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BAMBI-VERLEIHUNG: Ein goldenes Kitz für Verona

Kylie Minogue, Cher oder die »No Angels« - die Gästeliste der Stars bei der diesjährigen Bambi-Verleihung ließ einen Hauch von »Oscar«-Zeremonie in Berlin aufkommen.

Jede Menge nationale wie internationale Stars gaben sich am Donnerstagabend auf der 53. Bambi-Verleihung die Klinke in die Hand. Mehr als tausend Ehrengäste im Estrelle-Hotel in Berlin sahen, wie Prominente wie Cher, Kylie Minogue, Verona Feldbusch aber auch New Yorks Bürgermeister Rudolph Giuliani mit dem ältesten deutschen Medienpreis geehrt wurden.

Deneuve überraschend geehrt

Der New Yorker Bürgermeister konnte nicht persönlich zur Verleihung erscheinen. Kurz nach dem verheerenden Flugzeugunglück in Queens wollte Giuliani seine Stadt nicht verlassen. Er dankte aber auf einer großen Leinwandprojektion für die Ehrung. Cher und Kylie Minogue, die mit ihrem neuen Album gerade rund um den Globus Erfolge feiert, glänzten dagegen mit Auftritten. Zusätzlich zu den offiziellen Ankündigungen erhielt auch Catherine Deneuve ein goldenes Kitz in der Kategorie Film International.

16 Preisträger

Der Bambi wurde in insgesamt 16 Kategorien verliehen. Die große alte Dame des deutschen Films, Hildegard Knef, erhielt den Bambi für ihr Lebenswerk. Aus gesundheitlichen Gründen konnte sie jedoch nicht an der Verleihung teilnehmen. Udo Jürgens hatte ihr dennoch eigens ein Lied komponiert. Weitere Bambis gingen an Günther Jauch, die No Angels sowie WM-Teilnehmer und Nationaltorwart Oliver Kahn. Shooting Star des Jahres ist die Soulröhre Macy Gray. Im Bereich Kultur erhielt der brasilianische Bestseller-Autor Paulo Coelho den Preis. Die Western-Parodie »Der Schuh des Manitu« wurde als Kinohit geehrt. Bei der Verleihung trafen die Komikgenerationen aufeinander. Otto, der Hauptdarsteller des ehemals erfolgreichsten deutschen Films, überreichte Michael »Bully« Herbig den Preis, dessen Film nun diesen Platz einnimmt.

Verona Feldbusch überraschte das Publikum in ihrer Dankesrede mit einem fröhlich Zitat ihres Lebensgefährten Franjo Pooth: »Schatz, den Bambi hast du verdient, aber nächstes Jahr gibt es ein Bambino.« Feldbusch hat laut der Jury die »Karriere des Jahres« hinter sich. Am meisten überrascht wird aber wohl Thomas Gottschalk gewesen sein. Eigentlich nur für die Verleihung des Preises an seinen Freund und Kollegen Günter Jauch - bester Moderator - vorgesehen, eröffnete ihm dieser, dass Gottschalk nach 1982, 1984 und 1987 seinen vierten Bambi

in den Händen halten dürfe. Der Sonder-Bambi wurde dann von Nadja Auermann überreicht.

Die No Angels für 11.433 Mark

Bereits am Mittwochabend hat die Benefiz-Auktion »Tribute to Bambi« 80.000 Mark für ein Projekt zur Betreuung von Straßenkindern eingebracht. Über das Internet und auf der Party am Potsdamer Platz ersteigerten Fans Lieblingsgegenstände ihrer Stars. Renner des Abends war ein von unzähligen Promis signierter Smart für 26.000 Mark. Aber auch ein Abendessen mit den No Angels brachte noch schlappe 11.433 Mark in die Benefiz-Kasse.

Philip Stirm