf Monate alte Tochter Dannielynn Hope. Das Kind könnte einmal jene Millionen erben, um die ihre Mutter und Milliardärswitwe zeitlebens vergeblich gekämpft hatte. Smiths hatte ihren letzten Partner, Howard K. Stern, als Vater benannt. Aber auch Larry Birkhead, ein früherer Geliebter des blonden Models, gibt sich als Vater aus. Mit Hilfe eines DNA-Tests will ein kalifornisches Gericht die Verhältnisse klären. Die nächste Anhörung soll am 20. Februar stattfinden.

"Das war natürlich kein gewolltes Kind, weder von uns dreien noch von Nicole", erklärte von Anhalt. "Aber es ist passiert und Nicole war am Ende sehr happy damit. Und nun müssen wir halt sehen, wer der Vater ist." Sollte er Recht bekommen, würde er das Mädchen auf den Bahamas abholen, "und dann kommt das Kind hier zu uns nach Hause". Gabors achter Ehemann lebt seit über 20 Jahren mit der Schauspielerin in einer Villa im Nobelviertel Bel-Air bei Los Angeles. Von Anhalt räumte ein, dass seine Gattin zunächst mit einer Scheidung gedroht habe und im Haus "die Fetzen flogen". Er habe so viele Skandale seiner Frau ertragen, nun sei sie an der Reihe, diese Sache mit ihm durchzustehen, bekräftigte der Adlige.

Vorschnelle Aufenthaltsgenehmigung erteilt?

Auch der Einwanderungsminister der Bahamas gerät zunehmend unter Druck. Shane Gibson wird von Oppositionspolitikern beschuldigt, dem Playmate Smith aus rein persönlichem Motiven vorschnell eine Aufenthaltsgenehmigung erteilt zu haben. Die Zeitung "Tribune of Nassau" veröffentlichte zwei Fotos, die Smith zu Lebzeiten und Gibson in zärtlicher Umarmung auf einem Bett liegend zeigen.

Smith lebte zuletzt in einer Villa in Nassau, die ihr nach eigenen Angaben kurz vor ihrem Tode von einem befreundeten amerikanischen Bauunternehmer namens Ben Thompson geschenkt wurde. Dieser bestreitet dies allerdings und hat seinen Besitzanspruch auf das Anwesen geltend gemacht. Laut Smiths Anwalt Wayne Munroe gehören Haus und Grundstück jetzt jedoch Howard Stern, Smiths letztem Lebensgefährten, der in der Geburtsurkunde ihrer fünf Monate alten Tochter Dannielynn als Vater aufgeführt ist.

Stern erklärte unterdessen, er versuche Smiths aus den USA angereiste Mutter Vergie Arthur daran zu hindern, Dannielynn zu sehen. Smith habe ihre Mutter gehasst und hätte nicht gewollt, dass sie auch nur irgendetwas mit ihrer kleinen Tochter zu tun haben könnte. "Solange ich noch einen Atemzug tun kann, solange wird diese Frau Dannielynn nicht sehen", sagte Stern dem Fernsehsender ABC. Die Mutter sagte demselben Sender, dass sie sich um die Sicherheit des Säuglings sorge.

Das 39-jährige Fotomodell und Ex-Playmate Smith starb am vergangenen Donnerstag in Florida. Die Obduktion von Smith hatte kein endgültiges Urteil über die Todesursache erlaubt. Nach Einschätzung von Polizei und Gerichtsmedizinern war der Busenstar wohl keinem Verbrechen zum Opfer gefallen. Auch für Drogenmissbrauch fanden die Ermittler zunächst keine Hinweise. Die Auswertung der Autopsie-Ergebnisse soll noch drei bis fünf Wochen dauern.

AP / AP