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Abgewatscht - Promis der Woche Männer sind die blöderen Frauen


Giulia Siegel kehrt vor ihrem Rausschmiss freiwillig dem Dschungelcamp den Rücken und Victoria Beckham provoziert einen Modezaren-Eklat. Da lobt man sich doch bodenständige Gutmenschen wie Musiker Boy George: Er kellnert im Knast.
Von Stefan Mielchen

Armer Ralph Siegel. Nach dem freiwilligen Ausscheiden aus dem Dschungelcamp kommt seine Tochter nun frühzeitig zurück nach München. Der Himmel dürfte der einzige gewesen sein, der Giulias freiwilliges Ausscheiden beweinte. Als hätten die RTL-Dramaturgen die Sprinkleranlage in Gang gesetzt, schüttete es zur Untermalung des Zickendramas wie aus Eimern. "Es geht mit den Schmerzen nicht mehr, ich halt's nicht mehr aus" sprach die größte Dschungelnatter aller Zeiten - und damit auch jedem gequälten Zuschauer aus dem Herzen.

Selbst Camp-Oma und Intimfeindin Ingrid van Bergen heuchelte oscarreif einen Anflug von Bedauern. Das klang zuvor noch anders: "Ich würde sie zu Hause nie in meiner Nähe haben wollen. Sie vergiftet die ganze Atmosphäre." Nun, andere erschießen Männer, so what? Morgens noch hatte Promi-Expertin Sibylle Weischenberg im Frühstücksfernsehen gelästert, Giulia Siegel heiße gar nicht Giulia, sondern Julia - und überhaupt sei sie Z-Prominenz. Und schon abends konnte Papa Ralph einen seiner schönsten Hits anstimmen: "Abschied ist ein bisschen wie Sterben."

Abpfiff für Assauer und Thomalla

Ob Rudi Assauer das auch so empfindet? Der größte Macho unter der Sonne des Ruhrgebietes, der seine Partnerin gerne "die alte Nudel" nannte, hat nun keine mehr - Abpfiff nach acht Jahren auf Schalke. Simone Thomalla hat im gemeinsamen Kühlschrank das Licht ausgeschaltet und steht auf der Transferliste Richtung Berlin. Gründe der Trennung wurden nicht bekannt, "es passte nicht mehr" verriet Zigarren-Rudi lediglich. Vielleicht hat sich "die Thomallasche" (Assauer) einfach zu sehr mit ihrem Job identifiziert? Im letzten Tatort ermittelte sie gegen Männer, die ihre Frauen misshandeln.

Die Macht der Liebe demonstrierten hingegen Michelle und Barack Obama in dieser Woche: ein Traumpaar auf dem gesellschaftlichen Parkett! So viel Glamour war lange nicht in Washington. Wobei man sich fragt, was genau das Ding war, das Soul-Diva Aretha Franklin zur Amtseinführung von Mr. President da auf dem Kopf hatte - ein Hut oder der Rest der Weihnachtsdeko? Auf Jackie O. folgt Blacky O.: Amerikas neue First Lady gilt schon jetzt als Stilikone. Gut so, endlich weiß man wieder, dass mächtige Frauen nicht automatisch in merkeleske Hosenanzüge hineingeboren werden. So wurstig wie die Kanzlerin kleidet sich allenfalls noch Hillary Clinton.

Victoria Beckham entfacht Modestreit

Für die italienischen Momente im Leben sorgte in dieser Woche einmal mehr Victoria Beckham. Allerdings, man mag es kaum glauben, eher unfreiwillig. Modezar Giorgio Armani warf den Herren Dolce und Gabbana vor, bei ihm abzukupfern. Eine Hose aus gesteppter Seide, die D&G auf einen Mailänder Laufsteg schickten, sei von ihm, schäumte Armani. Während die Modewelt nun rätselt, ob Domenico oder Stefano im Rotkreuz-Sack Armanis gewühlt hat, kennen Mailänder Insider angeblich den wahren Grund des Ärgers: Victoria! Obwohl Frau Beckham derzeit für Armani-Schlüpfer werbe, habe sie in Mailand ausgiebig bei Dolce & Gabbana geshoppt - Giorgio zürnte. Was einmal mehr beweist, dass Männer auch nur die blöderen Frauen sind.

Apropos: Dieter Bohlen ist wieder da. Kaum neigt sich das Dschungelcamp seinem Ende zu, tritt die Pestbeule der deutschen Popmusik wieder auf den Plan. Wie lächerlich kann sich ein erwachsener Mann eigentlich noch machen? Zu einem Gerichtstermin ließ sich Bohlen in dieser Woche im schwarzen Hummer vorfahren, sein taillenkurzes, pelzgesäumtes Daunenjäcken (der Mann ist 54...) legte er auch im Zeugenstand nicht ab, wo er schließlich die Richterin anmaulte: "Ich sage immer die Wahrheit." Klar, nach Dieter kommt ja bekanntlich auch nur noch der liebe Gott. Prollmachotum wie aus dem Bilderbuch, aber es kommt noch besser: Passend zum Start der nächsten Superstar-Staffel muss das Bundessozialgericht in Kürze klären, ob es sich bei Bohlens Jurorenjob um eine "künstlerische Tätigkeit" handele. Was für eine Frage - das ist nicht Kunst, sondern ein klarer Fall für die Menschenrechtskommission!

Freizügige Lilly Allen

War sonst noch was? Na klar: Seine Aufgedunsenheit Boy George muss im Knast kellnern - für 6,63 Euro die Woche! Der Sänger (Culture Club) ist so unten, dass er nicht mal mehr für den Dschungel in Frage kommt. Also steckten ihn Londoner Richter wegen einer respektablen Körperverletzung lieber hinter richtige Gitter. Was man von dort hört, klingt allerdings auch nicht anders als die RTL-Variante: Als erste Mahlzeit gab's für Boy George aufgewärmten Fisch aus der Mikrowelle, Pommes und Erbsenbrei. "Er hat nicht geweint und kommt sich vor wie in einer anderen Welt", berichten angeblich gut unterrichtete Kreise. Und, Günter Kaufmann lässt grüßen: "Er schläft viel." Immerhin, wer schläft, sündigt nicht. Und das ist in diesen Kreisen schon viel wert, wie das Schicksal der Sängerin Lilly Allen ("Smile") zeigt. Die findet sich selbst nämlich so toll, dass sie ihre Nacktfotos samt schlüpfriger Zeilen per SMS versendet. Allerdings scheint die kleine Lilly nicht eben mit übermäßiger Intelligenz gesegnet zu sein. Sie schickte die Sexmessage nicht ihrem Angebeteten, sondern versehentlich an einen Kollegen: Kaiser-Chiefs-Frontmann Ricky Wilson. Der stutzte, erfreute sich an Lillys blanken Brüsten und fragt sich seither: Wie nötig kann man es eigentlich haben?


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