HOME

Call-Boy gefesselt: Boy George muss 15 Monate ins Gefängnis

Ex-Culture-Club-Star Boy George ist mal wieder verurteilt worden: Doch mit Straßekehren wegen Drogenbesitzes wie im Jahr 2006 ist der 47-Jährige diesmal nicht davongekommen. Weil er einen Call-Boy gefesselt und mit einer Kette geschlagen hat, muss der Sänger jetzt in den Knast.

Der britische Popsänger Boy George ist zu einer Gefängnistrafe von 15 Monaten verurteilt worden, weil er einen Call-Boy mit Handschellen an eine Wand gefesselt und mit einer Metallkette geschlagen hatte. Ein Richter vor einem Strafgerichtshof im Osten Londons sprach von einer vorsätzlichen, gefühllosen und erniedrigenden Tat, die das Opfer traumatisiert habe. Boy George war bereits im Dezember wegen Freiheitsberaubung schuldig gesprochen worden, damals hatte das Gericht aber noch nicht das Strafmaß festgelegt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der ehemalige Culture-Club-Sänger den 29-jährigen Norweger Audun Carlsen angekettet hatte, nachdem die Männer zuvor Nacktaufnahmen gemacht und Drogen genommen hatten. Zudem hatte Boy George, der mit bürgerlichem Namen George O'Dowd heißt, ihn mit einer Metallkette geschlagen. Carlsen war nach den Attacken im April 2007 schließlich in Unterhosen entkommen und hatte die Polizei alarmiert.

Zu dem Gewaltausbruch war es gekommen, nachdem Boy George dem Call-Boy vorgeworfen hatte, Fotos von ihm von seinem Laptop gestohlen zu haben. Die Bilder waren bei einem ersten Treffen der beiden Männer entstanden. Nach diesem Treffen blieben beide in Kontakt und verabredeten sich schließlich nochmal. Als der Call-Boy ins Schlafzimmer von Boy George kam, wurde er überwältigt, gefesselt und an einen Haken an der Wand gekettet. Das Opfer konnte sich selbst befreien. Bei der Flucht schlug Boy George mit der Kette auf ihn ein.

Der Sänger war in den 80er Jahren durch Hits wie "Do You Really Want To Hurt Me?" und seine schrillen Outfits berühmt geworden. Der 47-Jährige musste schon einmal eine Strafe verbüßen: 2006 kehrte er in New York Straßen. Damals war er wegen Drogenbesitzes ins Visier der Fahnder geraten.

DPA / DPA
Themen in diesem Artikel