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Britisches Königshaus: Prinz Philip wegen Infektion im Krankenhaus

Prinz Philip, der Mann der britischen Königin Elizabeth II., ist ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der 86-Jährige werde wegen einer Infektion im Brustraum behandelt, teilte der Buckingham Palast am Freitag mit.

Prinz Philip, der Ehemann der britischen Königin Elizabeth II., ist wegen eines Infekts der Atemwege ins Krankenhaus gebracht worden. Der 86-Jährige werde vorsichtshalber in der Klinik King Edward VII. in London untersucht, teilte der Buckingham Palast am Freitag mit. Alle seine Termine am Wochenende seien abgesagt worden. Der Herzog von Edinburgh - so sein offizieller Titel - habe zuvor an einer starken Erkältung gelitten. Prinz Philip hatte den Angaben zufolge bereits am Mittwoch eine Gedenkveranstaltung für den Mount-Everest-Bezwinger Sir Edmund Hillary abgesagt.

Philip, der im Juni 87 wird, wurde bereits am Donnerstag in die Privatklinik in der Londoner Innenstadt gebracht. Er habe sich nach Medienberichten Korrespondenzen in das Krankenhaus mitgenommen und arbeite dort daran. Es wird erwartet, dass er über das Wochenende in der Klinik bleibt. Für kommende Woche wurden seine Termine jedoch nicht gestrichen. Nach Angaben des Palastes sei er selbst in Ruhe in die Klinik gegangen.

Prinz Philip hat über die vergangenen Jahre zwar etwas abgebaut, und es gab öfter Spekulationen über vermeintliche Herzprobleme. Doch angesichts seines Alters erfreute er sich robuster Gesundheit. Philip gilt als wichtigste Stütze der Queen und begleitet seine Frau auf zahlreiche offizielle Termine. Erst vorvergangene Woche hatte er den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zusammen mit dessen Frau Carla bei einem Staatsbesuch empfangen.

Der Herzog von Edinburgh ist seit 1947 mit der Queen verheiratet, vergangenen November feierte das Paar Diamantene Hochzeit. Philip wurde am 10. Juni 1921 als Prinz von Griechenland und Dänemark auf Korfu geboren. Er stammt aus einer Königsfamilie Griechenlands von dänisch-deutscher Herkunft. Wegen seiner deutschen Familienbande und seiner Erziehung im Internat Salem am Bodensee wird er manchmal auch "Philip the German" genannt.

Während des Zweiten Weltkriegs diente er bei der britischen Marine. Später nahm er den Namen Mountbatten an. Prinz Philip ist sowohl für seinen Charme und Humor als auch für zahlreiche Tritte ins Fettnäpfchen bekannt. So nannte er Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl beispielsweise einmal "Herr Reichskanzler". Zuletzt stand er im Zusammenhang mit der Gerichtsuntersuchung zum Tod von Prinzessin Diana und deren Freund Dodi al Fayed in den Schlagzeilen. Dodis Vater Mohammed glaubt, dass die beiden im Auftrag von Prinz Philip umgebracht wurden. Der Richter zerschlug diese Theorie aber bereits. Am Freitag beriet die Geschworenenjury den dritten Tag über das endgültige Urteil.

DPA / DPA